Zocken ohne Dock – Das Brook Switch HDMI-Kable im Test

Fluch und Segen

Die Mobilität der Nintendo Switch hat ihre Licht- und Schattenseiten. So kann man das gute Stück überall mit hin nehmen und dort seine Lieblingsspiele zocken, will man das Gerät aber an einen TV anschließen benötigt es zwingend eine Dockingstation. Diese kann man zwar auch offiziell von Nintendo nachkaufen, kostet aber doch eine ganze Stange Geld für so ein bißchen Plastik und ein paar Anschlüsse. Recht schnell gab es daher Docks von Drittherstellern, die aber oft nicht so ganz der gängigen Qualität entsprachen und – glaubt man Berichten im Netz – hin und wieder sogar zu defekten Konsolen führten.

Das Minimum

Umso interessanter ist nun die Lösung des Zubehörspezialisten Brook, die das Ganze auf eine kabelgebundene Variante reduziert haben. Deren Switch HDMI-Kabel besteht aus zwei USB-C-Anschlüssen für die Konsole selbst und den Netzadapter und einem HDMI-Stecker für den TV. Das war es schon…doch bringt das Kabel auch das gewünschte Ergebnis?

Jein. So ist die Installation kinderleicht und nach wenigen Minuten hängt die Switch nun also an dem Kabel und steht nicht mehr im Dock. Das transportierte Bild unterscheidet sich auf dem ersten Blick nicht von der regulären Lösung mit dem Dock, beim Spielen von „Mario Golf: Super Rush“ fällt jedoch etwas Unangenehmes auf. So scheint das System kleine Probleme mit der Auflösung beziehungsweise der Bildschirmgröße zu haben. Denn an jeder Seite fehlen ein paar Bildinformationen. Zwar handelt es sich dabei wirklich nur um ein paar Millimeter beziehungsweise Zentimeter, dennoch unschön. Ein Test mit anderen Spielen brachte das selbe Ergebnis…also ab in das Menü der Switch und die Bildschirmgröße auf 96% reduziert. Somit konnte man nun alles sehen, beim Spielen über das Dock musste man aber wieder die alte Bildschirmgröße einstellen. 

Verarbeitet ist das HDMI-Kabel von Brook sehr gut. Die Kabel sind ummantelt und so vor Brüchen geschützt, auch die Stecker wirken hochwertig und sitzen fest in den jeweiligen Anschlüssen. Selbst der Netzadapter, an dem manche Hersteller gerne mal sparen, wirkt nicht billig und fasst sich gut an. Sehr lobenswert.

Alles in allem ist diese kabelgebundene Lösung von Brook perfekt für diejenigen, die ihre Switch auch mal im Urlaub oder bei Freunden am TV betreiben wollen, dabei aber nicht alles an Zubehör mitschleppen wollen. Der Preis ist mit knapp 30,-€ vielleicht ein paar Cent zu teuer, allerdings zahlt man für das Original-Dock der Switch mehr als das Doppelte.

Bevor jetzt Fragen aufkommen: nein, mit diesem Kabel kann auch die Switch Lite nicht an einem TV betrieben werden. Der Handheld-Konsole fehlen dafür schlichtweg die technischen Komponenten. 

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Über Christian Suessmeier 1589 Artikel
Nachdem ich schon in jungen Jahren Prinzessinnen aus den Klauen bösartiger Reptilien rettete und mich mit einem kleinen Raumschiff durch das Weltall ballerte, ließ mich die Faszination Videospiele nicht mehr los. Besonders japanische Spiele haben es mir angetan, außerdem war ich auch immer ein großer Fan von spezielleren Konsolen wie dem Sega Saturn. Ein Herz für Außenseiter quasi! In Sachen Spielen verehre ich die "Yakuza"-Reihe, mag filmische Abenteuer wie "The Last of Us" und absolviere gerne mal eine Partie "PES" zwischendurch. Ansonsten schlägt mein Herz aber auch für den japanischen Film, Regisseure wie Shion Sono, Shinya Tsukamoto oder Takeshi Kitano sind einfach Gold wert. Weiterhin investiere ich meine Zeit aber auch gerne in Comics und dem kreativen Arbeiten(Schreiben, Zeichnen...).

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