Der Kuss des Vampir

  • Informationen zum Film
  • Der Kuss des Vampir

  • Originaltitel:
    The Kiss of the Vampire
    Genre:
    Romanze, Thriller, Horror, Drama
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1963
    Kinostart Deutschland:
    07.08.1964
    Kinostart USA:
    02.02.1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Während ihrer Hochzeitsreise durch Europa landet das junge Paar Gerald und Marianne Harcourt nach einer Autopanne auf dem Maskenball des mysteriösen Schlossherrn Dr. Ravna, der sich als Anführer einer blutdürstenden Vampirsippe erweist. Der Doktor hat es auf die schöne Marianne abgesehen und entführt sie. Gerald wendet sich in seiner Verzweiflung an den Vampirjäger Professor Zimmer, mit dem er den Blutsaugern ein für allemal das Handwerk legen und seine Marianne aus den Klauen des Vampirs retten will.

Userkritik zu Der Kuss des Vampir

doobee
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 6/10 Punkte

Irgendwo in Europa, um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts; das Ehepaar Marianne (Jennifer Daniel) und Gerarld Harcourt (Edward de Souza) sind auf Hochzeitsreise. Sie sind mit einem zur damaligen Zeit noch sehr raren Automobil unterwegs. Ihnen geht das Benzin aus und sie stranden im Nirgendwo. Schliesslich landen sie in einem kleinen Kaff und steigen im „Grand Hotel“, einer schäbigen Bruchbude, ab. Ihre Ankunft ist nicht unbemerkt geblieben, denn sie erhalten eine Einladung von Dr. Ravna (Noel Willman), dem Schlossherrn von Schloss Ravna, welches über dem Dorf thront. Es wird ein Maskenball gegeben und Dr. Ravna entpuppt sich als Anführer einer Vampirsippe. Er lässt Marianne in seine Gemächer entführen und macht sie zu seiner Jüngerin. Gerald lässt er aus dem Schloss werfen und alle Beteiligten verleugnen plötzlich, dass Marianne je existiert hat. In seiner Verzweiflung wendet sich Gerald an Prof. Zimmer (Clifford Evans). Dieser ist Kenner des Okkultismus und hat mir Dr. Ravna noch eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen. Die beiden machen sich auf, Dr. Ravna und seiner Sippe den Garaus zu machen……

Dies war nach „Dracula“ und „Dracula und seine Bräute“ der dritte Ausflug von Hammer Films ins Reich der Vampire. Regie führte Don Sharp und dies war seine erste Arbeit für Hammer und sein erster Horrorfilm überhaupt. Dafür erweist er sich als ausserordentlich stilsicher. Er spannt einen immer intensiver werdenden Spannungsbogen. Es beginnt mit der grossartigen Eröffnungsszene, welche uns ein etwas anderes Begräbnis zeigt und zu den stärksten Szenen in einem Hammerfilm überhaupt gehört. Danach flacht die Story etwas ab, wird jedoch nicht langweilig, denn Kameramann Alan Hume, ein alter Profi, verwöhnt uns mit berauschenden, farbenprächtigen Bildern. Dazu kommt die exzellente Musik von Hammer Hauskomponist James Bernard. Er hat nicht nur eine unheilschwangere Titelmelodie mit Streichern, Klavir und dramatischen Trompetenstössen geschrieben sondern auch gleich noch einen Walzer, welcher am Maskenball erklingt und ein Klavirstück, welches von Carl (Barry Warren), dem Sohn von Dr. Ravna, zum Besten gegeben wird. Die Sets und Kostüme sind gewohnt stilvoll, wobei das Innere von Schloss Ravna bereits ein paar Jahre zuvor als Kulisse für „Dracula“ gedient hatte. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Tatsache, wie die Vampire hier gezeigt werden. Sie können sich tagsüber durchaus frei bewegen, sofern sie nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dr. Zimmer bekämpft sie auch nicht mittels konventionellem Holzpflock sondern mit einer Teufelsbeschwörung, welche dazu dient, dass das Böse sich selber vernichtet. Dies bietet Anlass für einen wiederum sehr guten und dramatischen Showdown, als sich die Fledermäuse über die Vampire hermachen. Neben der Eröffnungsszene und dem Showdown gibt es wenig bis gar nichts an Schockeffekten zu bewundern. Dies stört aber den positiven Gesamteindruck keineswegs.

Clifford Evans hatte zuvor schon in Hammers „Der Fluch von Siniestro“ überzeugt und glänzt hier erneut in der Rolle Rolle des gebrochenen, alkoholkranken Prof. Zimmer. Edward de Souza hatte ebenfalls zuvor schon in einem Hammer Film mitgemacht, nämlich in „Das Rätsel der unheimlichen Maske“, Hammers Adaption des klassischen „Das Phantom der Oper“-Stoffes. Hier agiert er als Gerald sehr souverän und ohne Durchhänger. Erwähnenswert ist auch die tolle Leistung von Noel Willman als mysteriöser, charismatisch-arroganter Dr. Ravna. Er ist nach Christopher Lee sicherlich der beste Obervampir, der je durch die Hammer Sets gewandelt ist.

Fazit: Stilvoller Gothic-Grusel aus dem Hause Hammer. Nicht deren bester Vampirfilm, aber dank der stimmigen Inszenzierung und der hervorragenden Eröffnungs- und finalen Sequenz auf jeden Fall ein Genuss. 6/10

geschrieben am 30.10.2015 um 12:11

BILDER ZUM FILM

der-kuss-des-vampir-poster

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

der-kuss-des-vampirs-poster

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 7/10 | Wertungen: 6 | Kritiken: 1