Zombie 2 - Das letzte Kapitel

  • Informationen zum Film
  • Zombie 2 - Das letzte Kapitel

  • Originaltitel:
    Day of the Dead
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1985
    Kinostart Deutschland:
    20.08.1987
    Kinostart USA:
    19.07.1985
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Die lebenden Toten haben die Welt überrannt. Nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Soldaten haben sich in
    einem verlassenen Raketensilo verschanzt. Die einzige Hoffnung, die sie zum Überleben haben, ist es, einen Weg zu finden,
    die Zombies zu kontrollieren - oder auszurotten. Ein verrückter Wissenschaftler, Dr. Logan, den seine Kollegen
    "Frankenstein" nennen, stellt diverse Experimente mit gefangenen Zombies an. Seine Hoffnung, den Durchbruch zu
    erlangen, liegt in einem Zombie, der noch etwas Menschlichkeit in sich behalten hat. Auf dem klaustrophobisch engem Raum
    kommt es jedoch auf Dauer zunehmend zu Konflikten zwischen Militärs und Zivilisten, und irgendwann kommt der düsterste
    Tag, den die Welt je gekannt hatte...

Userkritik zu Zombie 2 - Das letzte Kapitel

Seelenvampir
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 8/10 Punkte

Inhalt: Die Erde wird überrannt von blutdurstigen Untoten. Durch die menschenleeren Städte geistern die Zombies auf der Suche nach frischem Fleisch.
Einige Überlebende können sich in einem unterirdischen Bunkersystem verstecken. Dort versucht das Militär zusammen mit Wissenschaftlern eine Lösung gegen die Zombie-Übermacht zu finden. Aber die Spannung zwischen Soldaten und Zivilisten wächst immer weiter und es kommt zur Katastrophe...


Kritik: Als ich den Film 1987 zum ersten Mal im Kino sah (ich kann mich gut daran erinnern, weil es mein erster Kinobesuch war, zu dem ich mit meinem ersten, eigenen Auto gefahren bin!), war ich schwer enttäuscht und konnte kaum glauben, was ich dort ansehen mußte. Ich fand den Streifen langweilig und viel zu Actionarm. Heute, fast 25 Jahre später, habe ich den Film zum x-ten Mal gesehen und finde ihn zumindest etwas besser als damals. Ok, die damalige Kinofassung war natürlich stark gekürzt und es fehlten dadurch selbstverständlich ein paar gute Szenen. Heutzutage ist es ja glücklicherweise kein Problem mehr, sich alle Filme ungeschnitten zu besorgen. Damals hatte ich noch keine Ahnung, daß der Film stark geschnitten im Kino lief.

Tja, trotz der Tatsache, daß ich natürlich die ungeschnittene Fassung gesehen habe, kann mich der dritte Teil der „...of the Dead“ Reihe von George A. Romero nicht überzeugen. Schon 1987 war ich darüber sehr enttäuscht, daß die Story nicht an den grandiosen Vorgänger „Dawn of the Dead“ anschließt, dabei gab es doch ein so schön offenes Ende. Leider sagt mir die Story von „Day of the Dead“ nicht wirklich zu, denn ich finde sie teilweise recht dämlich. Klar, der Zombie „Bub“ ist schon eine Kultfigur, dennoch hatte ich eine wesentlich härtere Story erwartet. Die Protagonisten der gemischten Gruppe (Wissenschaftler und Militär) wirken fast alle wenig authentisch, da sie sich in ihrer Situation sehr irrational verhalten. Natürlich befinden sie sich in einer Extremsituation, doch selbst der schwächste Geist sollte wissen, daß man in solchen Situationen zusammenhalten muß. Die Experimente von „Dr. Frankenstein“ sorgen zwar für einige coole Bilder, und mit Beteiligung von „Bub“ auch für einige lustige Szenen, sind aber in Anbetracht der Lage ziemlich unsinnig. Die gezeigten Experimente und die dazugehörigen Erklärungen von Dr. Logan („Dr. Frankenstein“), haben aber auch einige positive Aspekte. So wird z.B. recht detailliert auf die Zombies eingegangen, wobei deren Wesen erklärt wird. Wie schon gesagt, kommen dabei ein paar sehr schöne Szenen zustande. Hier konnte sich Tom Savini richtig austoben, denn die Experimente des liebenswerten und gleichzeitig etwas wahnsinnigen Dr. Logan, sind schon sehr skurril. Er geht quasi über Leichen um sein unsinniges Ziel zu erreichen, die Zombies zu erziehen und dadurch zu kontrollieren.

