Der Tod zählt keine Dollar

  • Informationen zum Film
  • Der Tod zählt keine Dollar

  • Originaltitel:
    La morte non conta i dollari
    Genre:
    Western
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1967
    Kinostart Deutschland:
    30.05.1969
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Mit "Der Tod zählt keine Dollar" legte der vor allem für seine "Maciste"-Filme bekannte Riccardo Freda seinen einzigen Italo-Western vor. Hier gibt Mark Damon ("Ringo mit den goldenen Pistolen") den Revolverhelden Harry Boyd, der nach Owell Rock zurückkehrt, wo vor Jahren sein Vater Opfer der rücksichtslosen Bande von Doc Lester wurde. Unter falschem Namen bringt er mit Lawrence White sogar einen Strohmann mit, den alle für den Sohn des einst Ermordeten halten. Gemeinsam versuchen sie, die Bande zu stellen in diesem toll fotografierten Klassiker von 1967.

Userkritik zu Der Tod zählt keine Dollar

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Wegen Streitigkeiten um Wasserrechte und eine Silbermine wird der reiche Grossgrundbesitzer Mr. White von Doc Lester (Giovanni Pazzafini) und dessen Brüdern umgebracht. Einem unliebsamen Zeugen lässt Doc Lester die Zunge rausschneiden, damit er nicht reden kann….Jahre später kehrt Lawrence White (Stephen Forsyth), der Sohn, in seine Heimatstadt Owell Rock zurück. Er ist ein steifer Aristokrat, der Gewalt ablehnt aber den Mord an seinem Vater endlich aufklären will. Gleichzeitig kommt Harry Boyd (Mark Damon) in die Stadt. Er ist ein Grossmaul mit schnellem Colt und harten Fäusten und wird schon bald Mitglied in Doc Lesters Bande. Und ein geheimnisvoller Rächer macht sich daran, die Mitbeteiligten und Mitwisser am Mord von Mr. White aus dem Weg zu räumen. Wer ist der Killer, und welches Spiel spielt Harry Boyd in dieser Sache? Doc Lester und seine Bande werden schon bald die schmerzliche Antwort auf diese Fragen erhalten….

Dies war der einzige Western von Regisseur Riccardo Freda, welcher sonst eher im Thriller- und Krimigenre zuhause war und mit „Der Vampir von Notre Dame“ auch einen veritablen, atmosphärischen Horrorfilm realisiert hatte. Dies merkt man diesem Film auch an, denn er ist ein eher ungewöhnlicher Vertreter seiner Zunft. Er enthält klassische Giallo-Elemente wie etwa den unbekannten Killer, welche geschickt mit der interessanten Rachestory verwoben werden. Es gibt aber auch komödiantische Momente wie etwa die Schlägerei im General-Store inklusvie gefedertem Widersacher, untermalt von heiterem Saloonklavier-Geklimper. Solche Einlagen sollten wohl die ernste und harte Grundstimmung etwas auflockern. Gemäss eigenen Aussagen hatte Freda Mühe mit der Zensur, und so ist der Film denn auch weit weniger gewalttätig ausgefallen als ursprünglich von ihm gedacht. Ein bisschen mehr italienischer Dreck hätte dem Film sicherlich gutgetan, denn zeitweise wähnen wir uns in einem John Ford-Western amerikanischer Machart. Dazu tragen natürlich auch die beiden Hauptdarsteller Mark Damon und Stephen Forsyth bei, ein Amerikaner und ein Kanadier. Mark Damon hatte einige Jahre zuvor im Poe-Klassiker „House of Usher“ von Roger Corman gespielt gehabt und war dann nach Italien gegangen. Dort wurde er in einigen Italo-Western eingesetzt, unter anderem auch in „An den Galgen, Bastardo“, an der Seite von Anthony Steffen. Er gefällt mir auch hier als grossmäuliger, schnoddriger und ständig kautabakspuckender Harry Boyd. Seine Rolleninterpretation erinnert teilweise an Giuliano Gemma aus „Eine Pistole für Ringo“. Von dort hat Mark Damon eindeutig seine Inspiration geholt. Auch die übrigen Schauspieler agieren auf hohem Niveau. Besonders gefreut hat mich ein Wiedersehen mit einem meiner Lieblingsschurken, Giovanni Pazzafini. Sein natürliches Schauspieltalent, gepaart mit seinen markigen Gesichtszügen und dreckigem Grinsen, machen ihn zum Prototypen des Antagonisten. Es ist immer wieder eine Freude ihm zuzuschauen. Die tolle Fotografie von Kameramann Gabor Pogany und die prägnante Musik von Nora Orlandi steuern das ihrige zum positiven Gesamteindruck bei. Orlandi hatte für einige Western die Musik komponiert. Ihr bekanntester Beitrag dürfte wohl der Score zu „Johnny Yuma“ sein, ebenfalls mit Mark Damon in der Hauptrolle.

Fazit: Ungewöhnlicher, intelligenter Mix aus Giallo und Western. Mit etwas mehr Härte und weniger kitschigem Ende hätte er durchaus einer der ganz Grossen werden können. 6/10

geschrieben am 12.12.2015 um 09:10

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