Für ein paar Leichen mehr

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  • Für ein paar Leichen mehr

  • Originaltitel:
    Sonora
    Produktionsjahr:
    1968
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Sartana (George Martin) ist unterwegs, um eine alte Rechnung mit dem schurkischen Outlaw Slim Kovacs (Jack Elam) zu begleichen, der seine Verlobte vergewaltigt und ermordet hat. Auf seinem Rachefeldzug trifft er auf einen alten Freund, Kirchner (Gilbert Roland). Schon bald stehen sich die drei Gunmen in einem Städtchen gegenüber, das von Slim und seiner Bande terrorisiert wird. Jeder von den Dreien versucht, den anderen mit Gags, Witz und Schießeisen zu überrumpeln. Zu allem Übel hat sich Sartanas Freund Kirchner auch noch als Kovacs Bodyguard anheuern lassen ... Dieser Italo-Kultstreifen tritt am ehesten an die typisch dichte Western-Atmosphäre von Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod heran. Ähnlich wie bei Leone zeichnet sich FÜR EIN PAAR LEICHEN MEHR durch seinen spannungsgeladenen, langsamen Rythmus aus, es tritt ein schurkischer Gunman auf, hier wie bei Spiel..." von Jack Elam verkörpert. Der Held ist wie üblich schweigsam, die Freundschaften sind trügerisch und der Dialog witzig, aber spärlich. Alle typischen Elemente des klassischen Italo-Western sind hier vertreten einschließlich eines wunderbaren Soundtracks von Maestro Francesco De Masi.

Userkritik zu Für ein paar Leichen mehr

doobee
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Bewertung: 7/10 Punkte

Das Leben, welches Sartana (George Martin) einst führte, ist für immer verloren. Denn bevor er seine Verlobte zum Traualtar führen konnte wurde sie vom skrupellosen Verbrecher Slim Kovacs (Jack Elam) vergewaltigt und ermordet. Seither ist er auf einer Rachemission und nimmt die Fährte des Schurken auf. Unterwegs begegnet er Kirchner (Gilbert Roland), einem Pistolero, der seine Dienste dem Meistbietenden zur Verfügung stellt und der Sartana aus früheren Zeiten kennt. Die beiden respektieren und schätzen einander. Doch Ihr Weg kreuzt sich wieder in einem kleinen Wüstenkaff. Slim ist in der Zwischenzeit mit einer Horde von Banditen unter der Führung von Reyes (Tomas Torres) dort aufgetaucht, weil sie einen Goldtransport überfallen wollen welcher in der Stadt erwartet wird. Slim legt kurzerhand den Sheriff um und terrorisiert die Bevölkerung. Und Kirchner wird von ihm als Leibwächter angeheuert. Als dann Sartana in der Stadt eintrifft um die Rechnung zu begleichen steht er nicht nur seinem Erzfeind Slim und dessen Banditenhorde sondern auch seinem alten Freund Kirchner gegenüber…….

Der italienische Titel dieses Filmes lautet „Sartana non perdona“. Aber mit der Sartana-Reihe mit Gianni Garko hat er überhaupt nichts zu tun. Hier ging es wohl hauptsächlich darum mit einem schlagkräftigen Namen Kasse zu machen. Dabei hat es dieser von Regisseur Alphonso Balcazar gedrehte Streifen gar nicht nötig, denn er bietet sehr gute Unterhaltung. Man ist schnell im Geschehen drin. In Flashbacks wird die tragische Geschichte der Ermordung seiner Verlobten erzählt. Diese sind teilweise zu lang und schwülstig geraten, was den Fluss der Geschichte etwas hemmt. Doch dabei machen wir das erste Mal Bekanntschaft mit dem Unmenschen Slim, ein durch und durch verdorbener und teuflischer Charakter. Zudem ist er ein Feigling und hinterhältiger Opportunist, der sich sogar nicht scheut seinen Freund, den Bauern José (Tony Norton), abzuknallen nur um seine eigene dreckige Haut zu retten. Und dies nachdem ihn dieser aus der Gewalt des Sheriffs und seinen Männern befreit hatte. Slim wird hervorragend interpretiert von Jack Elam, den die Fans aus Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ kennen. Dies hier war sein zweiter und gleichzeitig letzter Auftritt in einem Italo-Western. Schade, denn seine markante Visage und seine begnadete Schauspielkunst hätten von mir aus gerne noch weitere Genrebeiträge aufwerten können. Da hatte George Martin doch einige Auftritte mehr, so war er u.a. auch in „Ringo kehrt zurück“ als schurkischer Mexikaner Paco Fuentes zu sehen. Hier spielt er seinen Part als Sartana sehr eindrucksvoll und überzeugend. Man nimmt ihm die Rolles des erbarmungslosen Rächers jederzeit ab. Gilbert Roland war auch im einen oder anderen Spaghettiwestern zu sehen. Besonders gefallen hatte er mir in „Django – Die Totengräber warten schon“. Aber auch hier brilliert er als gerissener, geistreicher und knallharter Revolverheld. In Sachen Schauspieler haben wir es also bereits mit einem überdurchschnittlichen Werk zu tun. Aber auch das Drehbuch bietet einige gelungene Einlagen. Köstlich ist zum Beispiel die Szene, als Kirchner den Bestatter in einen Saloon bestellt und ihn an den Tisch mit vier Männern schickt die er im Begriff ist umzulegen. Während der sichtlich verängstigte Bestatter den Männern die Vorzüge der diversen Sargmodelle zu erläutern versucht bereiten sich diese auf den unvermeidlichen Shootout vor. Auch die Kameraarbeit von Jaime Deu Casas ist sehr gut. Sie bietet einige beindruckende Close-ups und andere optische Schmankerl. Die Musik von Maestro Francesco di Masi rundet den positiven Gesamteindruck ab. Wir hören den Italo-typischen Titelsong „Maybe somewhere“. Ausserdem gibt es heiter-beschwingte und auch melancholische Töne zu hören, ganz dem jeweiligen Geschehen angepasst.

Fazit: Gelungener Rachewestern. Kein Meilenstein des Genres aber ein durchaus würdiger Vertreter seiner Zunft. 7/10

geschrieben am 18.02.2016 um 12:53

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