Halloween II

  • Informationen zum Film
  • Halloween II

  • Originaltitel:
    Halloween II
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart USA:
    28.08.2009
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Michael Myers ist tot! So lautet jedenfalls die offizielle Aussage der Polizei. Doch Laurie Strode, die Michaels brutales Massaker überlebt hat, ist sich sicher: er lebt und wird wieder zuschlagen. Aber obwohl seine Leiche niemals gefunden wurde, will niemand Laurie glauben. Als ein Jahr später die Straßen von Haddonfield wieder mit orangefarbenen Kürbisköpfen geschmückt sind, geschieht der erste grauenvolle Mord. Laurie weiß sofort, dass Michael zurückgekommen ist, um sie diesmal endgültig zu töten. Und Michael Myers wird Halloween in den blutigsten Tag des Jahres verwandeln.

Userkritik zu Halloween II

logge1002
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Bewertung: 10/10 Punkte

Rob Zombies Filme haben schon immer die Gemüter erregt, sei es sein total abgedrehter Erstling Haus der 1000 Leichen, oder dessen Fortsetzung The Devil’s Rejects, nicht immer traf er die Geschmäcker der Horrorgemeinde. 2007 war es dann soweit, Rob Zombie bescherte uns Halloween, das Remake zum Horrorklassiker von 1978. Nach anfänglicher Skepsis seitens der Fans, wurde das Remake dann doch recht gut angenommen. 2 Jahre später kam dann die Fortsetzung. Wieder von Zombie und die Erwartungen waren hoch. Konnten sie allerdings erfüllt werden?

Michael Myers ist tot. So endet Teil 1. Laurie Strode konnte mit letzter Kraft entkommen, nachdem sie mit ansehen musste wie ihre Freundin Linda von Myers umgebracht wurde und wie Anni im Sterben lag. Mit schweren Verletzungen wird Laurie ins Krankenhaus von Haddonfield gebracht und dort wieder zusammengeflickt. Auch Anni wird versorgt und kann dem Tod entkommen. Doch auch Myers hat es geschafft dem Tod zu entrinnen und so macht er sich auf Laurie erneut zu besuchen. Die Ereignisse im Krankenhaus stellen sich aber nur als Albtraum von Laurie heraus. 1 Jahr (im Director’s Cut 2 Jahre) ist seit den Ereignissen von Teil 1 vergangen. Laurie lebt nun bei Annie und dessen Dad. Sie hat die Ereignisse noch nicht ganz überwunden. Und pünktlich zu Halloween macht sich Michael Myers wieder auf den Weg nach Haddonfield, um seiner kleinen Schwester einen Besuch abzustatten.

Halloween 2 ist an sich schon ein schwieriges Kapitel in der Laufbahn von Rob Zombie. Zunächst einmal waren die Fans voller Hoffnung, hier einen würdigen Nachfolger zu seinem Remake zu bekommen. 2009 schickte Zombie die Kinofassung von Halloween 2 in die Kinos. Nach der anfänglichen Freude vieler Fans, durch die Szenen im Krankenhaus, kehrte sich schnell in Unmut, als Zombie nach den ersten 20 Minuten ein gänzlich anderes Bild von Halloween 2 vermittelte. Nichts erinnerte ab dem Zeitpunkt an die ersten Halloween 2. Die Story drehte sich von nun an, um Lauries Verarbeitung der Geschehnisse von Teil 1. Etwas, was Teil 2 im Original nie zeigte. Die Fans waren entsetzt. Zudem zeigte der Film viele surreale Szenen, die im Kontext von Halloween nicht wirklich passten. Aber das Zombie sich noch nie um die Meinung anderer scherte, dürfte in der Horrorgemeinde eigentlich bekannt sein. Nach einiger Zeit wurde allerdings klar, dass Zombie uns auch diesmal wieder einen Director’s Cut bescheren würde, hier flammten die Hoffnungen der Fans noch einmal auf. Doch anstatt etwas mehr vom Feeling des ersten Halloween 2 einzufangen, drehte Rob Zombie noch mehr auf und steuerte den Film in eine noch härter Richtung als vorher. Der Director’s Cut zeigt besonders Laurie, als viel geschädigter. Sie kann die Ereignisse von Teil 1 nicht verarbeiten und auch Annie hat mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Somit machte Zombie Halloween 2 noch düsterer als in der Kinofassung.

Der Film an sich hat allerdings auch einige Stärken, auf die man sich allerdings einlassen muss. Man sollte Halloween 2 nie als ein Remake zu dem ersten Halloween 2 sehen, sondern als Fortsetzung zu dem ersten Halloween (von Zombie), da er die Story fortsetzt, sich dann aber auch auf neuen, unbekannten Wegen bewegt. Die Schauspieler sind größtenteils vom Erstling übernommen. Scout Taylor-Compton kehrt als Laurie zurück und hat in meinen Augen viel mehr Charisma als Jamie Lee Curtis, die für die Rolle eines Jugendlichen irgendwie zu alt wirkte. Auch Danielle Harris ist wieder mit dabei und spielt Annie einfach grandios. Sie versucht das Ganze zusammen zuhalten, versucht Laurie Kraft zugeben. Doctor Sam Lumis wird wieder von Malcolm McDowell verkörpert, der in diesem Teil zeigen kann, wozu er in der Lage ist. Lumis ist inzwischen ein richtiges Arschloch geworden, dass sich nicht darum schert wie die Überlebenden (und Toten) die Ereignisse des ersten Teils verarbeitet haben. Ihm geht es um Ruhm und Geld. Der Junge Michael wird nicht mehr von Daeg Faerch, sondern von Chase Vanek gespielt. Die Entscheidung mag zuerst befremdlich erscheinen, besonders wenn man Teil 2 im Anschluss zu Teil 1 schaut, doch Chase macht die Sache ausgezeichnet und wirkt noch harmloser, wodurch die Vorstellung er sei ein Mörder noch besser rüberkommt.

