Blob - Schrecken ohne Namen

  • Informationen zum Film
  • Blob - Schrecken ohne Namen

  • Originaltitel:
    The Blob
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1958
    Kinostart Deutschland:
    18.03.1960
    Kinostart USA:
    12.09.1958
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Steve Andrews und seine Freundin Jane sehen einen Kometen, der ganz in ihrer Nähe auf der Erde einschlägt. Als sie zur Einschlagstelle fahren, um sich den Fels aus der Nähe anzusehen, treffen sie auf einen Mann, der voller Panik wegrennt, an seiner Hand hat er einen Schleimklumpen, der ihn zu zersetrzen scheint. Sie bringen den Mann zu einem Arzt, aber auch der ist mit seinem Latein schnell am Ende – und kann auch nicht seine Arzthelferin retten, auf die sich das schleimige Wesen als nächstes stürzt. Nichts scheint den “Blob” aufhalten zu können – weder Säure noch Gewehre!

Userkritik zu Blob - Schrecken ohne Namen

doobee
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Bewertung: 7/10 Punkte

Ausserhalb einer Kleinstadt in Pennsylvania geniessen Jane (Aneta Corsaut) und Steve (Steve McQueen) gerade ein romantisches Date als ein Meteroit niedergeht. Sie machen sich auf die Suche nach der Absturzstelle. Diese finden sie nicht, aber einen alten Mann (Olin Howland), der vor ihren Wagen stolpert und dessen Hand von einer gallertartigen Masse bedeckt ist, die sich nicht entfernen lässt. Der Alte hatte die abgestürzte, seltsame Erzkugel gefunden und schreckliche Bekanntschaft mit deren Inhalt gemacht. Jane und Steve bringen ihn zu Dr. Hallen (Stephen Chase), doch auch dieser kann dem armen Kerl nicht helfen. Im Gegenteil, denn die glibbrige Masse hat inzwischen den ganzen Körper ihres Opfers absorbiert und Dr. Hallen und seine Assistentin Kate (Lee Payton) sind die nächsten Opfer. Steve wird zufällig Zeuge wie Dr. Hallen von dem hungrigen Schleimer gefressen wird, doch niemand, ausser Jane und einiger halbstarker Kollegen, will ihm glauben. Inzwischen holt sich der Blob immer neue Opfer und wächst zu immer gigantischerer Grösse heran. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, das Biest aufzuhalten…..

Im Jahre 1958 inszenierte Regisseur Irvin S. Yeaworth Jr. diesen Monsterspass in satten Farben und mit augenzwinkernder Ironie. Er hat es heute längst zu Kultstatus gebracht und rief auch einige Sequels und 1988 ein spekatukläres, blutiges Remake auf den Plan. Wenn man dieses kennt dann dürfte einen das Original zu naiv und bieder erscheinen, denn die Effekte sind verständlicherweise relativ einfach und durchschaubar, Blut gibt es überhaupt nicht zu sehen. Mal abgesehen vom Blob, welcher in blutroter Farbe erstrahlt, wohl von den vielen Opfern, die er sich einverleibt hat. Was unterscheidet diesen Film von all den anderen Monsterflicks, welche im Amerika der 50er Jahren quasi am Fliessband produziert wurden? Es ist die Tatsache dass für einmal nicht Atombomben- oder Genmanipulationsversuche für die Katastrophe verantwortlich sind. Es gibt auch keine leibhaftigen Feinde wie Saurier, Insekten, Spinnen oder Marsmenschen etc., sondern ein formloses, unzerstörbares Ding, welches eines Tages vom Himmel fällt, niemand weiss woher und weshalb und es interessiert auch niemanden. Wichtig ist nur wie man ihm Einhalt gebieten kann. Steve findet heraus dass es Kälte nicht ertragen kann, und so rücken ihm die Einwohner mit Feuerlöschern zu Leibe, bis es in eine Schockstarre verfällt und vom Militär am Nordpol versenkt werden kann. Man kann es nicht zerstören, aber man kann es aufhalten, „solange die Arktis noch kalt ist“, wie Steve ganz am Ende des Filmes sagt. Diese Aussage hat in der heutigen Zeit der Klimaerwärmung etwas geradezu Prophetisches an sich. Da Yeaworth keine Zeit mit irgendwelchen Erklärungen für das Auftauchen der Bedrohung verschwenden musste schreitet die Geschichte in flottem Tempo voran. Darin wimmelt es natürlich auch von Klischees aller Art: die rebellischen Jugendlichen, die in Autorennen ihrem Machogehabe frönen, die örtliche Polizei mit ihrem verständnisvollen und ruhigen Lt. Dave (Earl Rowe) und seinem cholerischen Sgt. Bert (John Benson), der in jedem Jugendlichen zuerst mal einen Lügner und Kriminellen sieht. Auch die Film-im-Film-Freunde kommen auf ihre Kosten. In der legendären Szene wo der Blob das örtliche Kino überfällt läuft gerade ein Double-Feature mit den Filmen „Daughter of Horror“ aus dem Jahre 1955 und „The Vampire and the Robot“ von 1952, mit Bela Lugosi. Die stimmungsvolle Musik stammt von Ralph Carmichael, der beschwingte, im Cha Cha Cha-Stil gehaltene Titelsong „Beware of the Blob“ wurde von Burt Bacharach geschrieben. Steve McQueen ist hier in einer seiner allerersten Film-Hauptrollen zu sehen. Er deutet an welches Potential in ihm steckt, obwohl er noch relativ hölzern und unglaubhaft agiert. Dies ist wohl auch der Tatsache geschuldet dass er im fortgeschrittenen Alter von bereits 27 Jahren einen Teenager spielen musste.

Fazit: Unterhaltsamer Spass für Fans des 50er-Jahre Monsterkinos. Die erfrischende Idee und der glibbrige, leider zu selten in Aktion tretende Star des Films machen ihn zu einem ganz besonderen Genre-Vertreter. 7/10

geschrieben am 22.01.2016 um 17:00

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ø Wertung: 7,8/10 | Wertungen: 4 | Kritiken: 1