Die Rache der schwarzen Spinne

  • Informationen zum Film
  • Die Rache der schwarzen Spinne

  • Originaltitel:
    Earth vs. the Spider
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1958
    Kinostart Deutschland:
    20.05.1960
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater macht die junge Carol zusammen mit ihrem Freund Mike eine erschreckende Entdeckung. Wie schon viele Menschen zuvor wurde auch ihr alter Herr das Opfer einer haushohen Monster spinne, die in einem verzweigten Höhlenversteck auf Opfer wartet.

    Die Behörden sind schnell zur Stelle und das Monstrum scheint besiegt, als es aufgebahrt in der Sporthalle der Highschool liegt. Und dort ereignet sich das Unfassbare: Rock´n Roll-Musik erweckt das Untier erneut und es beginnt ein Kampf um das Überleben einer amerikanischen Kleinstadt - vielleicht sogar der Welt!!

Userkritik zu Die Rache der schwarzen Spinne

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Jack Flynn (Merrit Stone) ist auf dem Heimweg aus Springdale, wo er ein Geburtstagsgeschenk für seine Tochter Carol (June Kenney) besorgt hat. Doch er wird nie zu Hause in River Falls ankommen. Am nächsten Morgen macht sich Carol Sorgen und bittet ihren Freund Mike Simpson (Gene Persson), ihr bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen. Diese führt sie in ein gewaltiges, weitverzweigtes Höhlensystem, wo sie auf eine riesige Tarantel stossen, welche über sie herfällt. Es gelingt ihnen zu fliehen und Alarm zu schlagen. Obwohl der behäbige Sheriff Cagle (Gene Roth) lieber gemütlich in seinem Büro hocken würde stellt er einen Trupp zusammen, welcher der Sache nachgehen soll. Auf Anraten des Biologen Dr. Art Kingman (Ed Kemmer) lässt er auch gleich noch einen Tankwagen voll DDT auffahren. Mit diesem gelingt es, das Tier zu töten. Es wird zu Untersuchungszwecken in die Schule verfrachtet, denn Kingman will herausfinden, weshalb es zu solcher Grösse hat mutieren können. Als die Schülerband in dem Raum, wo sich auch die Spinne befindet, eine Rock’n’Roll-Nummer einübt passiert das Unfassbare: das vermeintlich tote Ungeheuer erwacht zum Leben und startet einen Zerstörungszug durch River Falls. Davon bekommen Carol und Mike nichts mit, denn sie sind erneut unterwegs in der Höhle, wo Carol das Geschenk ihres Vaters verloren hatte und welches sie unbedingt wiederhaben will. Sie verirren sich und die Spinne ist in der Zwischenzeit ebenfalls auf dem Weg zurück zu ihrem angestammten Lebensraum. Aber auch Sheriff Cagle und seine Leute sind dorthin unterwegs, mit einer Wagenladung voll Dynamit, mit welchem sie die Höhle zum Einsturz bringen und so die Bestie endgültig vernichten wollen…

In den 50er-Jahren befand sich die amerikanische Jugend im Aufbruch. Der zweite Weltkrieg war lange zu Ende, der bevorstehende Vietnamkrieg noch nicht mal vorstellbar. Es war die Zeit der Unbeschwertheit, der Rebellion, der Rock’n’Roll-Musik, der Malt-Shops und Burger-Bars, Record Hops, Dance Halls und Drive-in-Kinos. Dieses Publikum musste bedient werden. Und dies tat man mit einer Flut von B-Movies, welche in besagten Autokinos gezeigt wurden. Dazu gehört dieser Film. Regisseur Bert I. Gordon hatte im Jahr zuvor schon den heute unter Fans Kultstatus geniessenden „The Amazing Colossal Man“ gedreht und soeben die Dreharbeiten zu dessen Sequel, „War of the Colossal Beast“, abgeschlossen. Die nicht ganz so alten aber auch nicht mehr ganz so jungen Fans kennen Gordon sicherlich noch von seinen Tierhorrorfilmen „Die Insel der Ungeheuer“ und „In der Gewalt der Riesenameisen“, welche er in den 70er-Jahren drehte. Dieser Film hier lehnt sich an den Klassiker „Tarantula“ von Genre-Grösse Jack Arnold an, ohne dessen Klasse zu erreichen. Vielmehr haben wir es hier mit einer mit minimalstem Budget gedrehten Monsterspinnen-Show zu tun, welche das Wort „Trash“ bei weniger toleranten Zuschauern schon bald mal provozieren könnte. Die Story ist simpel und strotzt vor Logiklöchern. Bezeichnend ist dass der Biologe die Spinne als Insekt bezeichnet, wobei jedes Schulkind weiss dass die Spinnen zur Gattung der Arachniden gehören und eben keine Insekten sind. Die Kulissen und Effekte sind billig, die Spinne gibt grässliche, schreiende Geräusche von sich, sodass der deutsche Titel besser in „Die Rache der kreischenden Spinne“ hätte umbenannt werden sollen. Auch die Grössenunterschiede sind markant. Das Monster, welches zuvor in der Aula des Schulhauses problemlos Platz findet ist schon in der nächsten Szene haushoch. Gordon arbeitete hier mit Realaufnahmen einer Tarantel, welche mehr oder weniger erfolgreich in den Film einkopiert wurden. Da die Spinne ja wieder erwacht bevor sie untersucht werden kann muss bequemerweise auch nicht erklärt werden woher das Viech eigentlich kommt und weshalb es zu derartiger Riesengrösse mutiert ist. Hinzu kommt die Frage, weshalb die Spinne ausgerechnet zum Leben erwacht als Rock‘n‘Roll gespielt wird. Wahrscheinlich wussten es nicht mal die Macher selbst, doch Fakt ist dass dieser Sound zur Entstehungszeit des Films im Jahre 1958 bei den Sittenwächtern noch immer als primitive Dschungelmusik galt, als Werk des Satans, welches die Jugendlichen in spastische Wilde verwandelte. Also konnte er sicher auch teuflisch genug sein um als Re-Animator einer monströsen Riesenspinne herzuhalten. Die Schauspieler, teilweise erheblich älter als die Teenies welche sie geben müssen, machen einen anständigen Job. Noch eine hübsche Randnotiz: im örtlichen Kino wird für „The Amazing Colossal Man“ als kommende Attraktion geworben, während im Moment „Attack of the Puppet People“ gezeigt wird. Beides Filme, welche von Bert I. Gordon inszeniert wurden!

Fazit: Liebenswürdiger Teenage-Horror-Spass mit hohem Unterhaltungs- und noch höherem Nostalgie-Faktor. Ich liebe solche Filme! 6/10

geschrieben am 06.11.2015 um 11:21

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