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| Produktionsland: |
Deutschland | USA 2006 |
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| Genre: |
Drama | Krieg | Historienfilm |
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| Kinostart: |
06.04.2007 (Österreich) 05.04.2007 (Deutschland) 09.12.2006 (USA) |
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| Studio: |
Warner Bros. Pictures | Hollywood Gang Productions | Atmosphere Entertainment MM | Legendary Pictures | Virtual Studios |
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| Verleih: |
Warner Bros. (Österreich) Warner Bros. (Deutschland) |
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| Drehbuch: |
Zack Snyder; Kurt Johnstad; Michael Gordon; Frank Miller; Lynn Varley |
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| Darsteller: |
Gerard Butler; Lena Headey; Dominic West; David Wenham; Vincent Regan; Michael Fassbender; Tom Wisdom; Andrew Pleavin; Andrew Tiernan; Rodrigo Santoro; Giovani Cimmino; Stephen McHattie; Greg Kramer; Alex Ivanovici; Kelly Craig; Eli Snyder; Tyler Max Neitzel; Tim Connolly; Marie-Julie Rivest; Sebastian St. Germain; Peter Mensah; Dennis St John; Neil Napier; Dylan Smith; Maurizio Terrazzano; Robert Paradis; Kwasi Songui; Alexandra Beaton; Frédéric Smith; Loucas Minchillo |
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| Inhaltsangabe |
480 v. Chr.: Die Perser erobern unter dem Gott-König Xerxes die bekannte Welt und stehen an der Grenze Griechenlands. Ein Unterhändler der Perser bietet die kampflose Annexion Griechenlands an. Leonidas lehnt ab und tötet den Unterhändler samt seiner Begleitung. Daraufhin befragt Leonidas, nach altem Gesetz, das Orakel, bevor er in den Krieg zieht, um Sparta zu verteidigen. Der Segen wird ihm verwehrt, da ein hoher Feiertag jeden Kampfhandlung verbietet. So zieht Leonidas mit 300 ausgesuchten Kriegern seiner Leibwache "auf Wanderschaft". Sein Ziel ist es, die Übermacht an den strategisch wichtigen Thermopylen aufzuhalten.
Auf dem Weg schließen sich die Arkadier den Spartanern an. Gemeinsam wehren sie die ersten Angriffe der Perser ab. Daraufhin bittet Xerxes, der König der Perser, Leonidas zu einer Audienz und versucht, ihn zur Aufgabe zu bewegen. Lenonidas lehnt jedoch ab und schlägt mit seinen Männern auch die nächste Angriffswellen zurück. Als sich die Situation der Spartaner immer mehr verschlechtert, schickt Leonidas den verwundeten Dilios zurück, um von dem tapferen Kampf der Griechen zu berichten. Der König bleibt mit seinen verbliebenen Kämpfern zurück, um sich dem letzten Gefecht zu stellen. Ein letztes Mal schlägt er ein Angebot zu Aufgabe ab, da er lieber als freier Grieche sterben will, denn als König der Griechen unter Xerxes weiter zu leben. (Wikipedia.de) |
| Film Kritik |
Künstlerisch vs. künstlich -----
300 basiert primär auf dem 1998 erschienenen, gleichnamigen Graphic Novel von Frank Miller (SIN CITY) und erst in zweiter Hinsicht auf den historischen Gegebenheiten. Regisseur Zack Snyder, der mit dem 2004er-Remake von George A. Romero's Zombiekultklassiker DAWN OF THE DEAD sein Spielfilmdebut ablieferte, hat für 300 einen ausgeprägten visuellen Stil entwickelt, welchen er von der ersten bis zur letzten Minute konsequent durchzieht. Dazu zählt der Verzicht auf reale Locations und klassische Studiosets zugunsten komplett digital hergestellter Bildhintergründe. Der Film weist eine Farbgebung auf, die sich hauptsächlich aus zwei Schwerpunkten zusammensetzt. Einerseits sind die Bilder goldbraun eingefärbt, was ein wenig an die Sepiafarben alter Stummfilme erinnert, andererseits regieren düstere, schwarze Bilder, denen nahezu alle warmen Kontrastfarben digital entzogen wurden. Lediglich das kräftige Rot der Fahnen, des Helmschmucks und der Rüstungen, sowie das satte Rot frisch vergossenen Blutes kontrastiert die aschfahlen Gesichter der DarstellerInnen. Durch diesen eigenwilligen Stil wird 300 zu einem optisch überaus synthetisch wirkenden Film, den seine Betrachter entweder als visuell und stilistisch beindruckendes Kinoerlebnis feiern, oder als scheußlichen, hochartifiziellen Pixelkitsch verdammen werden. Diese Beurteilung liegt zweifelsohne im Ermessen des persönlichen Geschmacks, ist jedoch angesichts der knapp zweistündigen Laufzeit ein zentraler Faktor von Ge- oder Missfallens des gesamten Films!
