Die Vampire des Dr. Dracula

  • Informationen zum Film
  • Die Vampire des Dr. Dracula

  • Originaltitel:
    La Marca del Hombre-Lobo
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Deutschland:
    07.02.1969
    Kinostart USA:
    08.10.1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Zigeuner werden beim Plündern einer Gruft von einem Werwolf getötet. Zunächst glauben alle noch an eine gewöhnliche Wolfattacke und veranstalten eine Jagd auf die Tiere. Dabei wird Graf Daninsky vom Werwolf gebissen und dadurch verflucht. Nachdem er in einer Vollmondnacht zuschlägt, sperrt er sich in einem alten Kloster ein. Dr. Mikhelov und Gattin sollen ihm helfen – die sind jedoch Vampire!

Userkritik zu Die Vampire des Dr. Dracula

doobee
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Bewertung: 3/10 Punkte

Ueber dem Dorf Dunkelstadt (!) liegt ein Fluch. Denn vor vierzig Jahren war der Adelige Imre Wolfstein auf einer Tibetreise von einem Werwolf gebissen worden. Wieder zurückgekehrt verbreitete er in Vollmondnächten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung, bis ihm mittels Silberkreuz ins Herz der Garaus gemacht wurde. Seither ruht er in der Gruft des verfallenen Herrenhauses der Wolfsteins. Die Leute vom Ort meiden diesen Ort wie der Teufel das Weihwasser. Nur der geheimnisvolle, bei der Dorfbevölkerung unbeliebte Aristokrat Waldemar Daninsky (Paul Naschy) treibt sich öfters dort rum. Dort trifft er auch auf Rudolph Weissmann (Manuel Manzaneque) und die bezaubernde Gräfin Janice von Aarenberg (Dyanik Zurakowska), welche kürzlich von einem Internatsaufenthalt in der Schweiz in ihre Heimat zurückgekehrt ist und sich von ihrem Freund Rudolph die Gegend zeigen lässt. Waldemar und Janice verlieben sich prompt ineinander. Eines Nachts sucht ein Zigeunerpärchen während eines Gewitters Unterschlupf im Schloss Wolfstein. Sie kommen auf die Idee, die Gruft zu plündern. Als sie den Sarg von Imre Wolfstein öffnen und das Silberkreuz aus dessen Brust ziehen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Es gibt brutale Todesfälle, die Wölfe, welche im Winter von den Bergen runterkommen, werden dafür verantwortlich gemacht. Es wird eine Treibjagd veranstaltet, bei der auch Rudolph und Waldemar teilnehmen. Rudolph wird vom Werwolf angefallen, kann aber von Waldemar gerettet werden. Dieser wird jedoch verletzt und der Fluch der Wolfsteins ist nun auf ihn übergegangen. Mit aller Macht kämpft er dagegen an, lässt sich sogar in der Gruft einkerkern, damit er keinen Schaden anrichten kann. Die einzige Hoffnung auf Rettung scheinen Dr. Janos Mikhelov (Julian Ugarte) und dessen Frau Wandessa (Aurora de Alba) zu sein. Doch diese bergen ein schreckliches Geheimnis und wollen Waldemar für ihre eigenen Zwecke missbrauchen......

Der vorliegende Film ist nicht nur die eigentliche Geburtsstunde des spanischen Horrorfilms, sondern hier schlüpfte Jacinto Molina, besser bekannt unter dem Namen Paul Naschy, erstmals in die Rolle des Waldemar Daninsky, welche er im Laufe seiner Karriere insgesamt zwölfmal verkörpern sollte. Er dachte sich auch gleich die Geschichte aus und verfasste das Drehbuch, welches von Regisseur Enrique Lopez Eguiluz mehr schlecht als recht umgesetzt wurde. Für Leute wie mich, die grossen Gefallen an den Produktionen der britischen Hammer Films und der amerikanischen A.I.P. finden wirkt der spanische Horrorfilm irgendwie dilettantisch und billig. Diesen Eindruck hatte ich hier leider auch. Es fehlt an Atmosphäre und an einer spannenden, fesselnden Story. Die Filmsets und Kulissen sind auf bescheidenem Niveau, die Effekte einfach nur lächerlich. Die Werwolf-Maske ist ein Witz und war sogar im Universal-Klassiker „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahre 1941 furchteinflössender. Dazu kommen die völlig überdrehten, theatralischen Gebärden des Werwolfs, als hätte er ein ernsthaftes ADHS-Syndrom. Nicht einmal mit harten Effekten kann der Film trumpfen, da ist einfach nichts Erwähnenswertes vorhanden. Auch die Musik von Angel Arteago passt zum dürftigen Gesamteindruck. Sie bietet keinerlei Schauerwert sondern lediglich einige lahme Choräle und viel Trommelwirbel. Es ist erstaunlich dass dieser Film im Jahre 1981 eine Wiederaufführung bekam, und zwar unter dem reisserischen und irreführenden Titel „Hexen des Grauens“. Eine Frechheit, zumal Hexen hier überhaupt keine Rolle spielen.

Noch ein Wort zu Paul Naschy: dieser war unter anderem Gewichtheber gewesen, und dabei hätte er besser bleiben sollen. Sein Spiel ist hölzern und zu keiner Zeit überzeugend. Es ist mir schleierhaft wie er mit einem derart beschränkten Talent eine solch erfolgreiche Schauspiel-Karriere machen konnte.

Fazit: Kruder Mix aus Werwolf- und Vampirfilm mit hohem Trash-Faktor. Nicht meine Welt! 3/10

geschrieben am 09.10.2015 um 11:40

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