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Perfect Blue
Perfect Blue
Japan  1998 
Drama | Thriller | Manga/Anime | Krimi | Mystery | Splatter
Rex Entertainment
(Österreich)
(Deutschland)
http://www.perfectblue.com/
Satoshi Kon
Sadayuki Murai; Yoshikazu Takeuchi
Masahiro Ikumi
Wendee Lee; Kirk Thornton; Mary Elizabeth McGlynn; Junko Iwao; Matt K. Miller; Steven Jay Blum; Bambi Darro; Bridget Hoffman; R. Martin Klein; Lia Sargent; Sam Strong; Jimmy Theodore; Steve Bulen; Jamieson Price; Bill Timoney; Bob Buchholz; Paul St. Peter; Barry Stigler; Rica Matsumoto; Michael Lindsay; Carol Stanzione; Shinpachi Tsuji; Richard Plantagenet; Elliot Reynolds; Masaaki Ôkura; Michael McCarty; Syd Fontana; Frank Buck; Dari MacKenie; Sven Nosgard
Inhaltsangabe
Mima ist der aufkommende Star der Pop-Band Cham. Doch ihre Agenten wollen, dass das kleine Sternchen das Film- und Fernseh-Firmament in Zukunft regieren soll. Schnell bekommt die Jungschauspieler dank geschickter Verbindungen eine Nebenrolle in einer kriminalen Drama-serie. Aber ihre Fans sehen die Entwicklung ihres Idols eher negativ – einige nehmen den Wechsel besonders hart. Immer mehr groteske Situationen passieren um die naive Mima. Sie scheint auf Schritt und Tritt von einem mysteriösen Stalker verfolgt zu werden. Bösartige Bedrohungen landen in dem Briefkasten der Unschuldigen. Brutale Morde häufen sich. Und in dem ganzen Chaos scheint die junge Darstellerin langsam, aber sicher ihren Verstand zu verlieren …
Film Kritik
Sastoshi Kon hat sich über die letzten Jahre als einer der kreativsten Köpfe am Anime-Himmel herausgestellt. Seine Werke zeigen ein unübertroffenes Maß an Originalität. Jedes Projekt, welches dieser Meister unter den Anime-Regisseuren anfässt, wird zu Gold und behält dabei eine gewisse Eigenheit. Kon präsentiert mit seinem gekonnten Millenium Actress ein subtiles Drama um das Leben einer Altmeisterin der Schauspielerei. Tokyo Godfathers ist eine wunderbar sympathische, herzerwärmende Tragikomödie. Sein letzter Film, Paprika, ist ein skurriler Thriller zwischen Traum und Realität. Doch sein Debüt ist ein intensiver Paranoia-Thirller der ersten Klasse.

Der berühmte Regisseur nahm sich für seinen Regieerstling das durchdringende Buch von dem japanischen Bestseller-Autor Yoshikazu Takeuchi als Vorlage. Die spannende Geschichte um die aufstrebende Mima stellte sich als eine perfekte Adaptionsgrundlage heraus, um einen der aufregendsten Anime überhaupt zu kreieren. Doch damit die filmische Variante eine ähnlich intensive Atmosphäre auf dem Tag legen kann, nahm sich Kon das Buch vor und veränderte einige Passagen. Gekonnt schlängelt Kon, der auch als Drehbuchautor fungierte, die tödliche Schlinge um die liebliche Hauptdarstellerin. Immer enger zieht sich die Schnurr um die Protagonisten und lässt keinerlei Hoffnung auf Entkommen. Satoshi Kon stürzt die naive Mima eiskalt in eine Welt der Paranoia. Ein kafkaeskes Universum, einem Labyrinth gleich, spannt sich um die Sängerin – kein Entrinnen in Sicht. Eine Geschichte, die aus der Feder Hitchcocks sein könnte.

Perfect Blue war ursprünglich von Rex Entertainment als eine Realverfilmung konzipiert, welcher direkt als DVD erscheinen sollte. Doch mit dem minimalen Budget von gerade Mal 3 Millionen Dollar entschied man sich um - und die Idee des Anime Perfect Blue war entstanden (Später wurde auch noch unter dem Titel Perfect Blue – Yume nara samete eine dem Buch treuere Real-Fassung gedreht). Das finanzielle Übel der Produktionsfirma war eindeutig das Glück für die Filmgeschichte. Satoshi Kon verführt mit dem nun leicht umgeschriebenen Plot den Zuschauer in ein faszinierendes Labyrinth im Stile des Großmeisters David Lynch. Schon in der ersten Minute hintergeht der gekonnte Visualist sein Publikum, indem er nicht zeigt, wo die Grenze zwischen Traum, Film und Realität gesetzt ist. Ähnlich wie in seinem letzten Meisterwerk Paprika verschwimmen die Ebenen der Realität und des Verstandes und schaffen somit einen absolut faszinierendes Sog in eine fremde Welt. Der Zuseher wird von dem kafkaesken, atemberaubenden Bilderrausch überrollt. Ein gigantischer Auftritt in die Welt der Regie.

Fazit:
Mit dem Anime Perfect Blue legte der Meisterregisseur Satoshi Kon ein interessantes Fundament für seine Karriere als Genie von Traum und Wirklichkeit. Ein traumhafter, grotesker Meilenstein in der japanischen Animationsgeschichte, der von keinem verpasst werden sollte.
Kurz Kritik
(5.0/5)
(4.0/5)
(4.5/5)
(4.5/5)
(5.0/5)
(4.0/5)
(4.0/5)
(5.0/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


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