Theater des Grauens

  • Informationen zum Film
  • Theater des Grauens

  • Originaltitel:
    Theater of Blood
    Genre:
    Komödie, Mystery, Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1973
    Kinostart Deutschland:
    27.09.1973
    Kinostart USA:
    05.04.1973
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Zu seiner großen Überraschung wird der auf Shakespeare-Dramen fixierte Schauspieler Edward Lionheart bei der Wahl zum Mimen des Jahres übergangen. Vom Kritiker-Kreis erniedrigt, bereitet er seinem Leben mit einem Sprung in die Themse ein Ende. Doch einige Zeit später wird ein Mitglied des Kritiker-Kreises erstochen aufgefunden. Als sich kurz darauf die Leiche eines weiteren Kritikers an ein Pferd angebunden findet, dämmert den Herren langsam, dass sie alle potentielle Opfer in einer Mordserie sind, die Shakespeare-Dramen nacheifert.

Userkritik zu Theater des Grauens

doobee
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Bewertung: 10/10 Punkte

Edward Lionheart (Vincent Price) ist ein Shakespeare-Darsteller der alten Schule und hält sich selbst für den genialsten Schauspieler aller Zeiten. Leider denken seine Kritiker ganz anders. Regelmässig zerreissen sie seine Aufführungen in der Luft und verweigern ihm schliesslich auch den Titel als bester Schauspieler des Jahres. Dies ist zuviel für Lionheart. Er stürzt sich vom Balkon in die trüben Fluten der Themse. Seine Leiche wird nie gefunden. Zwei Jahre später beginnt eine grausame Mordserie an den Kritikern, die Lionheart damals so gedemütigt hatten. Einer nach dem anderen stirbt einen schrecklichen Tod, und zwar nach Motiven aus Shakespeare’s Dramen. Ist Lionheart gar nicht tot oder ist es seine Tocher Edwina (Diana Rigg), welche diesen gnadenlosen Rachefeldzug gestartet hat?

Man nehme eine wirklich gute, skurrile Story, füge etwas Splatter und Gore hinzu, würze das Ganze mit schwärzestem Humor, schmecke es ab mit einer Riege von glänzend agierenen Darstellern und fertig ist das Meisterwerk. Regisseur Douglas Hickox liefert uns ein Feuerwerk von scharfzüngigen Dialogen und brillanten, sehr kreativen Drehbuchwendungen. Auch der Seitenhieb auf die Polizei, welche saudoof agiert und niemals auf der Höhe des Geschehens ist, ist wirklich witzig anzusehen. Die Dummheit der Polizei wird nur noch übertroffen durch diejenige der Kritiker, welche einer nach dem anderen arglos in die raffinierten Fallen tappen und ihr verdientes Ende finden. Und diese Morde sind natürlich das Herzstück des Films. Shakespeare war ein blutrünstiger Dichter und in seinen Werken wimmelt es von Mord und Totschlag in allen Variationen. Lionheart weiss nur zu gut, wie er dieses Sterben in Szene setzen kann. Ich will nicht zuviel verraten, aber der Höhepunkt ist wohl die Szene, wo einer der Kritiker, Meredith Meridew (Robert Morley), wie eine Mastgans mit Trichter im Hals mit einer „Pudel-Pastete“, zubereitet aus seinen beiden „Babies“, gefüttert wird. Einfach köstlich!

Vincent Price ist ein absoluter Gewinn. Obwohl Amerikaner ist es ihm perfekt gelungen, diesen britischen Shakespeare-Mimen in Vollendung zu verkörpern. Dies wird vor allem offensichtlich, wenn man sich die englische Original-Version anschaut. Aber auch sonst übertrifft sich Price wieder mal selbst. Er sprüht nur so vor Spielfreude und ist in verschiedenen Masken aus Shakespeare’s Dramen zu sehen. Auch die übrigen Rollen sind bis auf den kleinsten Nebenplot perfekt besetzt. Diana Rigg als Edwina Lionheart darf auch in einigen Verkleidungen auftreten, wirkt aber ansonsten beinahe etwas unterbeschäftigt.

Fazit: Brillanter, schwarzhumoriger Meilenstein des britischen Horrorkinos. Shakespeare hätte seinen Spass daran gehabt! 10/10

geschrieben am 22.12.2014 um 11:56

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ø Wertung: 9,3/10 | Wertungen: 7 | Kritiken: 2