Live Evil

  • Informationen zum Film
  • Live Evil

  • Originaltitel:
    Live Evil
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009

Userkritik zu Live Evil

Seelenvampir
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Bewertung: 6/10 Punkte

Inhalt: Der Priester ist ein Vampirjäger. Er ist gewillt, ein Leben in Sünde zu verbringen, um das Böse zurück in die Hölle zu schicken. Nun jagt er eine Vampir-Clique, die sich auf der Suche nach reinem Blut auf nach Los Angeles macht. Denn Vampire können nur reines, nicht von Krankheiten oder Umwelteinflüssen kontaminiertes Blut verzehren. Doch solch reines Blut zu finden, wird in der selbstzerstörerischen Gesellschaft der Menschen immer schwerer. Benedict ist der älteste Vampir der Gruppe, der den Aufstieg und Fall seines Geschlechts miterlebt hat. Er liebt die immer mehr außer Kontrolle geratene Sidney. Yael ist ein früher Stummfilmstar, der noch immer damit hadert, dass der Ton seine Karriere vernichtete. Sie alle wollen zu Max, einem Blut-Dealer, der noch reine Ware besitzt. Doch der Priester ist ihnen auf den Fersen. Und er will Blut fließen sehen...


Kritik: Obwohl es sich hier um einen B-Movie handelt, der teilweise nur wie ein sehr guter Amateurfilm aussieht, hat er mir besser gefallen als erwartet. Nein, es handelt sich bei Live Evil nicht unbedingt um eine versteckte Perle im Vampir-Genre, er unterhält aber doch ganz gut. Gerade im Vampir-Genre gibt es deutlich lahmere Vertreter, ich sage nur Twilight!

Man merkt dem Film zwar jederzeit das geringe Budget (ca. 400.000 Dollar) an, jedoch hat Regisseur Jay Woelfel recht viel aus dem Geld gemacht. Ich habe schon viele Filme gesehen, wo mit sehr viel mehr Geld, sehr viel weniger Unterhaltung produziert wurde. Ich bin zwar kein ausgewiesener Trash-Fan, doch Live Evil kann sich durchaus sehen lassen.

Von Beginn an wird ein Splatterfeuerwerk abgebrannt, daß das Herz eines Gorehounds höher schlagen läßt. Fairerweise muß ich sagen, daß nicht alle Effekte gut gelungen sind. Nein, manchmal kann man doch deutlich erkennen, daß es sich teilweise um Puppen handelt. Die F/X kosten natürlich auch Geld, was bei dem oben genannten Budget sicherlich nicht unbegrenzt zur Verfügung stand. Wer mit den Abstrichen leben kann, der bekommt seeehr viel Gematsche, abgeschlagene Köpfe und vieles mehr zu sehen. Die Bandbreite der blutigen Szenen ist sehr groß.

Die Story finde ich auch recht gelungen, sie hätte allerdings etwas mehr Tiefe gebrauchen können. Anfangs fragt man sich, welche Beweggründe der Priester für seine Vampirjagd hat, denn der Film fängt unmittelbar mit einer Jagd an. Die Aufklärung passiert sehr langsam in Rückblicken und wird erst kurz vor Schluß abgeschlossen. Durch diese langsame Aufklärung wirkt die Handlung etwas zusammenhanglos, was zuerst etwas störend wirkt. Wenn die Action aber erstmal richtig losgeht (was recht schnell passiert), verschwindet dieser Störfaktor. Nach und nach folgt dann ja die Erklärung.

Witzig finde ich übrigens den Vampir, der mit sehr starkem Schweizer Akzent spricht. Er war früher ein Stummfilmstar, dessen Karriere mit dem Tonfilm zu Ende ging, weil sein Akzent zu stark war.
Es tummeln sich auch sonst sehr viele skurrile Gestalten in dem Streifen, was ich richtig klasse finde. Derbe Sprüche und etwas nackte Haut sind ebenfalls vorhanden, es ist also richtig abwechslungsreich.

Unter den Darstellern finden sich übrigens zwei bekannte Gesichter: Ken Foree und Tim Thomerson.
Die beiden alten Haudegen liefern eine anständige Leistung ab, wobei Ken Foree nur eine kleine Rolle hat. Er hatte allerdings auch als Associate Producer seine Finger im Spiel. Die restlichen Darsteller halten sich auch ganz gut, da gibt es nicht viel zu meckern.


Bewertung: Ein B-Movie der viel Splatter und Action bietet und besser ist als sein Ruf. Live Evil ist nicht nur für Trash-Fans interessant, mich hat er jedenfalls recht kurzweilig unterhalten. Wer mit einigen Mängeln in der Qualität leben kann, sollte sich die Scheibe für kleines Geld besorgen!

6,5/10 Punkte

geschrieben am 18.09.2011 um 21:38

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ø Wertung: 5/10 | Wertungen: 4 | Kritiken: 3