Ist Krieg geil? -----
Die schweiß- und blutverschmierten Waschbrettbäuche der Krieger tummeln sich in spektakulären Schlachten, deren Inszenierung hektisch zwischen rasanten Zeitraffer- zu stilisierten Zeitlupenaufnahmen wechselt, abgetrennte Gliedmaßen bildfüllend auskostet und mit rauen Mengen künstlicher CGI-Blutfontänen ganz im Stil von Takeshi Kitano's ZATÔICHI wild um sich schlägt. Angesichts dieser Sequenzen möchte man fast meinen dass 300 sowohl Splatter- als auch Actionmoviefans bedienen will und mitunter auch einen Schauwert für Gay Audiences intendiert. All das könnte man mit etwas guten Willen durchaus noch als protzig inszeniertes Spektakel sehen, welches sich Unterhaltungswert um jeden Preis als Ziel gesetzt hat. Das eigentliche Dilemma des Films sehe ich jedoch abseits vordergründiger Bombastik. Inhaltlich ist 300 nämlich ein fast schon widerlich penetrantes Kriegspropagandamovie. In pathetischen Posen und machohaften, nahezu bemitleidenswert grenzdebilen Söldnergeschreis stürzen sich die feindlichen Krieger aufeinander, scharfgemacht von primitiv geschriebenen Drehbuchtexten über Ehre, Tod und Vaterland. Am Schlachtfeld zu sterben ist in 300 einfach nur bedingungs- und konsequenzlos super, und Kriege sind eigentlich was ganz besonders Geiles! Von deutschen Medien wurden angesichts der kriegsverherrlichenden Elemente des Films auch Vergleiche mit den NS-Propagandafilmen von Leni Riefenstahl angestellt, was inhaltlich zwar eher haltlos, formal und ästhetisch jedoch überaus treffend erscheint. Zack Snyder's 300 ist selbst für den mit heroischen Kriegshelden und Hei-Ho-Patriotismus reich gesegneten amerikanischen Unterhaltungsfilm eine neue Dimension kinematographischen Brainwashs. Ist 300 gar der neue Lieblingsfilm von Donald Rumsfeld...?
Alles nur Spaß? -----
Für den geneigten Zuseher stellt sich die Frage inwieweit ein offensichtlicher Unterhaltungsfilm für die Darstellung seiner Inhalte gerade zu stehen hat. Ist ohnehin alles nur Spaß, ein aufwändig inszeniertes Gaudium bei dem man tunlichst seinen Verstand an der Kinogarderobe abgeben soll? Oder ist es legitim den Subtext selbst dieser Art inhaltlich seichten Entertainments ersthaft zu besprechen? Es ist mir durchaus klar, dass 300 wohl kaum als substanzielles Historiendrama konzipiert ist. Die Frage ist jedoch, ob deshalb der Regisseur aus jedweder Verantwortung für seine Inhalte und Darstellungsweisen entlassen werden kann? Die Beantwortung dieser Frage bleibt wohl an den Kinobesucher(inne)n selbst hängen. Fakt ist jedoch, dass letztendlich beide Sicht- und Denkweisen dem Film keine überzeugend positive Sichtweise abringen werden können. Bestenfalls ist 300 ein Film den man nicht ernst nehmen kann, was nicht unbedingt eine Auszeichnung darstellt...
Fazit: Über Ge- oder Missfallen des Films werden wohl hauptsächlich entscheiden inwieweit man sich als Kinobesucher mit dem digitialen Look des Films, sowie den expliziten Splatterszenen anfreunden kann und wie man persönlich mit den kriegsverherrlichenden Darstellungen zurecht kommt. Der Rest (DarstellerInnen, Story, historischer Background), ist bestenfalls sekundär... |
| Kurz Kritik |
| Story: |
    (0.5/5) |
| Musik: |
    (4.0/5) |
| Unterhaltung: |
    (4.0/5) |
| Anspruch: |
    (0.0/5) |
| Spannung: |
    (2.5/5) |
| Darsteller: |
    (0.5/5) |
| Spezialeffekte: |
    (4.0/5) |
| Gesamt: |
    (2.0/5) |
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