Dorfromantik [Nintendo Switch – Review]

Entspannung an der Konsole…

Während es bei einem Großteil der Videospiele auf schnelle Reaktionen ankommt und davon auch Erfolg beziehungsweise Misserfolg abhängt, gibt es zum Glück auch die kompletten Gegenbeispiele. Denn auch wenn Titel wie „Tetris“ in den späteren Level für steigenden Blutdruck und erhöhten Puls sorgen können, sind sie im Grunde doch auch für eine Runde Entspannung gut. Wenn das Ganze dann auch noch mit ruhiger Musik, ein paar netten Effekten und einer ansprechenden Grafik gestaltet ist, könnte man am Controller fast einschlummern. 

In eine ähnliche Richtung geht hier der deutsche Indie-Titel „Dorfromantik“, welcher im vergangenen Jahr im Rahmen seines Early Access-Releases auf Steam für Furore sorgte und das Berliner Studio Toukana Interactive über Nacht bekannt machte.

Nun ist der Entspannungs-Puzzler auch für die Switch erschienen, was wir zum Anlass nahmen das Spiel auf Herz und Nieren zu prüfen.

 

 

Auf die Karte kommt es an…

Das Spielprinzip von „Dorfromantik“ ist eigentlich kinderleicht. So bekommt ihr ein – beinahe grenzenloses – Spielfeld vorgesetzt auf dem ihr sechseckige Karten platzieren müsst. Diese wiederum entsprechen verschiedenen Gebieten wie Dorf, Wald, Wasser, Bahngleis oder Feld und sollten dann eben passend zueinander platziert werden.

Die Herausforderung hierbei – zumindest außerhalb des Kreativ-Modus’ – sind die begrenzten Karten. So stellt euch das Spiel im klassischen Modus zu Beginn 40 Stück davon zur Verfügung, welche ihr in der vorgegebenen Reihenfolge möglichst schlau platzieren müsst. Doch ihr könnt euch auch weitere Karten erspielen und zwar wenn ihr Quests abschließt. So müsst ihr mal 25 Bäume, 75 Häuser oder zwölf Wasser-Teile aneinander reihen und bekommt dann für den erfolgreichen Abschluss fünf weitere Karten dazu.

Das alles wird mit Punkten belohnt, deren Zahl ihr außerdem erhöhen könnt, wenn ihr die Fähnchen auf dem Spielfeld abschließt. Diese markieren meist ein Gebiet, welches dann mit der passenden Karte richtig gegenüber den anderen auf dem Spielfeld abgegrenzt werden soll. Und das war es eigentlich schon…

„Dorfromantik“ bietet euch sechs verschiedene Modi, unter anderem mit monatlichen Herausforderungen oder unter eigens erdachten Bedingungen. Unter dem Menüpunkt „Belohnungen“ könnt ihr außerdem freigespielte Zusatz-Karten begutachten, die man durch bestimmte Quests bekommen kann.

Romantisch!

„Dorfromantik“ gefällt mit seiner aufgeräumten Optik und dem schönen Design des Spiels. So sind die Karten detailliert gestaltet und einige davon überraschen mit animierten Tieren oder Fahrzeugen. Für weitere Abwechslung fürs Auge sorgen die unterschiedlichen Jahreszeiten und Lichtstimmungen, die man auch separat anwählen kann. Wer mobil spielt, könnte mit der Zeit sicherlich von der kleinteiligen Optik etwas überfordert sein, beziehungsweise muss man hier und da mal näher ranzoomen. 

Die Steuerung ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber schnell gelernt und kann auf Wunsch auch mit einigen Befehlen über den Touchscreen der Switch kombiniert werden. Technisch ist „Dorfromantik“ eigentlich recht positiv aufgefallen, lediglich beim automatischen Speichern hatte der Titel hin und wieder einen Schluckauf und stoppte kurz.

Der Entspannungsfaktor wird auch in Sachen Akustik groß geschrieben. Denn neben ländlichen Geräuschen wie Vogelzwitschern oder dem Muhen einer Kuh, sind immer wieder mal ruhige und relaxende Musikstücke zu hören.

 

  • Inhalt
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.4

FAZIT: Eines der großen Switch-Highlights 2022!

Auch wenn „Dorfromantik“ ein eher kleinerer Titel ist, hatte ich in diesem Jahr noch keinen solch großen Spaß mit einem Switch-Spiel wie mit diesem. Gerade im mobilen Modus lädt das Game dazu ein, sich mit der Konsole auf dem Sofa zu parken und in ein paar entspannten Partien die perfekte Dorf-Landschaft zu bauen.

Dabei steht die Highscore-Jagd erst einmal im Hintergrund, ist aber natürlich ein kluges Mittel, um zu immer neuen Runden zu animieren. Zusätzlich dazu gibt es ja auch noch einige andere Modi, in denen man sein Können außerdem unter Beweis stellen kann.

Zu diesem tollen Spielerlebnis trägt natürlich auch die audio-visuelle Seite bei, die zum einem mit ihren detailreichen Karten, zum anderen aber auch mit der entspannenden Musik und den klugen Soundeffekten glänzt. Das Geräusch einer erledigten Quest ist schon fast Belohnung genug! Selten hat ein Spiel das Prädikat „pures Relaxen“ so sehr verdient wie „Dorfromantik“. Wer an der Konsole auch mal abschalten will und nicht immer von Feinden oder tiefen Abgründen zu immer anspruchsvolleren Höchstleistungen getrieben werden will, sollte hier unbedingt zugreifen. Euer Herz wird es auch danken!

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Über Christian Suessmeier 3099 Artikel
Nachdem ich schon in jungen Jahren Prinzessinnen aus den Klauen bösartiger Reptilien rettete und mich mit einem kleinen Raumschiff durch das Weltall ballerte, ließ mich die Faszination Videospiele nicht mehr los. Besonders japanische Spiele haben es mir angetan, außerdem war ich auch immer ein großer Fan von spezielleren Konsolen wie dem Sega Saturn. Ein Herz für Außenseiter quasi! In Sachen Spielen verehre ich die "Yakuza"-Reihe, mag filmische Abenteuer wie "The Last of Us" und absolviere gerne mal eine Partie "PES" zwischendurch. Ansonsten schlägt mein Herz aber auch für den japanischen Film, Regisseure wie Shion Sono, Shinya Tsukamoto oder Takeshi Kitano sind einfach Gold wert. Weiterhin investiere ich meine Zeit aber auch gerne in Comics und dem kreativen Arbeiten(Schreiben, Zeichnen...).

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