Die Bestie

  • Informationen zum Film
  • Die Bestie

  • Originaltitel:
    La belva
    Produktionsjahr:
    1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Ein sexbesessener Psychopath, Johnny Lester, unternimmt einen Bankraub, der an seinem Unvermögen scheitert. Er beginnt, auf seiner Suche nach drei Männern, die das avisierte Geld haben, Leute umzubringen und lässt sich von einem Haziendabesitzer für eine Entführung anheuern, die ebenfalls misslingt. Jede Frau, die er trifft, wird von ihm belästigt; jeder Mann beleidigt oder gleich erschossen. Letztlich geht Lester an seiner Gier zugrunde.

Userkritik zu Die Bestie

doobee
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Bewertung: 4/10 Punkte

„Crazy“ Johnny Laster (Klaus Kinski) ist ein ein unberechenbarer, sexbesessener Möchtegern-Vergewaltiger und Mörder. Zusammen mit seinem Kumpel Bowens (Guido Lollobrigida) überfällt und killt er Mr. Powers (Antonio Anelli), weil sie bei ihm 100‘000 Dollar vermuten. Das Geld ist aber nicht da, sondern wurde auf eine Bank transferiert. Also muss ein anderer Plan her. Nachdem er Bowens als unliebsamen Mitwisser beseitigt hat tut er sich mit einem weiteren seiner Spiessgesellen, Glen (Paolo Casella), zusammen. Mit von der Parie sind Ricardo (Giuseppe Cordillo), ein zukünftiger Ranch-Erbe und dessen Verlobte Juanita (Gabriella Giorgelli). Sie entführen Powers Tochter Nancy (Luisa Rivelli), welche angereist ist um ihr Erbe anzutreten. Sie wollen das Geld von Anwalt Gary Pinkerton (Giuliano Raffaelli) erpressen. Während die anderen in der Stadt den Deal abwickeln dreht Johnny wieder mal durch. Als Nancy ihm nicht zu Willen sein will tötet er sie kaltblütig. Dies löst eine Kette von dramatischen Ereignissen aus, an deren Ende es nur Verlierer geben kann…

Dieser mehr oder weniger in Vergessenheit geratene Italo-Western wurde im Jahre 1970 von Mario Costa gedreht. Ein altgedienter Regisseur, welcher seine Karriere Ende der 30er Jahre begonnen hatte und mit diesem Film hier seine letzte Regiearbeit ablieferte. Ich hätte ihm einen fulminanteren Abgang gewünscht. Denn was wir hier zu sehen bekommen ist doch ziemlich dröge. Die Story ist viel zu überfrachtet um einen permanenten Spannungsbogen aufbauen zu können. Die Geschichte von der Gier nach Geld und deren tragische Konsequenzen wurde unzählige Male zuvor auf viel höherem Niveau erzählt. Die Settings und Kameraarbeit sind mittelprächtig, die Action hält sich, trotz des vielversprechenden Titels, in Grenzen. Ein paar Schiessereien, und das war’s dann auch schon. Die gute Musik von Stelvio Cipriani hebt sich dagegen angenehm aus dieser Mittelmässigkeit heraus. Er bietet ein tolles Titelthema mit typischer Italo Western-Orchestrierung: Streicher, Synthie, galoppierende Gitarren und ein klagendes Trompetensolo, sehr gelungen. Und ansonsten kann man den Film auf Klaus Kinski reduzieren. Die umständliche Handlung scheint um ihn herum aufgebaut zu sein. Er ist es, der diesen Film quasi im Alleingang trägt. Er spielt Crazy Johnny mit grosser Ueberzeugungskraft und bringt es in gewissen Szenen sogar fertig, so etwas wie Mitleid mit dieser verkommenen Kreatur zu empfinden. Denn er ist ein Getriebener der seine Gefühle nicht unter Kontrolle halten kann. In jeder Frau sieht er ein potentielles Vergewaltigungsopfer, und dabei bildet er sich tatsächlich ein, Liebe für diese Frauen zu empfinden. Hier kann Kinski gross auftrumpfen. Seine Mimik und Gestik sind einzigartig. Ihn umhüllt eine Aura des Wahsinns und man fragt sich einmal mehr ob er dies wirklich alles nur gespielt oder ob er uns einfach nur sein durchgeknalltes Ich gezeigt hat.

Fazit: Leidlich unterhaltsam und billig gemacht. Nur die Musik und vor allem Kinski retten dieses Machwerk vor der totalen Pleite. Deshalb gibt’s von mir auch noch sehr gutgemeinte 4/10

geschrieben am 26.01.2018 um 11:43

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