Der Hund von Baskerville

  • Informationen zum Film
  • Der Hund von Baskerville

  • Originaltitel:
    The Hound of the Baskervilles
    Genre:
    Krimi, Mystery, Horror, Drama
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1959
    Kinostart Deutschland:
    27.11.1959
    Kinostart USA:
    03.07.1959
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Einst entführte der alte Sir Baskerville eine schöne Bauerstochter, um sich an ihr zu vergehen. Zwar kann sie fliehen, stirbt jedoch vor Erschöpfung. Den alten Baskerville findet man ebenfalls tot - von einer mysteriösen Bestie grauenvoll verstümmelt. Seither liegt ein Fluch auf der Familie Baskerville. Um diesen zu bannen sucht Sir Henry Baskerville Rat bei Sherlock Holmes. Doch dieser glaubt natürlich zunächst nicht an übernatürliche Superhunde...

Userkritik zu Der Hund von Baskerville

doobee
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Bewertung: 8/10 Punkte

Dartmoor, Devonshire; seit Jahrhunderten liegt ein Fluch auf der Familie Baskerville. Seit 1740 um genau zu sein, denn damals brachte der teuflische Sir Hugo Baskerville (David Oxley) ein Bauernmädchen um, welches ihm nicht zu Willen sein wollte. Am Tatort, der Ruine einer Abtei in der Nähe von Baskerville Hall, findet dieser jedoch ebenfalls ein schreckliches Ende, als er von einer Bestie angefallen und getötet wird. Knapp 150 Jahre später wird Sir Charles Baskerville das letzte Opfer des Fluches. Aeusserlich unverletzt aber mit vor Grauen entstelltem Gesicht wird er in der Ruine der Abtei aufgefunden. Dr. Mortimer (Francis de Wolff), ein Freund von Sir Charles, reist nach London um die Hilfe von Sherlock Holmes (Peter Cushing) und Dr. Watson (André Morell) zu erbeten. Denn der letzte Nachkomme der Baskervilles, Sir Henry (Christopher Lee), ist auf dem Weg aus Kanada um sein Erbe anzutreten. Dr. Mortimer befürchtet dass Sir Henry das gleiche Schicksal ereilen könnte und hofft, dass das geniale Ermittlerduo das Rätsel um den Höllenhund lösen kann. Diese machen sich auf nach Dartmoor, wo einige Ueberraschungen auf sie warten…

„The Hound of the Baskervilles“ ist eine der bekanntesten Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle. Der englische Titel ist übrigens viel treffender als die deutsche Uebersetzung. Denn die Story handelt vom Hund der Baskervilles, nicht vom Hund von Baskerville. Der Ort des Geschehens ist der kleine Ort Grimpen im Dartmoor und nicht Baskerville. Aber dies ist nur ein Detail am Rande. Die Schauermär vom Höllenhund, welcher den Clan der Baskervilles terrorisiert, wurde unzählige Male verfilmt. Kein Wunder dass sich auch Hammer Films im Jahre 1959 des Stoffes annahmen. Unter der gewohnt routinierten und subtilen Regie von Meister Terence Fisher ist ein wahres Juwel entstanden. In sattem Technicolor gefilmt präsentiert sich das mystische, unheilschwangere und oft nevelverhangene Dartmoor in voller Pracht. Die Szenen, wo sich Holmes und Watson auf Spurensuche ins Moor aufmachen sind denn auch besonders atmosphärisch und auch für heutige Verhältnisse ziemlich gruselig geraten. Man darf nicht vergessen dass Terence Fisher vorher schon in den beiden Hammer-Klassikern „Frankensteins Rache“ und „Dracula“ Regie geführt hatte und deshalb ein untrügliches Gespür für das Geheimnisvolle und Morbide besass. Die Musik von James Bernard ist gewohnt hochklassig und untermalt das Geschehen bestens. Auch die Geräuschkulisse ist sehr gut gewählt. Wenn des Nachts das schauerliche Heulen des Höllenhundes übers Moor hallt, ja dann ist wohlige Gänsehaut garantiert. Keine Abstriche wurden einmal mehr auch bei den Kulissen und Kostümen gemacht, das ist alles auf sehr hohem Niveau. Die Geschichte nimmt anfangs nur wenig Fahrt auf, sie entwickelt sich langsam und erlaubt genügend Zeit für die Erzählung der Familiengeschichte der Baskervilles und die Einführung der Protagonisten. Aber langweilig wird es nie, alles ist sehr stimmig und spätestens als Holmes und Watson in Dartmoor eintreffen entwickelt sich eine mitreissende Dynamik.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hochkarätige Besetzung. So stehen mit Peter Cushing und Christopher Lee die beiden Grossmeister des Hammer Studios vor der Kamera. Ihre Leistung ist schlicht grossartig. Cushing als exzentrischer, oft arroganter und mit messerscharfem analytischem Verstand ausgestatteter Holmes ist einfach köstlich anzuschauen. Ihm gegenüber steht Lee als Sir Henry, ein stattlicher, geschniegelter Aristokrat mit tadellosen Umgangsformen, welcher ein ungesundes Interesse an der gheimnisvollen Cecill (Marla Landi) entwickelt. Eine Paraderolle für den grandiosen Mimen, welche er mit Bravour meistert. Aber auch André Morell als Dr. Watson ist ein Gewinn. Obwohl intellektuell seinem Freund Holmes unterlegen ist er doch ein eigenständiger, unabhängiger und auf seine Weise ebenfalls brillanter Ermittler.

Fazit: Fabelhaftes, atmosphärisches Schauerkino in bester Hammer-Tradition. Absolut empfehlenswert! 8/10

geschrieben am 02.10.2015 um 14:45

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 3 | Kritiken: 1