Mit Trash oder veralteten Genre spezifischen Produktionen kann ich grundsätzlich nicht allzu viel anfangen. Allerdings haben mich die Diskussionen über CANNIBAL HOLOCAUST dazu bewegt, mir den Film anzusehen. Es wird ja immer noch diskutiert ob der Film nun echte Geschehnisse zeigt und wenn ja, welche. Aufgrund dieser Diskussionen und der Tatsache, dass der Film als einer der härtesten überhaupt bezeichnet wird haben mich also entgegen meines ursprünglichen Geschmacks darauf gebracht den Film doch anzusehen...
Ich tu mir bei diesem Film aber wirklich schwer etwas darüber zu sagen. Ich weiß zwar, dass in den 70ern und 80ern der Kannibalenfilm beliebt war und dort auch seinen Höhepunkt hatte, bin aber durch CANNIBAL HOLOCAUST definitiv kein Fan davon geworden. Der Film zeigt einerseits nur die Grausamkeit des menschlichen Wesens (auf eine ganz bestimmte Art und Weise) und andererseits Effekte, die wirklich grenzwertig sind. Ob nun ein Penis abgeschnitten wird, (echte) Schildkröten ausgweidet werden der Frauen gepfählt werden - für Gorehounds ist auf jeden Fall etwas dabei. Die Effekte wirken den ganzen Film über sehr realistisch, was gänzlich für die bedrückende Atmosphäre sorgt. Das unangenehme Gefühl, das hier einen befällt, ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache.
Inhaltlich ist der Film sehr dünn gestrickt und spricht mich überhaupt nicht an, weswegen ich an dem Film nicht wirklich viele positive Seiten entdecke. Die Effekte sind ganz klar das Highlight des Films - atemberaubend und erschreckend.
CANNIBAL HOLOCAUST ist ganz harter Tobak und definitiv nichts für Zartbesaitete. Was für Genrefans wohl ein großes Werk der 80er ist, ist für mich nur ekelhaft und nicht gut umgesetzt. Spannung kommt niemals auf, lediglich die Effekte sorgen für ein mulmiges Gefühl - mehr hat der Film bei mir leider nicht bewirkt
3/10 Kannibalenstämme
Ich habe vor ca. drei Monaten das erste mal gesehen und war positiv überrascht. Die Tiersnuff-Szenen waren aber überflüssig und grausam.
Die Tiere dienten zwar im Endeffeckt als Nahrung für die Eingeborenen und wären wahrscheinlich sowieso gestorben, aber ob es auf so eine grausame Weise passiert wäre ist nicht klar. Die Kamera hätte nicht voll drauf zeigen müssen.
Wenn man von dem aber absieht ist der Film echt große Klasse. Eine bedrohliche Atmosphäre mit einem passenden Score und toller Kamerarbeit.
Allein den Anfang fand ich schon ziemlich bedrohlich, wo die Kamera nur über den Dschungel "fliegt". Es sieht alles friedlich und schön aus, aber zwischen den Bäumen und im Wasser lauert überall der Tod. Nicht nur von den Kannibalen.
Bei den Darstellern muss man nichts "Oscarreifes" erwarten, aber auch keine Totalausfälle.
Den Film kann man sogar als Kritik verstehen. Als Kritik an Medien und an den Menschen überhaupt. Ob das jetzt so gewollt war oder nicht kann ich nicht sagen, vielleicht hat Deodato mehr geschafft als er eigentlich wollte.
Ganz zu Anfang ist die Rede von den Wilden und Primitiven Menschen, die mit der modernen Zivilisation nicht mithalten können. Da kam in mir sofort der Gedanke hoch, was genau denn Gewalt und Sensationslust sei? Beides gehört zu den primitivsten was der Mensch hervorbringt und beides ist alltäglich in der modernen Welt, dazu bietet der Film beides! Der Film selber zeigt seinen Zuschauer somit schon, dass die "Wilden" und die "modernen Menschen" eigentlich garnicht so verschieden sind. Späteres Handeln von den Protagonisten unterstützt die These sogar und da meine ich nicht nur die vier Dokumentationsfilmer.
Die Eingeborenen sind dazu gar nicht so primitv wie sie eigentlich immer dargestellt werden. Auch sie haben Gastfreundschafft und sind interessiert an Kontakte knüpfen mit fremden Menschen. Klar gibt es da noch Gesetzte die in der "modernen Welt" unter menschenverachtend fallen, aber wir haben auch so angefangen, bzw. waren noch so als wir schon als "modern" gegolten haben. Eine gewissen Geschichte, die ein bisschen über 65 Jahre her ist, zeigt dies noch ziemlich deutlich.
Ich fand den Film dazu besonders medienkritisch. In dem er einen vorhällt, nicht alles zu glauben was man vorgesetzt bekommt, bzw. zu hinterfragen. Selbst die seriösisten Medien können die realität verzerren, dies sogar unbewusst, wie es im Film passiert wäre oder schon passiert ist.
Zu alledem bietet der Film natürlich noch ne ganze Menge an Gewalt, die äußerst realistisch in Szene gesetzt wurde und verantwortlich für die Deodatos Anklage war, echte Menschen für Film getötet zu haben. Zumal es neben den echten Tiertötungsszenen noch realistischer aussah.
Die Gewalt ist abstoßend, aber nicht zu übertrieben und "unnötig" (wenn man vom Tiersnuff absieht) wie in der modernen Folterwelle.
Ich setzt den Film mit einer meiner Lieblingshorrorfilme "The Texas Chainsaw Massacre" auf eine Stufe. Die Wertung geht aber wegen dem Tiersnuff nach unten. Besonders die erste Szene, die mit der Ratte oder ähnlichem hat mich äußerst mitgenommen. Es ist auch schwer, den Film deswegen zu bewerten, da die Szenen nicht schlecht sind. Nur das Wissen, dass da echte Tiere sterben, zum Teil nur der Sensationslust wegen, bringt einen faden beigeschmackt und möchte nicht gut heißen.
Eigentlich 9/10, aber so enthalte ich mich einer Wertung.
Die Cutversion, ohne die Tiertötungen würde die Wertung nicht anders machen, da es um die Tiertötung für den Film ansich geht und die Cutversion das töten nicht verhindert hat.
Sobald der Name "Cannibal Holocaust" ausgesprochen wird beginnt wieder die ewige Diskussion unter Horrorfilmfans - die einen verachten den Film wegen seines widerlichen Tiersnuffs, die anderen meinen dass dieser positiv zur Stimmen beiträge. Regisseur Ruggero Deodato hat nun ein interessantes Sta...
18.06.2011 | mehr...


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