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Was das Herz begehrt
Something's Gotta Give
USA  2003 
Drama | Komödie | Liebe/Romantik
Warner Bros. Pictures | Columbia Pictures Corporation | Waverly Films

Nancy Meyers
Nancy Meyers
Hans Zimmer
T.J. Thyne; Stewart Summers; Diane Keaton; Roxanne Beckford; Peter Spears; Susan Misner; Patrick Fischler; John H. Tobin; Amanda Peet; Melissa Keller; KaDee Strickland; Jon Favreau; Connie Sawyer; Jack Nicholson; Keanu Reeves; Frances McDormand; Paul Michael Glaser; Rachel Ticotin; Paige Butcher; Tanya Sweet; Kristine Szabo; Daniella Van Graas; Tamara Spoelder; Sonja Francis; Vanessa Haydon; Kathy Tong; Marjie Gum; Jennifer Siebel; Robert Frank Telfer; Beatrice Quinn
Inhaltsangabe
Harry Sanborn (Jack Nicholson) ist ein Playboy fortgeschrittenen Alters. Grundprinzip: Keine über 30! An reizenden Spielgefährtinnen mangelt es dem Chef eines Hip-Hop Plattenlabels wahrlich nicht. Gemeinsam mit der jungen Marin (Amanda Peet) steht ein vergnügliches Wochenende im Strandhaus ihrer Mutter an. Doch es kommt (huch!) anders als Harry denkt... Anstatt ein paar ungestörter Tage im Liebesnest zu verbringen, taucht unvermutet Marin's Mutter Erica (Diane Keaton) auf. Spontane Antipathie zwischen dem Lover ihrer Tochter und der Schriftstellerin erschweren die Lage noch zusätzlich...

Die Situation wird immer komplizierter als Harry einen Herzinfarkt bekommt. Er ist nicht reisefähig, muss also im Wochenendhaus bleiben. Während Marin durch Abwesenheit glänzt, kommen sich Harry und Marin's Mutter Erica trotz scheinbar unüberwindbarer Abneigung immer näher... Aber auch Harry's Arzt Julian (Keanu Reeves) hat ein Auge auf Erica geworfen...
Film Kritik
SOMETHING'S GOTTA GIVE ist eine Drei- .... eigentlich sogar eine Viereckskomödie, die durch ihr originelles Story-Setup viele durchwegs unterhaltsame und witzige Situationen zu bieten hat. Wer mit wem und wann? Mit dieser Kernfrage spielt der Film über weite Strecken - mehr oder weniger gekonnt - mit der Erwartungshaltung der Zuseher. Obwohl zwar die Story, als auch die Dialoge in der ersten Hälfte des Films einen gewissen Elan, Witz und charakteristischen Tiefgang versprühen, gibt sich die zweite Hälfte dann doch gängigen Genrekonventionen hin. Einfach gesagt - der Film ist solange Fun, solange Jack und Diane nicht zusammenkommen! Danach versucht eine romantische Komödie als Drama zu funktionieren, bemüht sich um emotionellen Tiefgang und scheitert dabei auf durchaus sehenswerte Art. Am Ende bleibt ein Gefühl zwischen oberflächlichen Hollywood Mainstream und neurotischen Woody Allen Flair stehen. Das Problem ist - keines von beiden ist's letztendlich wirklich!

Highlights des Films sind ohne Zweifel Jack Nicholoson und Diane Keaton! Bei diesen beiden Darstellern liegt der gesamte Unterhaltungswert und Spaß des Films. Die von ihnen portraitierten Charaktere können sich einerseits auf köstliche Art und Weise abstoßen und sind andererseits in der Lage sich in gleicher Intensität zu begehren. Keanu Reeves wird neben solchen Kalibern ganz deutlich in seine Schranken verwiesen... Ohne coole Sonnenbrillen auf der Nase stößt er deutlich sichtbar an seine darstellerischen Grenzen. Ist aber nicht schlimm - seiner Filmfigur geht's ohnehin genauso.

SOMETHING'S GOTTA GIVE wäre mitunter ein wirklich unterhaltsamer, romantischer, witziger Film geworden - würde man den Zuseher nicht zwingen sich dabei über eine Distanz von 2 Stunden plus zu schleppen. Die typische Struktur klassischer Hollywood Romantic Comedies fordert ihren Tribut - der Witz geht den Bach runter, die köstlich absurden Situationen summieren sich zum halbherzigen Liebesdrama auf und die Emotionen des Zusehers weigern sich intuitiv gegen die oberflächlich verkitschten Gefühlsduseleien des Films. Immerhin hat man das ja schon bereits X-Mal gesehen....

Im sich beinahe aufdringen Vergleich zu AS GOOD AS IST GETS scheidet SOMETHING'S GOTTA GIVE keinesfalls besser ab. Wenn man sich aber an standardisierten Konzepten noch nicht sattgesehen hat und darüber hinaus eine kleine Portion genormte Langeweile in Kauf nimmt, darf man sich an den wirklich hervorragenden Darstellungen von Jack Nicholoson und Diane Keaton erfreuen. Sonst gilt eher die Prämisse: Wir halten nicht was wir im Trailer versprechen! Aber wenigstens... ein nostalgisches Schmunzeln ist auf jeden Fall drin - Jack always gets the girl!
Kurz Kritik
(3.0/5)
(2.0/5)
(3.0/5)
(2.0/5)
(0.5/5)
(4.5/5)
(3.0/5)
Dieses Film Review wurde von Alex Bielesch erstellt.


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