Ein einsamer kehrt zurück

  • Informationen zum Film
  • Ein einsamer kehrt zurück

  • Originaltitel:
    Il ritorno di Clint il solitario
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    1972
    Kinostart Deutschland:
    07.03.1975
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Auf den Kopf von Clint steht eine Belohnung und er wird von einem langhaarigen, zigarrekauenden Kopfgeldjäger verfolgt. Der Flucht vor seinen Häschern überdrüssig, kehrt Clint nach fünf Jahren einsamen Reitens zu seiner Familie auf die kleine Ranch zurück. Kaum verheilte familiäre Wunden brechen auf unf Clint gelobt, nie wieder eine Waffe anzurühren. Ein skrupelloser Grundbesitzer, der die Siedler aus dem Tal vertreiben wird, zwingt ihn bald dazu, sein Gelübde zu brechen...

Userkritik zu Ein einsamer kehrt zurück

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Clint Murrayson (George Martin) kehrt nach 5 Jahren in sein Heimatdorf zurück. Er ist ein Outlaw, auf dessen Kopf eine hohe Belohnung ausgesetzt ist. Dies, da er den hinterhältigen Mord an seinem Bruder und dessen frisch vermählten Frau blutig gerächt hatte. Clints Frau Norma (Marina Malfatti) hat in der Zwischenzeit das Kaff verlassen und bei Kearnville die Ranch Green Circle gekauft. Dort angekommen wird Clint von Norma und seinem Sohn Jimmy (Augusto Pescarini) nicht gerade herzlich empfangen. Nur seine Tochter Betty (Susanna Atkinson) ist ihm gut gesinnt, erkennt sie in ihm denn auch nicht den längst totgeglaubten Vater. Clint darf als Ranchhilfe bleiben unter der Bedingung, niemals mehr eine Waffe anzurühren. Leichter gesagt als getan, denn eine Bande von Gesetzlosen unter der Führung des schmierigen Bankiers Scranton (Francisco José Huetos) macht den Farmern das Leben zur Hölle, weil sie sich deren Land unter den Nagel reissen wollen. Und da ist noch Kopfgeldjäger Scott (Klaus Kinski), der nur allzu gerne die 5000 Dollar für Clints Kopf kassieren würde…..

Regisseur Alfonso Balcazar ist ein unterhaltsamer, wenn auch nicht überragender Genrebeitrag gelungen. Die Stimmung ist mehrheitlich düster, die Settings auf ordentlichem Niveau. Interessant wenn auch nicht neu ist die Aussage des Films: dass Gewalt nur immer neue Gewalt erzeugt und dass man Manns genug sein sollte um den Colt mal stecken zu lassen. Diese Botschaft versucht Clint, seinem Sohn Jimmy zu vermitteln, erntet aber von diesem nur Spott und wird als Feigling abgestempelt. Diese Zerissenheit zwischen seinem Schwur, nie mehr eine Waffe anzurühren und dem verzweifelten Wunsch, seiner Familie zu helfen wird von George Martin, mit richtigem Namen Francisco Martinez Celeiro, überzeugend gespielt. Martin war ein gut aussehender, talentierter Schauspieler mit melancholischem Blick und sehr geeignet für diese vielschichtige Rolle. Dass er am Schluss nicht anders kann als die vergrabenen Waffen wieder auszubuddeln um dem Gesindel das Handwerk zu legen ist vorhersehbar. Vorher liefert er sich aber noch ein paar wirklich deftige Prügeleien mit ihnen. Diese sind sehr gut in Szene gesetzt und gehören zu den Highlights dieses ansonsten erstaunlich sanften und blutleeren Films. Ein weiteres solches ist Klaus Kinski als langhaariger, ewig Zigarre paffender Kopfgeldjäger Scott. Parallelen zu seiner Rolle als Loco in „Il grande Silenzio“ sind durchaus vorhanden. Doch im Gegensatz zu diesem ist hier seine Rolle um einiges sympathischer gestaltet. Obwohl er natürlich Menschen tötet um sein Geld zu verdienen kommt er nicht so niederträchtig und gefühllos rüber wie sonst meistens. Es zeigt sich, dass hinter dieser zynischen, skrupellosen Fassade sogar ein weicher Kern steckt, was nicht nur ungewöhnlich sondern auch erfreulich ist.

Ennio Morricone liefert einen klassischen Italowestern-Soundtrack ab mit allem was dazugehört: Trompeten, Gitarren, Mundharmonika und Chorälen. Nur kam mir das eine Stück ziemlich bekannt vor und ich glaube, es wurde aus einem anderen Score rezykliert. Ich könnte im Moment aber nicht sagen aus welchem.

Fazit: Unterhaltsamer, manchmal etwas zu melodramatischer und nahe am Kitsch gebauter Western. Genrefreunde und Fans des unvergleichlichen Klaus Kinski können ruhig mal einen Blick riskieren. 5/10

geschrieben am 25.10.2015 um 17:31

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