Videodrome

  • Informationen zum Film
  • Videodrome

  • Originaltitel:
    Videodrome
    Genre:
    Thriller, Sci-Fi, Fantasy, Mystery
    Produktionsland:
    Kanada
    Produktionsjahr:
    1983
    Kinostart USA:
    04.02.1983
  • Inhalt
  • Inhalt:
    In diesem Film von David Cronenberg, dem Spezialisten für Science-Fiction-Horror, geht es um eine Fernsehsendung, die ihre Zuschauer verführt und manipuliert, um auf diabolische Weise Kontrolle über sie auszuüben…

Userkritik zu Videodrome

Seelenvampir
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Bewertung: 7/10 Punkte

Inhalt: Max Renn ist Teilhaber einer privaten Fernsehgesellschaft, die vor allem Pornos und Gewaltfilme ausstrahlt. Eines Tages stößt er auf eine neue Horror-Sex-Show: Videodrome. Er versucht, an die Hintermänner der Produktion heranzukommen. Dabei lernt er die Psychologin Nicki kennen, die ihm bei der Suche helfen will. Als die Bänder endlich in seinem Besitz sind, stellt Max entsetzt fest, daß Videodrome bei ihm und allen anderen Zuschauern schreckliche Veränderungen verursacht. In diesem Alptraum fließen Wirklichkeit und das bunte Geflimmer auf dem Fersehschirm zu einer schrecklichen Einheit zusammen...


Kritik: Sehr schwer verdauliche Kost von David Cronenberg.
Es ist definitiv kein Film, bei dem man einfach nur Spaß haben kann. Die Story ist komplex und nicht nach Schema F gestrickt. Man könnte Videodrome schon fast als leicht psychedelischen Thriller mit kleinen Horrorelementen bezeichnen. Eine große Portion Medienkritik wird ebenfalls deutlich, da die Fernsehmacher für neue, quotensteigernde Formate quasi über Leichen gehen. Beim Thema Medienkritik muß man bedenken, daß der Film von 1983 ist! Die Thematik ist heute noch aktueller als damals, wo die Medienwelt noch fast „harmlos“ war. In diesem Punkt kann man Cronenberg fast visionäre Fähigkeiten zuschreiben.
In der Story verschwimmen Realität und Vision oft, wodurch man irgendwann nicht mehr genau weiß, was jetzt real passiert. Was dem Film auf jeden Fall fehlt, ist eine richtige Auflösung der ganzen Geschehnisse. Am Ende ist man sich nicht wirklich klar darüber, was jetzt genau passierte und was nicht. Hier hat Cronenberg nach meiner Meinung die Story nicht vernünftig zu Ende gedacht.

Die Story wird sehr langsam aufgebaut und dadurch wird es erst nach ca. 40 Minuten richtig interessant. Der Storyaufbau ist aus heutiger Sicht schon recht zäh und nicht wirklich spannend. Irgendwie hatte ich das Szenario viel besser in Erinnerung. Na ja, ich habe den Film auch schon sehr viele Jahre nicht mehr gesehen, wahrscheinlich war ich damals noch nicht so von den visuellen Medien umgeben. Cronenberg beschreibt detailliert, das Gewalt für die Programmacher nur ein Mittel zum Zweck ist. Die Wirkung der Gewalt läßt er in diesem Fall einen der Verantwortlichen selbst erleben, der immer tiefer in den psychischen Abgrund gerissen wird. Wie schon gesagt, bin ich der Meinung, daß einfach noch viel fehlt. Der Film ist unfertig.

Eine besonders hohe Spannung kann ich Videodrome auch nicht attestieren, sie bewegt sich nur auf mittlerem Niveau. Da in der ersten Hälfte kaum etwas passiert, reicht das Finale nicht aus, um die Spannung deutlich anzuheben.
Mit der Atmosphäre verhält es sich ähnlich. In dem Moment, wenn Realität und Vision (Wahn?) zum ersten Mal vermischt werden, steigt die Atmosphäre genau wie die Spannung an. Bis zum Ende kann die Atmo dann auch aufrechterhalten werden, obwohl die Story dann etwas zu wirr wird.

Löblich hervorheben muß man die F/X und die beiden Hauptdarsteller James Woods und Deborah Harry.
Die F/X-Crew zaubert ein paar schöne Effekte auf den Schirm, wovon ich gerne viel mehr gesehen hätte!


Bewertung: Wie soll man diesen Film bewerten? Es ist ein visionäres Werk, das leider einige erhebliche Schwächen aufweist. Cronenberg ist es nicht gelungen, seine Geschichte mit mehr Spannung zu Ende zu erzählen. Videodrome ist ein Film, auf den man sich einlassen muß. Für kurzweilige Unterhaltung ist er nur in seiner zweiten Hälfte zu gebrauchen, da macht er dann aber auch Spaß.

7/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 20:55

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Videodrome

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ø Wertung: 8,1/10 | Wertungen: 13 | Kritiken: 2