Sing mir das Lied der Rache

  • Informationen zum Film
  • Sing mir das Lied der Rache

  • Originaltitel:
    Mi chiamavano 'Requiescat'... ma avevano sbagliato
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    1973
    Kinostart Deutschland:
    23.08.1974
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges haben einige Südstaatenoffiziere Verbrecherbanden gegründet, die im Land für Unruhe sorgen. Die schlimmste wird von Machedo (William Berger) angeführt. Diese wird von den Nordstaaten, unter Führung von Jeff Mulligan (Sergio Ciani), gejagt. Es gelingt sogar Machedo Mulligans Fort einzunehmen. Er lässt alle Männer erschießen und foltert Mulligan und lässt ihn dann angekettet zurück. Zwei Jahre später. Machedo wütet immer noch im ganzen Land. Doch seine Taten werden von einem Unbekanntem beobachtet. Als er jedoch eine Bank überfällt, beginnt sich das Blatt zu wenden. Die Männer, die das geklaute Gold transportieren, werden getötet. Es ist Mulligan, der Rache geschworen hat. Hilfe bekommt er von einem ehemaligen Soldaten. Machedos Männer werden bei der Suche nach dem Gold auf ihn aufmerksam und bringen ihn zu ihrem Boss. Doch Mulligan kann fliehen und gemeinsam mit dem ehemaligen Soldaten plant er seine Rache...

Userkritik zu Sing mir das Lied der Rache

doobee
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 2/10 Punkte

Im Jahre 1865 ist der Bürgerkrieg zu Ende. Aber noch immer treiben Banden von renitenten Südstaatlern ihr Unwesen und leben von Ueberfall, Raub und Mord. Eine besonders gefürchtete Bande ist diejenige von Machedo (William Berger). Auf diesen hat es Nordstaaten-Captain Jeff Madison (Sergio Ciani) abgesehen. Während Madison unterwegs auf Patrouille ist überfallen Machedo und seine Leute dessen Heimat-Fort. So gerät dieser bei seiner Rückkehr in einen Hinterhalt. Er wird brutal gefoltert und gededmütigt und schliesslich zerschiesst ihm Machedo seine rechte Schusshand. Sie lassen ihn blutend und gefesselt zum Sterben zurück. Fortan zieht die Bande mordend und brennend durchs Land und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Doch zwei Jahre später ist Madison zurück. Er jagt der Bande einen Goldschatz ab, welchen diese bei einem Banküberfall erbeutet hat. Er benützt die Goldmünzen als Köder für Machedo. Dieser beisst an und im verlassenen Nest Blakston Hill kommt es zum blutigen Showdown…

Mario Bianchi inszenierte diesen Western im Jahre 1973, zu einer Zeit, als das Genre bereits auf dem absteigenden Ast war und es von den unsäglichen Western-Komödien nur so wimmelte. Daher ist es ziemlich erstaunlich was wir hier zu sehen bekommen. Es ist eine ernste, düstere Rachegeschichte, wie man sie schon unzählige Male vorher gesehen hat, aber einfach ein paar Jahre früher. Es gibt also nichts Neues und auch keine Ueberraschungen zu sehen. Die Atmosphäre ist bedrückend, die schlammigen Strassen und der ewig wolkenverhangene Himmel passen zum trostlosen Tenor des Films. Ansonsten unterscheidet er sich nur durch eins von anderen, ähnlich gelagerten Streifen: der allgegenwärtigen Gewalt. Da gibt es wüste Prügeleien, brutale Folterungen, blutige Einschüsse und sogar eine selbstzweckhafte Sexszene zu bestaunen. Diese Dinge sind nicht wie in vielen anderen Werken nur angedeutet sondern relativ explizit in Szene gesetzt. Wir haben es hier also mit einem waschechten Exploiter zu tun. Diese Szenen mussten herhalten weil Mario Bianchi nicht über das Talent und die Fertigkeit verfügte, diese simpel gestrickte Story einigermassen interessant in Szene zu setzen. Als wäre dies noch nicht alles dilettantisch genug müssen wir uns auch noch einen der schrecklichsten Scores der Italowestern-Geschichte anhören. Dieser stammt von Gianni Ferrio. Schon der Titelsong „That Man“, welcher von einer gewissen Ann Collin nicht gesungen sondern geplärrt wird ist eine Ohrenfolter. Es ist eine Soul-Nummer mit Jazz-Trompete und hat nicht das Enternteste mit der gewohnten Tonalität des Genres zu tun. Auch sonst ist die Musik völlig unpassend. Wenn wir z.B. bei einer Verfolgungsjad nur seichtes Gedudel zu hören bekommen dann stimmt dies einfach nicht. Auch martert uns das stetige, nervige Klavir-Geklimper, welches jede Szene, wo Stille angebracht wäre, schlicht und einfach abmurkst. Schlimmer geht’s wirklich nimmer.

Dies könnte man auch von Sergio Ciani behaupten. Der Muskelprotz trat in den 60ern als Herkules, Samson und Ursus in diversen italienischen Sandalenfilmen auf. Hier wirkt er mit seinem Schnauzer und seiner Föhnfrisur völlig fehl am Platz. Ihm nimmt man den Part des gnadenlosen Rächers zu keiner Zeit ab, dazu in sein Spiel viel zu eindimensional und belanglos. Auch William Berger, einer meiner Lieblings-Schurken, scheint irgendwie unmotiviert gewesen zu sein. Er ist zwar immer noch um ein Vielfaches besser als Ciani, doch ich vermisste dieses Mal seine sonst so ungeheure Präsenz und das gewisse Over the Top-Feeling, welches er normalerweise locker erzeugen konnte.

Fazit: Schwacher Genrebeitrag, der ausser der genannten Brutalitäten nichts zu bieten hat. Dazu kommt ein unerträglicher Score, der mir noch heute Alpträume bereitet. Das war nichts! 2/10

geschrieben am 18.10.2015 um 12:04

BILDER ZUM FILM

Bildsing-mir-das-lied-der-rache-postersing-mir-das-lied-der-rache-poster

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

sing-mir-das-lied-der-rache-poster

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 4/10 | Wertungen: 2 | Kritiken: 1