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Django - Eine Pistole für 100 Kreuze

Userkritik zu Django - Eine Pistole für 100 Kreuze

doobee
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Bewertung: 4/10 Punkte

Auf dem Weg zu seiner Schwester Jessica Dublin (Marina Malfatti) wird ihr Bruder Jimmy hinterhältig ermordet. Django (Tony Kendall) schickt die beiden Killer zur Hölle und bringt den Toten auf die Ranch von Jessica. Diese ist am Boden zerstört, denn sieben Jahr zuvor wurde auch ihr Vater hinterrücks erschossen und Jimmy war ihr letzter lebender Verwandter. Sie bittet Django, ihr auf der Suche nach dem Mörder zu helfen. Dieser lehnt ab, denn er ist mit einer anderen Jagd beschäftigt. Er ist auf der Suche nach Frank Dawson (Mimmo Palmara). Dieser ist ein mieser Verräter, welcher für den Tod von Djangos Kameraden der 64. Kompanie während des Bürgerkriegs verantwortlich war. Er hatte sich skrupellos an die Nordstaatler verkauft und somit das Schicksal der Soldaten besiegelt. Frank lebt unter dem Namen Louis als Saloonboss in Springfield und will Jessica unbedingt zur Heirat zwingen. Bald kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Todfeinde, wobei Django von Franks Männern eine gehörige Tracht Prügel bezieht und sich nur mit Hilfe von Thomas (Ray Saunders), dem schwarzen Diener von Jessica, einigermassen ungeschoren aus der Affäre ziehen kann. Unterdessen lässt Frank Jessica entführen, denn seine Liebe zu ihr ist nur Vorwand um in den Besitz der Ranch zu kommen, die auf einer Goldmine liegt. Django und Thomas heften sich auf die Spur von Frank, und Leichen pflastern ihren Weg…

Dies ist wahrlich kein Meisterwerk, welches uns Regisseur Carlo Croccolo hier serviert. Die verworrene Story wirkt arg an den Haaren herbeigezogen, zumal auch noch ein geheimnisvoller „Boss“ eine Rolle spielt, für welchen auch Frank arbeitet und dessen Identität man erst gegen Schluss erfährt. Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, um nicht gleich noch den letzten Rest an Spannung aus diesem langweiligen Geschehen zu nehmen. Die Requisiten und Settings sind ebenfalls höchstens Durchschnitt und kaum dazu geeignet, eine packende Atmosphäre zu schaffen. In Sachen Action gibt‘s auch nicht viel zu berichten. Es gibt ein paar anständige Prügeleien, zahlreiche Shoot Outs mit hohem Bodycount und die Peitschenszenen vom „Boss“ sind auch recht nett. Punkten kann der Film mit der Kameraarbeit von Fanco Villa und der Musik von Marcello Minerbi. Diese bietet ein melancholisches Titelthema mit Gitarren, Trompeten und Harp. Auch einige heitere, mexikanisch angehauchte Passagen sind, dem Geschehen angepasst, zu hören. Tony Kendall heisst mit bürgerlichem Namen Luciano Stella. Er spielt den Django (im Original: Santana) nicht schlecht aber auch nicht unwiderstehlich. Er gefällt mir hier ein wenig besser als in „Dakota – Nur der Colt war sein Gesetz“, aber dies ist auch nicht weiter schwierig. Kendall war im Krimi- und Agentengenre einfach besser aufgehoben als in der staubigen Prärie. Prädestiniert für Italo-Western war hingegen Mimmo Palmara, der in unzähligen dieser Filme mitgespielt hat, meist in der Rolle des Schurken. Auch hier glänzt er einmal mehr in dieser Rolle. Erwähnen muss man noch Regisseur Carlo Croccolo, der als Slim der Stotterer gleich selbst vor die Kamera trat. Er hätte es lieber bleiben lassen, denn dieser überflüssige Charakter ist vielmehr ärgerlich als witzig.

Fazit: Leidlich unterhaltsamer B-Western mit starkem Soundtrack. Die DVD von StarMovie ist mit einer Laufzeit von 83 Min. wohl arg geschnitten und von fragwürdiger Qualität. Falls es jemals eine anständige, komplette Version zu sichten gäbe würde ich es nochmals wagen. Bis dahin verbleibt ein zwiespältiger Eindruck, welcher nicht mehr hergibt als 4/10

geschrieben am 13.05.2017 um 08:15

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