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Guardians of the Galaxy

  • Informationen zum Film
  • Guardians of the Galaxy

  • Originaltitel:
    Guardians of the Galaxy
    Produktionsjahr:
    2014
    Kinostart Österreich:
    28.08.2014
    Kinostart Deutschland:
    28.08.2014
    Kinostart USA:
    01.08.2014
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Inhalt
  • Der Pilot und intergalaktische Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), als „Star-Lord“ bekannt und immer auf der Suche nach kostbaren Relikten, gerät durch einen dummen Zufall zwischen die Fronten eines (welt-)allumfassenden Konfliktes. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er ohne es zu ahnen eine mysteriöse Super-Waffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage, den gesamten Kosmos zu unterwerfen. Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem intelligenten Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoe Saldana) und dem raffinierten Drax the Destroyer (Dave Bautista). Unter dem Namen GUARDIANS OF THE GALAXY zieht diese ziemlich spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen! 

  • Filmkritik

  • Gut 45 Jahre ist es her, seit Arnold Drake und Gene Colan das unkonventionellste Superhelden-Team aus dem Hause Marvel, die Guardians of the Galaxy, ins Leben riefen. Spätestens seit Iron ManHulkThor und Captain America - kurz: die Avengers - große Erfolge an den Kinokassen feierten, stand auch eine Adaption der Guardians zur Debatte. Schon von Anfang an stand fest, dass man sich an den Comics von Dan Abnett und Andy Lanning aus dem Jahre 2008 orientieren würde - eine Tatsache, die dem Regisseur sichtlich entgegen kam. Denn James Gunn, der seinen Hang zum Schrägen bereits in Slither - Voll auf den Schleim gegangen und Super - Shut up, Crime!ausleben durfte, bekam dadurch freie Hand um für Originalität zu sorgen. Denn im Gegensatz zu den Avengers, die jeder Fan von Comics vermutlich in- und auswendig kennt, sind die Guardians of the Galaxy für viele ein großteils unbeschriebenes Blatt. Gunn war von Beginn an Feuer und Flamme mit der düsteren und gleichermaßen amüsanten Vorlage und hatte auf Anhieb ein Bild vom fix und fertigen Film im Kopf. Aber diese Ideen müssen erst einmal in die Tat umgesetzt werden...

    Wir starten im Jahr 1988, in dem wir Peter Quill und seinen Walkman kennenlernen. An den kleinen Peter - trotz kurzer Screentime herausragend: Wyatt Oleff - sollte man sich allerdings nicht gewöhnen, denn kurz darauf befinden wir uns 26 Jahre später auf dem Planeten Morag. Nun ist es aber viel mehr sein neues Ich, Star-Lord, das sich und einige seiner Gadgets, tänzelnd und spitzbübisch, vorstellt. Chris Pratt agiert von der ersten Szene an ungemein sympathisch, sodass einem entgeht, dass man eigentlich nicht seinem Charme verfallen ist, sondern dem des Films. Dafür trägt allen voran der Soundtrack Sorge, der vom ersten Ertönen weg wahrhaftige Kinomagie zu erzeugen weiß. 



    Von den Raspberries über die Runaways bis David Bowie - man ist stets "Hooked on a Feeling" wenn höchst untypische Klänge vernommen werden, die dennoch kaum passender gewählt sein könnten. Es erinnert fast ein wenig an Zack Snyders Watchmen, der beispielsweise mit "99 Luftballons" Ähnliches bewirkte. So stoßen die Guardians Marvel-Fans schon aus musikalischer Sicht vor den Kopf und heben sich nicht zuletzt dank eines grandiosen, gewagten Soundtrack von ihren Vorgängern, den Avengers, ab. Die Guardians of the Galaxyunterscheiden sich aber nicht nur mit einem unvergesslichen Soundtrack von ihren Marvel-Vorgängern, sondern schlägt auch das Tor zu neuen inszenatorischen Welten auf. 

