Comtesse des Grauens

  • Informationen zum Film
  • Comtesse des Grauens

  • Originaltitel:
    Countess Dracula
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1971
    Kinostart Deutschland:
    01.02.1974
    Kinostart USA:
    11.10.1972
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Als die alte Gräfin Elisabeth Bathory die Entdeckung macht, dass das Blut eines Dienstmädchens ihre Haut jünger werden lässt, bringt sie sie um und scheint einige Zeit später mit jugendlicher Frische und einer strahlenden Schönheit. Also verlangt sie nach weiteren Mädchen, um ihre Jugend und Schönheit wiederzuerlangen, die ihr zum wiederholten Male Captain Dobi besorgen soll. Doch diesmal verlangt sie ausdrücklich nach Jungfrauen…

Userkritik zu Comtesse des Grauens

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Ungarn anfangs des 17. Jahrhunderts; Graf Nadasdy ist verstorben. Seine Witwe Elisabeth (Ingrid Pitt), geborene Bathory, ist nicht erbaut, als der junge Leutnant Imre Toth (Sandor Eles), auch zur Testamentseröffnung eingeladen wird und die ganzen Rennpferde ihres verblichenen Gatten erbt. Imre ist der Sohn von General Toth, einem alten Freund und Kriegskameraden von Graf Nadasdy. Die Tochter des Hauses, Ilona (Lesley-Anne Down) ist auf dem Weg nach Hause. Sie hat in Wien ihre Kindheit verbracht. Elisabeth ist eine alte, griesgrämige Hexe, der man nichts recht machen kann. Als sie aber durch Zufall das Blut ihrer Kammerzofe Teri (Susan Brodrick) ins Gesicht abbekommt ändert sich alles. Denn Elisabeth bemerkt dass die Stelle in ihrem Gesicht, die mit Teris Blut in Berührung gekommen war, wieder jung und faltenfrei ist. Sie lässt Teri in ihre Gemächer bringen um in ihrem Blut zu baden. Und siehe da, sie erstrahlt wieder in überwältigender, jugendlicher Schönheit. Nun wirft sie ein Auge auf Imre, was ihrem Liebhaber, Captain Dobi (Nigel Green), gar nicht gefällt. Dennoch lässt dieser Elisabeths Tochter Ilona entführen und in der Hütte des Wildhüters festhalten, damit sich Elisabeth als ihre eigene Tochter ausgeben und an Imre heranmachen kann. Doch die Blutkur ist nicht von Dauer. Während eines Rendez-vous mit Imre verwandelt sie sich wieder in das alte runzelige Weib, das sie in Tat und Wahrheit ist. Imre bekommt davon glücklicherweise nichts mit. Aber die Gräfin ist besessen von der wiedergewonnen Jugend, sie ist Imre verfallen und will schön sein für ihn. So braucht sie immer mehr Jungfrauen, denen sie das Blut abzapfen kann. Dobi und ihre treue Gesellschafterin Julie (Patience Collier) beschaffen ihr die Opfer. Doch als Dobi aus Rachsucht Ilona als nächstes Opfer von Elisabeth ins Schloss bringen lässt sind die Tage der Blutgräfin gezählt……

Der aus Ungarn stammende Regisseur Peter Sasdy inszenierte diesen Film, der auf der wahren Geschichte der Elisabeth Bathory beruht. Wenn man den Schauergeschichten Glauben schenken kann war diese eine Massenmörderin übelster Sorte. Eine Sadistin, die ihre Opfer foltern, verstümmeln und ermorden liess. Es gibt auch die Ueberlieferung dass sie im Blut ihrer Opfer gebadet habe. Dies ist die einzige der unzähligen Greueltaten, welche Sasdy in seinen Film eingebaut hat. Und hier macht es Elisabeth nicht aus purer Lust am Töten, sondern aus Liebe zu einem jungen Mann, für den sie schön und jung sein will und deshalb zur mordenden Psychopathin wird. Es gibt hier also sehr viel verschenktes Potential. Dies hätte ein wirklich harter und brutaler Reisser werden können, hätte man nur annähernd versucht, den Taten der wahren Elisabeth auch nur ansatzweise gerecht zu werden. So aber wird das Ganze reduziert auf eine dröge Liebesgeschichte, die in der unvermeidlichen Katastrophe endet. Sasdy war ein Intelektueller der mit Horrorfilmen nicht viel am Hut hatte und die Geschichte lieber als Historienepos insenziert hätte. Er arbeitete aber für Hammer, und so musste er Kompromisse eingehen und etwas Blut und nackte Haut zeigen. Ingrid Pitt, Hammers Femme Fatale, sagte selber aus dass der Film zu wenig grausam und der Blutgehalt viel zu niedrig war. Es war ein Film über die Blutgräfin und man sah beinahe kein Blut. Sowas war einfach nicht stimmig. Sie hatte auch oft Streit mit Sasdy, welchen sie als Idioten bezeichnete. Aber sie machte das Beste aus der Situation und spielte ihre Doppelrolle als runzelige Hexe und lasziver Schönheit mit Brillanz. Es ist erstaunlich mit welcher Leichtigkeit sie die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere mit Leben erfüllen konnte. Dies und die ebenfalls hervorragende Leistung von Nigel Green sind auch die Pluspunkte des Films, neben der sehr gelungenen Musik von Harry Robinson. Sandor Eles, ebenfalls Ungare und ein mittelmässiger Schauspieler, war heillos überfordert mit der Rolle des jungen Helden. Er bleibt blass und wird von Pitt und Green mit Leichtigkeit an die Wand gespielt. Die Sets und Kostüme sind stimmungsvoll geraten und geben dem Film das nötige historische Flair. Aber dies ist von Hammer nicht anders zu erwarten.

Fazit: Die Geschichte hätte viel Potential gehabt, welches leider nicht genutzt wurde. So bleibt ein zwiespältiger Eindruck eines Historiendramas mit einigen wenigen Horrorelementen. Die geniale Vorstellung von Ingrid Pitt entschädigt für vieles, aber leider nicht für alles. 5/10

geschrieben am 28.11.2015 um 18:30

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