Der Härtegrad ist ganz ordentlich und steigt zum Ende hin noch deutlich an. Ich muß aber eindeutig sagen, daß mir die tollen Headshots und Beiß-/Freßszenen aus „Dawn of the Dead“ sehr fehlen. Zwar sind die F/X wieder vom Großmeister Tom Savini und die Technik ist ja auch sieben Jahre weiter (zwischen „Dawn of the Dead“ und „Day of the Dead“ liegen sieben Jahre), dennoch gefallen mir viele Effekte aus dem Vorgänger besser! Auch ist die Anzahl der harten Szenen deutlich geringer und dadurch ist der Film in meinen Augen nicht so sehenswert wie der letzte Teil. Nein, schlecht sind die gebotenen F/X wirklich nicht, nur hätte es deutlich mehr sein können/müssen! Die Masken der Zombies sehen auch schon um einiges besser aus, als die blau geschminkten Gesichter im sieben Jahre älteren Prequel. Obwohl ich dazu sagen muß, daß ich die blauen Gesichter garnicht so schlecht finde!

Man kann vielleicht sagen, daß es sich um einen etwas anspruchsvolleren Film handelt, der mit vielen Dialogen aufwartet, doch eben diese Dialoge sorgen teilweise für einige Längen. Die Mischung ist ja nichtmal schlecht, doch hätte ich mir mehr Härte erhofft. Auch diesmal hat George A. Romero einiges an Gesellschaftskritik in seinem Film untergebracht. Anstatt gemeinsam stark zu sein, schafft es die Gruppe (ausgehend von den starrköpfigen Militärs) sich selbst zu vernichten. Der Mensch ist der schlimmste Feind des Menschen!

Auch die Atmosphäre kann dem Vorgänger nicht das Wasser reichen! Die ersten Minuten, wo die menschenleere Stadt gezeigt wird, sind absolut klasse, doch bleiben diese Szenen eine Ausnahme. Gerade die Städte hätten sehr viele Möglichkeiten geboten. Die Handlung beschränkt sich im weiteren Verlauf leider nur noch auf das unterirdische Bunker- und Höhlensystem. In dieser Höhle spielt eine längere Sequenz, die allerdings ziemlich kläglich ausfällt. Hier wurde eine gute Chance verpasst, die klaustrophobische Enge und die Dunkelheit dieser Location perfekt auszunutzen.

Die Schauspieler machen ihre Sache zwar sehr gut, doch finde ich die meisten Figuren nicht besonders gelungen. Dr. Logan und Captain Rhodes (sowie eigentlich alle Soldaten) werden nach meiner Meinung stark überzogen dargestellt. Dieses Overacting mag zwar zur gesellschaftskritischen Handlung passen, mir gefällt es aber nicht wirklich gut. Die Figuren wirken einfach nicht realistisch.


Bewertung: Nach dem fantastischen „Dawn of the Dead“ hatte ich auf eine ähnlich starke Fortsetzung gehofft, leider konnte George A. Romero das Niveau des Vorgängers nach meiner Meinung nicht halten. Sehenswert ist der Streifen definitiv, denn obwohl er in meinen Augen nicht so stark ist wie der letzte Teil, so ist er trotzdem deutlich besser als ein Großteil anderer Genrekollegen. Wirklich interessant ist die Figur des "Bub", der zu einer kleinen Kultfigur geworden ist.

7,5/10 Punkte

geschrieben am 04.11.2011 um 11:52

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Zombie 2 - Das letzte Kapitel

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Cover

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 39 | Kritiken: 3