    Ein gekonnter Mix aus Humor und brachialer, bunter Action war bislang das Markenzeichen der Mavel-Verfilmungen aus Phase 1. Iron Man, Hulk & Co. müssen sich demnach mehr oder weniger in eine Schublade stecken lassen. Jener vermeintlichen Eintönigkeit möchte Regisseur James Gunn entgegen arbeiten, der ohnehin schon als Freund des Unkonventionellen gilt und mit Guardians of the Galaxy auch einer Vorlage gerecht zu werden versucht, die schon als Comic nicht zum Mainstream zählte. Ziel war es die Düsternis mit Witz zu vereinen und die oftmals finsteren Settings mit Farben, sowie die tragischen Charaktere mit unverfrorenem Humor aufzulockern. Ein Vorhaben, das auf ganzer Linie aufgeht.

    Guardians of the Galaxy darf als durch und durch ausgereifter Film bezeichnet werden, in dessen Vorbereitungszeit viel Liebe zum Detail und der Mut zur Innovation floss. Handlungsstränge, Inszenierung und die Entwicklung der Geschichte sowie der Charaktere gehen stets Hand in Hand, was ein außergewöhnlich stimmiges Gesamtbild entstehen lässt. Dies beginnt schon mit der Einführung der Figuren: Angefangen vom liebenswert frechen, coolen Badass Star-Lord, über die verführerische, wenn auch grünhäutige Auftragskillerin Gamora und den rachsüchtigen Drax, dessen Stärke nicht gerade Sarkasmus ist. Bis zum gen-manipulierten Waschbär Rocket Raccoon und Groot, einem hoch entwickelten Humanoiden in Baumgestalt, dessen Wortschatz dem eines Kindergartenkindes hinterher hinkt.



    Sie alle unterscheiden sich nicht nur äußerlich voneinander, sondern weisen auch individuelle Charakterzüge auf und haben lediglich eines gemeinsam: sie alle sind alles andere als perfekt oder verdienen gar die Bezeichnung "Superheld". Lediglich der Wille mit Herz und Seele für die eigene Sache einzutreten verbindet sie. Gleichzeitig bilden sie aber - innerlich wie äußerlich - die Spitze des Eisbergs einer ungemeinen Artenvielfalt, die uns Guardians of the Galaxy bietet. Ob in großen Schlachten, spektakulären Zeitlupen-Einstellungen oder ganz nebenbei, um die Bevölkerung der einzelnen Planeten - beispielsweise von Xandar, Morag oder Knowhere, der Anlaufstation und dem Obervatorium für intergalaktische Reise - vorzustellen. 

    James Gunn macht uns aber nicht nur auf einen Schlag mit zahlreichen Charakteren bekannt - neben den Guardians wären da beispielsweise noch Yondu, Thanos, Nebula oder Korath - auch während dem Film selbst durchfahren die einzelnen Figuren eine stets glaubhafte, wahnsinnig differenzierte und nachvollziehbare Entwicklung. Während sich Joss Whedon die Einführung diverser Charaktere in The Avengers sparen und den Fokus auf die Action legen konnte, kriegt Gunn das und noch viel mehr unter einen Hut. 

    Zum einen gelingt es Gunn seinem Marvel-Debüt eine unverwechselbare Optik mit einer Mixtur aus aufwändigen Settings (das Weltraumgefängnis Kyln ist in der Tat eine 150.000 Kilogramm schwere Kulisse) und Computereffekten zu verleihen, die das Herz jeden Cineasten höher schlagen lässt. Während Blockbuster heutzutage ihre indirekten Vorgänger mehr oder weniger lieblos kopieren, zeigt James Gunn mit Guardians of the Galaxy, dass der Kreativität auch im Jahr 2014 keine Grenzen gesetzt sind. Auch wenn der 3D-Effekt zweifelsohne zum Besten gehört, das in den letzten Jahren den Weg auf die Leinwand fand, begeistert der Film aus visueller Hinsicht auch schon ohne die dritte Dimension. Intergalaktische Energieströme, Ultra-Slow-Mos und explosive Verfolgungsjagden bekommen dadurch aber zweifelsohne zusätzlichen Reiz. 




    Fazit:

    James Gunn hebt das Marvel-Universum mit Guardians of the Galaxy, das darf ohne Zweifel festgestellt werden, auf ein ganz neues Level. Noch nie hat man versucht, derart individuelle Wege einzuschlagen, die ohne Ausnahme zum Ziel führen sollten. Die Einführung zahlreicher neuer Figuren, die in ihrer Charakterzeichnung noch dazu wahnsinnig ausgereift sind, die Inszenierung eines bombastischen Action-Spektakels, das selbst in einer lauten, hektischen Zeit wie heute unverwechselbar bleibt, die Balance zwischen Düsternis und Witz, die sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch funktioniert - James Gunn macht schlichtweg alles richtig. 

