Das Grauen aus der Tiefe

  • Informationen zum Film
  • Das Grauen aus der Tiefe

  • Originaltitel:
    It Came from Beneath the Sea
    Genre:
    Sci-Fi, Fantasy, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1955
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Ein gigantischer Octopus, der von Menschen aus den Tiefen des Meeres aufgescheucht wurde, ist auf dem Weg nach San Francisco und somit eine große Bedrohung. Ein Kapitän eines Unterseebootes versucht mit der Hilfe zweier Wissenschaftler, das Ungetüm auf seinem Weg zur Golden Gate Bridge zu stoppen.

Userkritik zu Das Grauen aus der Tiefe

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Auf einer Testfahrt wird das Atom U-Boot von Commander Pete Mathews (Kenneth Tobey) und seiner Crew von einem rätselhaften Objekt verfolgt und angegriffen. Es gelingt ihnen zu entkommen. Zurück im Trockendeck in Pearl Harbour finden sie eine schleimige, unbekannte Substanz an den Ruderblättern. Eilig werden die Wissenschaftler Dr. John Carter (Donald Curtis) und Prof. Lesley Joyce (Faith Domergue) hinzugezogen. Er ist der Erfinder der analytischen Biologie, sie eine führende Meeresbiologin. Nach langwierigen Untersuchungen gelingt es den beiden, die Substanz als das radioaktiv verseuchte Zellgewebe eines Kraken zu identifizieren. Sie haben auch gleich die passende Theorie für das anwesende Militär bereit: schuld sind die Wasserstoffbomben-Versuche bei den Marshall-Inseln. Durch die Strömung wurde die Radioaktivität bis zum extrem tiefen und noch unerforschten philippinischen Graben transportiert und hat einen dort in der Tiefe lebenden Riesenkraken verstrahlt. Da viele Fische über einen natürlichen Geigerzähler verfügen und dadurch ihrem Jäger rechtzeitig entkommen können war der Krake gezwungen aufzutauchen und sich in Form von Säugetieren, Menschen inbegriffen, eine alternative Nahrungsquelle zu suchen. Zuerst ist das Militär skeptisch, doch dann häufen sich die Vorfälle. Die halbe japanische Fischfangflotte verschwindet spurlos, die sibirischen Seehundjäger finden keine Beute mehr. Als dann auch noch ein Walfangschiff verschwindet und einer der Ueberlebenden von einem Riesenkraken berichtet, beginnt auch das Militär die Geschichte zu glauben. Der ganze Pazifikraum wird für die Schifffahrt gesperrt, die gesamten Küstengewässer vermint. Schliesslich nimmt der Krake Kurs auf San Francisco. Den Wissenschaftlern und dem Militär muss es gelingen ihn aufzuhalten, bevor er Tod und Verwüstung über die Stadt bringen kann...

Dieser 1955 von Regisseur Robert Gordon inszenierte B-Monster-Flick hat alles, was man von einem solchen erwartet: eine simple Story, welche die Atomkraft für das Auftauchen so ziemlich allen Uebels verantwortlich macht, geschäftige Wissenschaftler welche versuchen, der Gefahr Herr zu werden, halsstarrige Militärs, welche zuerst nicht hören wollen und danach ihre geballte Artillerie ins Gefecht schmeissen, eine Liebesromanze und am wichtigsten: eine Bedrohung monströser oder extraterrestische Natur, die es zu bekämpfen gilt. Nach genau diesem Muster sind die meisten dieser Filme gestrickt, was sie aber keineswegs schlecht oder unansehnlich macht. Dies war einfach der Zeitgeist im Amerika der 50er-Jahre, der sich in diesen Werken wiederspiegelt. Man hatte zwar mit der Atombombe den zweiten Weltkrieg beendet aber gleichzeitig eine unkontrollierbare Gefahr für die ganze Menschheit geschaffen. Dieses Trauma wurde in diesen Filmen aufgearbeitet. Ein kleiner Unterschied ist hier, dass Prof. Lesley Joyce eine für die damalige Zeit schon sehr emanzipierte Dame ist und sich vom draufgängerischen und auf seine Männlichkeit bedachten Commander Mathews zuerst gar nicht beeindrucken lässt. Dies sorgt für die eine oder andere beinahe schon komödiantische Einlage, welche den Film etwas auflockert. Dieses Geplänkel zwischen den beiden, mit dem väterlichen Freund Dr. Carter mittendrin, ist für meinen Geschmack etwas zu lang geraten. Es dauert denn auch relativ lange bis sich der eigentlich Star des Films, der Krake, in seiner ganzen Pracht zeigen darf. Geschaffen wurde dieser von Stop-Motion Genie Ray Harryhausen, welcher im zwei Jahre zuvor entstandenen „Panik in New York“ auch schon den Dinosaurier zum Leben erweckt hatte. Mit diesem kann der Krake übrigens in keiner Art und Weise mithalten. Dies ist schon dem Habitat geschuldet, denn ein Dinosaurier kann natürlich eine ganze Stadt niederwalzen und somit eine viel grössere Bedrohung darstellen, während dem es dem Kraken vorbehalten bleibt, ein paar Tentakel an Land zu schlängeln und auf effektvolle Art und Weise die Golden Gate Bridge zu zertrümmern. Dies ist denn auch das imponierende Herzstück des ganzen Films, und hier hat Harryhausen wieder einmal ganze Arbeit geleistet, vor allem wenn man das geringe Budget berücksichtigt. Seine Effekte, gepaart mit Real-Aufnahmen von in Panik wegrennenden Menschen, schaffen eine richtig schöne Monsterstimmung.

Fazit: Herrlich naiver, charmanter Monster-Flick aus den goldenen 50ern. Eine klare Empfehlung meinerseits. 6/10

geschrieben am 01.11.2015 um 17:55

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