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Guilala's Counterattack: Lake Toya Summit Crisis
Girara no gyakushû: Tôya-ko Samitto kikiippatsu
Japan  2008 
Komödie | Science-Fiction
Shochiku Company | Eisei Gekijo | Tornado Film | DefStar Records | Famima.com | River Top | Wedge Holdings

Minoru Kawasaki
Masazaku Migita
Yasuhiko Fukuda
Takeshi Kitano; Natsuki Kato; Toshiya Wazaki; Niclas Ericsson; Lily Franky; Hide Fukumoto; Bin Furuya; Junichi Inoue; Kazuki Katou; Eiichi Kikuchi; Susumu Kurobe; Akira Matsushita; Jun Miura; Haruo Mizuno; Yuri Morishita; Yakan Nabe; Yosuke Natsuki; Matabee Watabe
Inhaltsangabe
Japan ist der diesjährige Gastgeber des essentiellen G8-Gipfels, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Probleme der Menschheit zu bezwingen. Was aufbrausend beginnt, wird aber schnell zur öden Wortdrescherei, wie die beiden Journalisten eines billigen Boulevardblatts. Diese wenden sich ab von den Oberhäuptern der Politik, um ein neues intensiveres Abenteuer auf der schönen Insel zu finden. Auf ihrem Flanieren durch die Wälder der grünen Insel entdeckt das Paar ein mysteriöses, kleines Dorf, welches scheinbar spirituelle Tänze vorführen. Unter dem Schutz der Bäume versuchen die Reporter die Ereignisse zu dokumentieren. Doch nicht lange sollten die Beiden im Dunkeln bleiben, die schnell von dem Dorfältersten entdeckt und verbannt werden. Aber auch das kleine Dörfchen dürfte sich nicht mehr lange in der Dunkelheit der Vergangenheit verbergen. Denn was niemand an dem gehaltenen Polit-Gipfel erwartet hätte, ist eingetroffen: Ein Monster aus dem All überfällt Japan. Während die Politiker beschließen, mit vollen Waffeneinsatz das Ungeheuer in seine Dimensionen zurück zu bombardieren, versuchen die Beiden einen anderen Ansatz – und da müsse auch die merkwürdige Dorfgemeinschaft mithelfen ...
Film Kritik
Godzilla, Girara und wie sie alle heißen sind nicht mehr nur filmische Wesen. Diese Figuren des Kults haben schon längst aus dem platten Repertoire einer belichteten Leinwand gelöst, um Giganten ihres Metiers zu werden. Sie sind popkulturelle Ikonen, und das nicht nur in ihrer Heimat der aufgehenden Sonne, sondern um den ganzen Globus. So fragt man sich, was läge denn näher, denn um eine Politsatire an dem Medium „Godzilla“ zu hängen. Guilala's Counterattack: Lake Toya Summit Crisis