    Guardians of the Galaxy wirkt wie ein bis ins kleinste Detail durchdachter Hybrid, der essentielle Zutaten aus dem Marvel-Universum, Star Wars und Firefly zu einem kohäsiven Ganzen gekonnt miteinander vermengt. Dies fällt vor allem hinsichtlich des Charakters von Star-Lord auf, der doch ein wenig an Han Solo und Mal erinnert. Als i-Tüpfelchen dürfte man wohl den besten Soundtrack des Jahres anführen, der Guardians of the Galaxy trotz seines neuartigen Charakters fast schon auf Anhieb zum Klassiker macht. 

    In einem cineastischen Zeitalter wie diesem ist es nahezu unmöglich das Rad neu zu erfinden, im Blockbuster-Terrain ist James Gunn mit Guardians of the Galaxy aber sehr, sehr nah dran. 

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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BILDER ZUM FILM

Komentare (12)

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Definitiv nicht... solch einen gute Laune Spassfilm hab ich schon ewig nicht mehr gesehen!

geschrieben am 29.08.2014 um 20:48 Uhr #12

Dann hat die Kritik ja nicht zu viel versprochen...? ;)

geschrieben am 29.08.2014 um 19:55 Uhr #11

Wir haben ihn gestern im Kino gesehen und waren BEGEISTER :)

Ein TRAUM!!

geschrieben am 29.08.2014 um 18:14 Uhr #10

PG Porn - The movie ;)
Das wär doch mal was

geschrieben am 08.08.2014 um 10:13 Uhr #9

Mir geht's ähnlich - mit Troma kann ich absolut NICHTS anfangen. Wobei Slither und Super da IMO schon in eine andere Richtung gehen (die ich liebe). Nach den Guardians bin ich jedenfalls gespannt, was uns Gunn demnächst noch so um die Ohren hauen wird! Außer Guardians 2 natürlich...

geschrieben am 06.08.2014 um 08:22 Uhr #8

Scooby Doo hab ich schlicht und ergreifend nicht gesehen, da ich eindeutig nicht die Zielgruppe bin. Tromeo & Julia habe ich nicht geschaut, da ich nach mehreren Versuchen feststellen musste, dass Troma einfach mal so garnix für mich ist.

geschrieben am 06.08.2014 um 08:11 Uhr #7

James Gunn hat auch das Drehbuch zu scooby doo geschrieben aber auch Tromeo & Julia, dort dreht er auch szenen wie die Lesbensexszene. Glaub ohne die erfahrung bei Troma wär Gunn nie so kreativ geworden. Ja PG Porn die folge mit nathan fillon und die mit Sasha Grey sind Hammer.

geschrieben am 06.08.2014 um 07:51 Uhr #6

Seh ich ähnlich. Slither ist herrlich skurril, Super ja eigentlich auch - und diese Note tut auch den Guardians echt gut!

geschrieben am 06.08.2014 um 06:33 Uhr #5

Kaum zu glauben das aus dem Hause Troma was vernünftiges kommen kann. Gunn scheint aber wirklich was drauf zu haben. Sein Script zu Dawn of the dead hat Snyder zu einem sehr guten Film geholfen, Slither und Super sind wirklich coole Streifen und Guardians wird ja von allen Seiten gelobt...
Achja... und bei PG Porn musste ich auch einige male sehr laut lachen

geschrieben am 05.08.2014 um 23:43 Uhr #4

Wer bei Troma lernt, kann halt was. Bin aber gespannt, gibt ja viele Comeos von Stars oder andere Marvel Figuren in dem Film. Dazu noch Karen Gillan und Michael Rooker.

geschrieben am 05.08.2014 um 20:42 Uhr #3

 

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James Gunn, ist für viele vielleicht noch ein sehr unbekannter Regisseur, drehte er doch erst 2006 seinen ersten Film "Slither". Doch er war schon vorher sehr tätig in der Filmwelt und schrieb das Drehbuch für "Dawn of the Dead". Er fing 1996 an u...

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geschrieben am 31.08.2014 um 09:55

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 18 | Kritiken: 1

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