Die Musik von Tyler Bates, welcher sich inzwischen in Hollywood einen Namen als Soundtrack-Komponist gemacht hat, passt mal wieder wie die Faust aufs Auge. Seine Variation der Halloween-Theme gehört für mich zu dem Besten, was ich je gehört habe. Hart, kompromisslos und fast surreal wirkt seine Fassung der bekannten Töne. Aber auch der restliche Soundtrack ist stets dunkel und passend. Auch die Musik von Captain Clegg, eine Band die Zombie extra für den Film erschaffen hat und die sich an einen alten Horrorfilm anlehnt, ist sehr schön anzuhören und dürfte für Horrorpunk-Rockabilly-Fans durchaus ein Hochgenuss sein. Die Kamera fängt traumhafte Bilder ein, oftmals zeigt uns Zombie fast surreale Bilder die im Kontext, zwar irgendwie merkwürdig wirken, aber doch passen. Bestes Beispiel hierfür dürfte die Dinnerszene mit Familie Myers sein, die einige merkwürdige Gestalten zu bieten hat. Da diese Szene beim ersten Mal aber eine solche Wirkung hat, möchte ich hier nicht zu viel verraten. Man muss sich aber von vorne herein darauf einstellen, überrascht zu werden und sollte daher offen für surreales sein.

Die Effekte sind wieder einmal aller erste Sahne. Wie auch Teil 2 im Original, bietet auch Zombies Halloween 2 einige sehr harte Kills. Die Kills vom ersten Halloween 2 waren für damalige Verhältnisse außergewöhnlich, z.B. die Rasierklinge im Mund, doch heutzutage kann man damit keine Herzen der Horrorfans mehr gewinnen. Zombie hat sich daher einiges einfallen lassen, besonders am Anfang geizt der Film nicht mit harten Kills und blutigen Einstichen mit dem Messer von Michael. Danach nimmt er sich etwas zurück, bringt jedoch in regelmäßigen Abständen immer wieder einen harten Kill, sodass Genrefans nie langweilig wird. Die Atmosphäre spielt in dem Film aber eine weitaus höhere Rolle, als die reinen Effekte. Besonders im Director’s Cut, auf den ich mit jetzt eher beziehen möchte. Durch die Entscheidung Laurie die Ereignisse verarbeiten zu lassen, fühlt man sich als Zuschauer stets machtlos und entkräftet. Laurie kämpft mit ihren Dämonen. Hier finde ich die Entscheidung von Zombie gut, Laurie und Michael in einer Art inneren Verbindung leben zu lassen. Laurie ist immer mit Michael verbunden, bemerkt dies allerdings nicht und wird somit immer weiter ihrer Aggression ausgesetzt. Wie Michael am Anfang von Halloween 1. Man merkt also, dass Laurie denselben Weg gehen wird wie ihr Bruder. Das Ganze gipfelt dann in einem Schluss der poetischer nicht sein könnte. Hier muss man sagen, dass das Ende vom Director’s Cut, zwar nicht so bluttriefend wie das der Kinofassung ist, dafür aber viel mehr Atmosphäre bietet.

Zur Dvd möchte ich auch noch kurz ein Wort verlieren. Die deutsche DVD und Bluray wird mit der Aufschrift Director’s Cut vermarktet, hat allerdings nur eine Fsk 18-Freigabe. Der geneigte Horrorfan sollte hierbei schon stutzig werden. Der Film ist in Deutschland um ganze 5 Minuten geschnitten. Danach brachte uns Ascot eine neue DVD über die Schweiz mit der Aufschrift Uncut. Diese erhielt einen Spio/JK-Freigabe und auch hier musste der Film noch 1 Minute entbehren. Jedoch gibt es seit gut einem Jahr eine Uncut-Fassung welche über Illusions vermarktet wird. Die DVD bietet die Kinofassung, sowie den Director’s Cut des Films, samt Bonusdisc von der deutschen Cut-DVD. Die Bluray bietet Kinofassung und DC auf einer Scheibe und die bekannte Bonusdisc. Das Bild der Bluray ist außergewöhnlich gut geworden und weiß zu gefallen, auch wenn hier auf Grund von Zombies Version des Films, das Ganze sehr dreckig und düster ausgefallen ist. Aber auch die DVD hat ein gutes Bild und kommt zudem in Form einer Pappbox im Stile des ersten Teils (von Senator veröffentlich). Man hat als Fan, also eine recht einfache Wahl, da es nur eine Uncutfassung mit deutscher Sprache gibt.

Fazit: Außergewöhnlicher Halloween Teil, der die Fans des ersten Halloween 2 wohl stark schockiert, auf Grund der freien Herangehensweise, jedoch genau das bietet was man hinter einen Rob Zombiefilm erwartet. Für Horrorfans mit offenem Geist durchaus empfehlenswert und auf Grund der düsteren Herangehensweise auf jeden Fall der härteste Halloweenfilm den es gibt!

Meine Wertung: 10/10 Punkten für ein Meisterwerk, besonders im Director’s Cut!

geschrieben am 28.09.2011 um 09:25

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 42 | Kritiken: 3