Es ist einfach nur schwierig mit einem Film von dem Kaliber dieses Werks umzugehen. Das Drehbuch ist nicht wirklich durchdacht. Visuell ist der Film in äußersten Maße beschränkt. Seine Figuren torkeln unmotiviert durch die platte Szenerie. Blablabla. Kurzum: Girara no gyakushû: Tôya-ko Samitto kikiippatsu, wie der Film im Original heißt, ist purstes Trash und das in seiner Reinform. Den Trashfan da draußen darf der Film diese einer Droge gleich in den siebten Himmel transportieren. Doch als Filmkritiker muss ich dieser Himmelsfahrt kurzzeitig unterbrechen. Denn für mich ist Girara no gyakushû: Tôya-ko Samitto kikiippatsu als Trash in dieser pursten aller puren Formen einfach eine Überdosis. Wenn Regisseur Minoru Kawasaki sich ein wenig anders geben würde, könnte man ihn wahrlich genießen, doch in dieser Hinsicht wird er zum Todesritt in die Hölle. Und dabei hatte der Film überraschender Weise gute Prämissen für sein weiteres Bestehen als Edeltrash. Doch bei der genaueren Untersuchung der Schlammschlacht lassen sich leider doch einige mies riechende Flecken auf der Müllkleidung des Films erkennen. Dass der Film sich und seinen Plot nicht ernst nimmt, ist schon in der ersten Sekunde vollkommen klar - und auch gut so. Wenn die Vertreter des G8-Gipfels in heroischen Posen zu der Presse schlendern, kann auch der ernsthafteste Zuschauer sein Lächeln sich nicht verkneifen. Denn hier ruht die positive Seite des Films: Absolut respektloses Auseinanderreißen der politischen „Idole“. Doch scheinbar wollte der Regisseur sein Sujet das Größere verneinen. Denn die Hauptfiguren sind leider nicht unter den völlig überzeichneten Vertreter der Weltmächte, sondern unter den unbekannten Reportern. Ein harter Stich ins eingefleischte Polit-Trashherz. Statt sich dem Liebesleben eines „Sorkozys“ oder den Liquidierungsmöglichkeiten eines russischen Pseudodiktators öfters zu präsentieren, hält Minoru Kawasaki den Zuschauern das naive (und auch schöne) Gesicht der lieblichen Kato Natsuki vor Augen – die aber leider nicht viel anderes kann, als süß zu grinsen. Zwei – neben der schönen Minoru gibt es auch noch „irgendsoeinen“ Photographen (näher kann man ihn nicht beschreiben) – derartig blasse und langweilige Protagonisten hat das Publikum schon lange nicht gesehen. Nebenan auf dem G8-Gipfeln tummeln sich die respektlosesten Persiflagen der heutigen Politik seit Team America und man sieht mehr als die Hälfte des Films jene beiden ermüdenden Hauptfiguren. Natürlich sind beide Handlungsstränge gleich sinnfrei, jedoch unterhaltsamer sind, wie immer, die Politiker.

Nachdem wir die Rückseite des stachligen Monsters begutachtet haben, wenden wir uns auch seiner herrlich billigen Schokaldenseite zu. Trotz all der (gut gemeinten) Fehler finden sich in Girara no gyakushû: Tôya-ko Samitto kikiippatsu immer wieder einige köstliche Höhepunkte, die den Film nicht nur versüßen, sondern ihm sogar zu einer Perle des Trash hätte machen können. Wie schon oben erwähnt, besitzt das Miteinbeziehen der Liga der politischen Elite, die sich als Weltretter versuchen, einen ungemeinen Charme. Dies beginnt bei Sorkozy, der stets mit seiner Angestellten flirtet und sie versucht nach französischer Manier ins Bett zu verführen, und endet bei einem kongenialen Plottwist, in dem sich auch Mao Zedong in Fleisch und Blut zeigen darf. Regisseur Minoru Kawasaki beweist – in all seiner visuellen Naivität – gerade in Bezug seiner politischen Filmgefangenen unglaubliches Geschick, diese bis in den höchsten Graden zu beleidigen. Aber auch der sowohl unerwartete, wie amüsante Kurzauftritt des japanischen Superstars Beat Takeshi ist mehr als nur Schnörksel. Er wird zu der Essenz einer der intenvisten, da humorvollsten Sequenzen des ganzen Films. Beat Takeshi in seiner Selbstpersiflage, die politischen Oberhäupter in ihren verfremdeten Selbsts und das trashige Monster, welches durch die Landschaft streift. Hier liegen die Gründen, warum Guilala's Counterattack: Lake Toya Summit Crisis eigentlich eine Größe des Trashkinos werden hätte können. In dem oberen Absatz stehen leider die Gründe, warum es nicht geschehen konnte.

Fazit:
Mit der Bewertung tut man sich hier schwer: Der Film ist in objektiven System zum Scheitern verurteilt. Aber auch in der Sichtweise eines Trashliebhabers gelingen Guilala's Counterattack: Lake Toya Summit Crisis nicht jede Pointe und so ist vieles dazu verdammt, auf der Strecke zu bleiben. Trash-Fans dürfen einen Punkt hinzufügen, alle anderen einen wiederum abziehen. Girara no gyakushû: Tôya-ko Samitto kikiippatsu verweilt irgendwo im Nirvana zwischen trashiger Kultgenialität und billiger Langeweile. Anschauenswert, aber mit Vorsicht.
Kurz Kritik
(1.5/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(1.0/5)
(2.5/5)
(2.5/5)
(1.5/5)
(2.5/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


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