Lost Future - Kampf um die Zukunft

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  • Lost Future - Kampf um die Zukunft

  • Originaltitel:
    The Lost Future
    Genre:
    Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland, Südafrika
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Deutschland:
    03.04.2011
    Kinostart USA:
    13.11.2010

Userkritik zu Lost Future - Kampf um die Zukunft

Seelenvampir
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Bewertung: 6/10 Punkte

Inhalt: In einer fernen Zukunft, in der die Welt von unwegsamen Wäldern und gefährlichen Dschungeln überwuchert ist, versucht eine kleine Gruppe um das Überleben der Menschheit zu kämpfen. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, wurde von der Natur zurückerobert und droht ausgelöscht zu werden.
Versteckt im Dickicht der Wälder, umgeben von blutrünstigen Bestien, kämpft ein isolierter Stamm ums Überleben. Denn die Ungeheuer verbreiten eine mysteriöse und tödliche Krankheit - ein Biss und der verletzte Mensch mutiert selbst zu einem grauenhaften Wesen. Savan, der zukünftige Stammeshäuptling, ist davon überzeugt, dass sein Volk die einzigen Überlebenden in dieser feindlichen Welt sind und die Lage aussichtslos ist. Doch als das Dorf angegriffen wird, bekommen sie unverhofft Hilfe von Amal, einem Kämpfer aus den Wäldern. Diese unerwartete Begegnung gibt dem Stamm neue Zuversicht, dass es in den Wäldern noch weitere Überlebende geben könnte. Ob es doch noch Hoffnung gibt, die menschliche Bevölkerung zu retten?
Savan, Kaleb und Dorel nehmen zusammen mit Amal die Suche nach einem Heilmittel gegen die Bestien auf.


Kritik: Postapokalyptischer Abenteuerfilm, der direkt für den SyFy-Channel gedreht wurde. Die Deutsch-Amerikanische Fernsehproduktion ist zwar recht kurzweilig, es fehlt aber an einer tiefergehenden Story. Die Geschichte ist von der Grundidee sehr interessant, doch wird vieles leider nur oberflächlich und viel zu kurz behandelt. Um die Geschichte richtig erzählen zu können, wäre sicherlich ein Zweiteiler oder ein deutlich längerer Spielfilm, mit höherem Tempo nötig gewesen. Gerade die interessanten Teile der Story kommen zu wenig zur Geltung. Die Geschichte der Bruderschaft (Amal der Kämpfer ist Mitglied einer Bruderschaft) hätte sicherlich viel Stoff für eine spannende Story geboten, wird aber bis auf einen Auftritt der Kämpfer sträflich vernachlässigt.
Möglicherweise war das Budget von 7 Mio Dollar ein Grund, daß auf vieles verzichtet werden mußte. Mit etwas mehr Geld wäre mit Sicherheit deutlich mehr drin gewesen.
Auch die auf dem Cover so schön zu sehende Stadt, seit Jahrhunderten dem Verfall preisgegeben, wird viel zu kurz Teil der Handlung. Der größte Teil der Story spielt sich in dichten Wäldern ab, wodurch natürlich eine recht gute Atmosphäre aufgebaut wird, doch eine Location wie diese Stadt, hätte man fantastisch ausnutzen können. Auch hier wird wohl fehlendes Budget den Regisseur Mikael Salomon gezwungen haben, auf vieles zu verzichten.

Die gezeigten Effekte sind durchaus gelungen, daran gibt es nicht viel auszusetzen. Von der Tierwelt gibt es leider nur ein riesiges Faultier zu sehen, was zwar recht gut anzusehen ist, jedoch als einziges Tier (neben ein paar Vögeln) in den riesigen Wäldern zu sehen ist. Anders verhält es sich mit den Mutanten, die teilweise in Scharen auftauchen. Man kann die Mutanten aus Lost Future etwas mit den Infizierten aus 28 Days/Weeks later vergleichen. Die Verwandlung dauert etwas länger, hat aber einen ähnlichen Effekt. Da es sich um eine Fernsehproduktion handelt, werden die relativ zahlreichen Kämpfe natürlich nicht wirklich blutig in Szene gesetzt. Schlecht sind die Auseinandersetungen allerdings nicht, da sie recht spannend gestaltet sind.

In Punkto Logik muß man bei der Story auch ein paar Abstriche machen. Diese Abstriche beziehen sich allerdings nur auf Details und nicht auf die Grundstory. Desweiteren ist es sehr schade, daß man eigentlich nichts über die Mutanten erfährt. Sind sie der Grund der Apokalypse? Sind sie aus missglückten Experimenten entstanden, die Wissenschaftler früher durchführten?
Ebensowenig erfährt man genaues über das Heilmittel, durch das man immun gegen die Krankheit der Mutanten wird.
Wie kam der Bösewicht des Films (wird auch viel zu kurz thematisiert) an das Heilmittel?
Gibt es noch mehr versprengt lebende Stämme, außer den in der verfallenen Stadt lebenden Menschen?
Viele Fragen bleiben ungeklärt oder werden nur grob erklärt. Das ist der größte Minuspunkt des Films!

Schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen, hat man doch mit Sean Bean, der den Kämpfer Amal spielt, ein echtes Schwergewicht verpflichten können. Die anderen machen ihre Sache aber auch recht gut.


Bewertung: Auch wenn meine Bewertung nicht sooo gut ausfällt, so kann Lost Future doch recht gut unterhalten. Es bleibt aber festzustellen, daß man aus der Story sehr viel mehr hätte machen können oder sogar müssen! Mit einem höheren Budget wäre hier noch vieles möglich gewesen! Für einen gemütlichen Fernsehabend ist der Film allemal geeignet.

6/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 20:49

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