Dakota - Nur der Colt war sein Gesetz

  • Informationen zum Film
  • Dakota - Nur der Colt war sein Gesetz

  • Originaltitel:
    Rimase uno solo e fu la morte per tutti!
    Genre:
    Western
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Sheriff Dakota wird reingelegt. Einige Outlaws hängen ihm den Überfall auf eine Kutsche an, weswegen er zu lebenslänglicher Haft im Zuchthaus verurteilt wird. Doch Dakota will Rache. Mit der Hilfe seines Bruders Slim kann er fliehen. Sie jagen den Männern hinterher, die Dakotas Leben vernichtet haben. Die Outlaws wollen einen letzten großen Coup durchziehen und sich dann über die Grenze aus dem Staub machen. Dakota und Slim setzen alles daran, die Pläne der Outlaws zu vereiteln. Dann wird Slim getötet und Dakota bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Colt in der Hand für Gerechtigkeit zu sorgen.

Userkritik zu Dakota - Nur der Colt war sein Gesetz

doobee
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Bewertung: 3/10 Punkte

Joe „Dakota“ Russell (Tony Kendall) ist Sheriff von Tombstone. Als ihm und seinem Begleittrupp ein Goldtransport geraubt wird bezichtigt ihn der schmierige Staatsanwalt Donovan (Omero Gargano) der Täterschaft. Tatsächlich aber steckt Donovan unter einer Decke mit Gangsterboss Alvarez (Dino Strano), welcher den Ueberfall in seinem Auftrag ausgeführt hat. Dakota wird dennoch zu 15 Jahren Zwangsarbeit im Steinbruch verurteilt. Seinem Bruder Slim (James Rogers) gelingt es ihn zu befreien, unter dem Vorwand, Dakota sei vom Gouverneur begnadigt worden. Gemeinsam machen sie sich daran, die Uebeltäter zu entlarven und Dakotas Unschuld zu beweisen….

Diese kurze Inhaltsangabe lässt vermuten womit wir es hier zu tun haben. Mit einem ziemlich einfaltslosen, schon oft gesehenen Rachewestern nämlich. Der unschuldig Verurteilte rächt sich und will damit gleichzeitig seine Unschuld beweisen. Alles andere als innovativ, vor allem zur Entstehungszeit dieses Films im Jahre 1971, als das Spaghettiwestern-Genre seine besten Zeiten bereits hinter sich hatte und alles schon in irgendeiner Form gesagt und gezeigt worden war. Wer also zu jener Zeit der aufkommenden Klamauk-Western noch einen ernsten Film drehen wollte hatte einen schweren Stand. So erging es hier auch Regisseur Edoardo Mulargia, welcher diese dünne Story lustlos und uninspiriert heruntergekurbelt hat. Dass er es besser kann hatte er mit den zuvor entstandenen „Shangos letzter Kampf“ und „Ein Fressen für Django“ bewiesen. Hier aber entsteht bald ein Gefühl der Langeweile, denn das endlose Geplänkel zwischen Dakota und Alvarez/Donovan ist alles andere als spannend. Mal überfällt Alvarez Dakota, mal ist es umgekehrt. Dabei sind die spärlichen Actionszenen nur mässig choreographiert. Und dann gibt es endlos in die Länge gezogene Lückenfüller wie die Szene, wo Alvarez und seine Männer auf das Startzeichen für einen Banküberfall warten: Alvarez lässt seine Sporen über einen Stuhl wandern und einer seiner Männer spielt nervös an seiner Pistole rum, und dies minutenlang. Und um auch noch eine Frau ins Spiel zu bringen sehen wir Sophia Kammara als Jane in einem völlig unnötigen Nebenplot als unwillige Braut von Donovan, welcher Dakota mal das Leben gerettet hatte und weshalb diese nun gewisse Sympathien für ihn hegt. Können die Schauspieler hier noch was retten? Nur bedingt, denn Tony Kendall als Dakota ist eine Fehlbesetzung. Er wirkt irgendwie deplatziert als rächender Gunslinger. Er war halt eher im Krimi-Genre zu Hause, hatte er doch in den 60er Jahren als Jo Walker in den „Kommissar X-Filmen“ einige Male vor der Kamera gestanden. Trotzdem hat er noch in einigen anderen Italo-Western mitgespielt, wohl der lieben Gage willen. Das einzige was den Film also wirklich aufwertet ist der fantastische Score von Felice & Gianfranco di Stefano. Er bietet uns einen klassischen Italowestern-Sound mit Whistle, Chorälen, galoppierenden Gitarren und melancholischem Trompetengeschmetter. Verschiedenen Quellen zufolge stammt der grösste Teil davon aus „Perché uccidi ancora“, für welchen Felice di Stefano die Musik komponiert hatte. Ich kann dies jedoch nicht beurteilen, da ich diesen Film nicht gesehen habe.

Fazit: Flauer Film ohne Erinnerungswert, ein typischer Vertreter der B- und C-Fliessbandspaghetti der frühen 70er Jahre. Natürlich gab es dannzumal noch löbliche Ausnahmen, aber dazu gehört dieser Film hier leider nicht. 3/10

geschrieben am 19.12.2015 um 07:29

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