Eine Verfilmung einer Kurzgeschichte von Clive Barker !
Der Film hält die Spannung aufrecht bis zum Schluß und mit einem V.Jones als "Schlachter-Killer" in Top Form ein Genuß bis zum überraschenden Ende!
Inhalt: Der aufstrebende Fotograf Leon Kauffman ist auf der Jagd nach Motiven, die die harte und dreckige Seite der Großstadt porträtieren. Eines Nachts knipst er eine Gang, die eine junge Frau bedroht, und schafft es mit mehr Glück als Verstand, die Dame vor Schlimmerem zu bewahren. Die Ausstellungsleiterin Susan Hoff ist von den Aufnahmen beeindruckt, fordert Leon aber dazu auf, mehr Material zu sammeln. Am nächsten Tag erkennt Leon die junge Frau wieder – als Mordopfer in einer Zeitungsanzeige. Und mehr noch: Auf einem seiner Bilder bemerkt er eine mysteriöse Gestalt, die er zufällig auch an einem anderen U-Bahn-Ausgang fotografiert hat. Trotz heftiger Einwände seiner Freundin Maya begibt Leon sich zunehmend obsessiv auf die Suche nach der Gestalt, in der er bald einen Serienmörder vermutet, und kommt schließlich einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur...
Kritik: Außergewöhnlicher, sehr harter und blutiger Horror-Film, der jedoch auch einige Schwächen hat.
Der Härtegrad des Filmes ist auf sehr hohem Niveau, was auch daran liegt, daß der Killer so unglaublich brutal und erbarmungslos tötet. Seine grausame Routine trägt ebenfalls dazu bei, daß alles noch ein Stückchen härter erscheint.
Blut fließt reichlich, wobei es leider auch einige Schwächen gibt. Der CGI Einsatz ist etwas übertrieben, was dem geübten Horror-Fan auch sofort auffällt. Etwas mehr handgemachte Effekte wären schon gut gewesen. Schlecht sind die CGI Effekte nicht, nur eben leicht auszumachen.
Alles in allem sind die Kills schon verdammt ansehnlich, egal wie sie gemacht wurden!
Die Atmospäre (bezieht sich auf die U-Bahn Stationen und die U-Bahn) ist extrem dicht und unheilvoll. Besonders in der U-Bahn verdichtet sich die Atmosphäre durch die Enge und die perfekte "Beleuchtung" der Szenerie. Sobald die Beteiligten die Oberwelt verlassen und in die beklemmende Welt der U-Bahn Station eintauchen, ist die Stimmung sehr bedrohlich.
Die Figur des Killers trägt unglaublich zu dieser Stimmung bei. Er strahlt eine unheimliche Aura aus und ist das Highlight des Streifens. Wenige Filme schaffen es, so eine unheilvolle Atmosphäre zu erzeugen!
Einen richtigen Spannungsbogen bietet der Film nicht, was aber nicht negativ ist. Die Spannung steigt teilweise bis zum Maximum und fällt dann wieder auf einen normalen Level zurück. Diese extremen Spannungsanstiege finde ich sehr gelungen, da sie im wahrsten Sinne des Wortes wie Hammerschläge wirken.
Bei der Story gibt es natürlich riesige Fragezeichen, wobei ich das Ende mal ausklammere.
SPOILER!
- Auch wenn eine Polizistin den Killer unterstützt, ist es doch äußerst unglaubwürdig, daß nichts von den Morden bekannt wird. Schließlich schlägt der Killer jede Nacht zu und tötet dabei auch oft mehrere Personen! Vor allem dürfte es doch sehr auffällig sein, da er schon über 100 Jahre sein grausiges Werk vollbringt. Da der Zug jedesmal wie ein Schlachtfeld aussieht, würde ich mal gerne wissen, wie er jedesmal wieder sauber gemacht wird?
Ok, bei diesem Film ist die Logik der Story nur Nebensache, die Optik steht im Vordergrund.
Von den Schauspielern möchte ich eigentlich nur Vinnie Jones (er war übrigens Fußballprofi in England und sogar Kapitän der walisischen Nationalmannschaft!) hervorheben, der die Figur des Mahogany perfekt verkörpert.
Seine Mimik ist einfach unglaublich und versprüht eine brutale Grausamkeit. Selten hat ein Schauspieler völlig wortlos (nur kurz vor Schluß spricht er ein Wort) eine so grandiose Rolle gespielt. Besser hätte man die Rolle des Schlächters nicht besetzen können!
Bewertung: Erstklassiger Horror-Film mit großer Härte und bedrohlicher Atmosphäre. Wer eine etwas löchrige Story verzeihen kann und dafür viel Blut zu sehen bekommt, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen!
Für Gorehounds ein Must See!
8,5-9/10 Punkte
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