Tarantula

  • Informationen zum Film
  • Tarantula

  • Originaltitel:
    Tarantula
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1955
    Kinostart Deutschland:
    23.03.1956
    Kinostart USA:
    14.12.1955
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Beim Brand eines Laboratoriums in der kalifornischen Wüste, wo ein Forscher mit Wachstumsbeschleunigungen experimentiert, entweicht eine giftige Tarantel. Bald erreicht das Tier die monströsen Ausmaße eines Hochhauses und droht ganze Städte auszurotten. Mit Napalm-Bomben bewaffnet rückt die amerikanische Luftwaffe an, um dem Biest den Garaus zu machen...

Userkritik zu Tarantula

doobee
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Bewertung: 10/10 Punkte

Desert Rock, Arizona; Dr. Matthew Hastings (John Agar) wird von Sheriff Jack Andrews (Nestor Pavia) zu einem mysteriösen Todesfall gerufen. Der Biologe Eric Jacobs (Eddie Parker) wurde nahe der Landstrasse tot aufgefunden, er ist fürchterlich entstellt. Der im Leichenschauhaus ebenfalls anwesende Prof. Gerald Deemer (Leo G. Carroll), ein Freund und Forschungskollege von Jacobs, behauptet, dass dieser an Akromegalie gelitten habe, einer Drüsenkrankheit, welche zu einem krankhaften Wachstum der Körperextremitäten führt. Nur dauert es Jahre, bis sich die Deformierungen entwickeln, und Jacobs wurde erst kürzlich noch kerngesund gesehen. Tatsächlich haben die beiden Wissenschaftler an einem synthetischen Nährstoff-Konzentrat unter Zuhilfename von radioaktiven Isotopen gearbeitet, welches die Laborratten und Meerschweinchen zu enormer Grösse haben mutieren lassen. Unter den Versuchstieren ist auch eine Tarantel. Diese kann entkommen, als Deemer von seinem Assistenten Paul Lund (Eddie Parker), welcher ebenfalls an Akromegalie leidet, im Labor angegriffen wird uns es zu einem Kampf kommt. Inzwischen ist die junge Studentin Stephanie Clayton (Mara Corday) in Desert Rock eingetroffen. Sie soll Deemer bei seiner Arbeit unterstützen. Die Tarantel ist mittlerweile zu gigantischer Grösse herangewachsen und es gibt erste Opfer zu beklagen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn weder Waffen noch Dynamit können das Ungeheuer aufhalten…

Dies ist DER Tierhorror-Klassiker schlechthin. Die Tricktechnik ist für damalige Verhältnisse bemerkenswert und dürfte den Zuschauern einen gehörigen Schrecken eingejagt haben. In der heutigen Zeit mit CGI und ähnlichem Klimbim wirken die Effekte verständlicherweise etwas kitschig, aber vor 60 Jahren war das ganz grosses Kino. Der Fim beginnt schon mit einer starken Titelsequenz: ein Mann taumelt durch die Wüste, Körper und Gesicht völlig aufgedunsen und entstellt. Er bricht zusammen, über ihm kreisen die Aasgeier….dies wird blendend untermalt von der bedrohlichen Musik von Herman Stein….und schon ist man mittendrin im Geschehen, ist man absorbiert von der unheilvollen Atmosphäre und fiebert mit den Protagonisten mit. Regisseur Jack Arnold gelingt es meisterhaft, diese Spannung während der ganzen Laufzeit aufrecht zu erhalten. Die Auftritte der Monstertarantel sind dabei gut über die Handlung verteilt und hervorragend in Szene gesetzt. Die Maskenbildner haben mit der Darstellung der Akromegalie-Opfer einen sehr guten Job gemacht. Vor allem Prof. Deemer, welchem von Paul Lund als Racheakt ebenfalls von dem Serum gespritzt worden ist, sieht am Ende wirklich grauslich aus. Auch die Handlung weiss zu überzeugen. Dieses Mal sind es nicht Atombomben-Tests welche das Monster erschaffen, sondern eine Nährstoff-Lösung, welche ein unkontrolliertes Wachstum erzeugt. Schon Mitte der 50er-Jahre wusste man, dass man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen sollte, obwohl der Grund dafür eigentlich ein ganz löblicher ist: Prof. Deemer ist überzeugt dass das Bevölkerungswachstum in Zukunft zu Hungersnöten führen wird und deshalb seine synthetische Nahrung ein Segen für die Menschheit sei. Ein Segen etwas zweifelhafter Art sind auch die Napalm-Bomben, welche das Biest schliesslich zur Strecke bingen. Damals galt Napalm noch als Wunderwaffe und man konnte sich nicht vorstellen, welch unsägliches Leid ein paar Jahre später im Vietnam-Krieg damit angerichtet werden würde. Die Schauspieler agieren auf hohem Niveau, man nimmt ihnen die Fassungslosigkeit und die Angst angesichts der Bedrohung jederzeit ab.

Fazit: Meilenstein des Tierhorror-Films. Ein zeitloser Klassiker, der auch 60 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Faszination eingebüsst hat. 10/10

geschrieben am 28.11.2015 um 10:13

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