Die Folterkammer des Hexenjägers

  • Informationen zum Film
  • Die Folterkammer des Hexenjägers

  • Originaltitel:
    The Haunted Palace
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1963
    Kinostart Deutschland:
    24.10.1969
    Kinostart USA:
    28.08.1963
  • Inhalt
  • Inhalt:
    1765 spielen sich im kleinen Städtchen Arkham in Neu England unheilvolle Dinge ab und junge Mädchen verschwinden spurlos. Bald haben die Einwohner Joseph Curwen als Schuldigen und als Hexenmeister entlarvt und verbrennen ihn auf dem Scheiterhaufen. Doch Joseph Curwens letzter Fluch bewirkt, dass fortan in Arkham nur noch missgestaltete Kinder geboren werden. Als über 100 Jahre später sein Nachkomme Charles Dexter Ward auftaucht, wird er nicht gerade herzlich empfangen. Und tatsächlich steht Ward schon bald unter dem Bann seines Ahnen und nimmt mithilfe eines Buches Verbindung mit den finsteren Mächten auf...

Userkritik zu Die Folterkammer des Hexenjägers

doobee
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 8/10 Punkte

Arkham, Massachusetts, 1756; der Hexenmeister Joseph Curwen (Vincent Price) ist im Besitz des Buches „Necronomicon“, welches geheime Formeln enthält um etwas Neues, Schreckliches zu erschaffen. Curwen ist besessen von dieser Idee und entführt immer wieder Dorfmädchen in seinen Palast, um sie mit künstlichem Samen zu befruchten und so eine neue Rasse zu schaffen. Die Dorfbewohner wollen diesem Treiben nicht mehr tatenlos zusehen, zerren ihn eines Nachts aus seinem Haus und verbrennen ihn. Doch bevor er stirbt verflucht er das Dorf auf alle Ewigkeit. Er schwört zurückzukehren und Rache an den Kindern und Kindeskindern der Bewohner zu nehmen……..110 Jahre später: Charles Dexter Ward (Vincent Price) kommt mit seiner Frau Ann (Debra Paget) nach Arkham. Er ist ein Ururenkel von Jospeh Curwen und hat dessen Besitz geerbt. Der Empfang der Dorfbewohner ist alles andere als freundlich, zumal Charles dem grausamen Curwen, dessen Fluch die Leute seit seinem Tode fürchten, täuschend ähnlich sieht. Trotzdem ziehen die Wards in den Palast ein. Schon bald beginnt sich Ward zu verändern. Er gerät immer mehr in den Bann des Geistes von Joseph Curwen, der nur auf diese Chance gewartet hat, endlich zurückkehren und grausame Rache üben zu können……

Was Hammer Films für Grossbritannien war, war A.I.P. für Amerika: ein Garant für stimmungsvolle, gut gemachte Horrorfilme. Sie machten sich in den 60er-Jahren vor allem einen Namen durch ihre Edgar Allan Poe-Adaptionen, die unter der Regie von Roger Corman entstanden. Auch das vorliegende Werk ist von Roger Corman, nur ist es dieses Mal eine Geschichte von H.P. Lovecraft, welcher dieser Film zugrunde liegt. A.I.P. wollte aber unbedingt den Namen Poe als Zugpferd haben, also nannte man den Film kurzerhand „The Haunted Palace“, nach einem Gedicht des grossen Meisters des Schreckens. Was wir zu sehen bekommen ist Gruselkino vom Feinsten. Dabei hält sich der Härtegrad in sehr engen Grenzen und beschränkt sich auf zwei Rache-Morde von Curwen. Doch die Kulissen des trostlosen Kaffs, des nebelverhangenen Friedhofs und des dunklen Palast-Gemäuers sind herrlich schaurig-kitschig. Die bedrohliche Atmosphäre ist allgegenwärtig. Dazu tragen neben der äusserst gelungenen Musik von Ronald Stein auch die Szenen bei, welche die missgestalteten Freaks des Dorfes zeigen. Sie sind die Erben des Fluchs, sie sind die Frucht des teuflischen Samens, welchen Joseph Curwen vor über 100 Jahren gesät hatte. Auch die Verwandlung vom liebevollen Charles Ward in den diabolischen Joseph Curwen ist sehr beindruckend anzuschauen.

Dies ist natürlich vor allem der Verdienst des grandiosen Vincent Price, welcher an seiner Doppelrolle sichtlich Spass gehabt hat. Hier konnte er zwei verschiedene Persönlichkeiten, alleine durch seine unvergleichliche Mimik, zum Leben erwecken. Auch Debra Paget macht einen hervorragenden Job. Sie ist die liebende Ehefrau, die zu ihrem Ehemann steht, auch wenn er sich immer abweisender verhält und zum unberechenbaren Wüstling wird. In einer kleineren Rolle als Hausverwalter Simon ist Lon Chaney Jr. zu sehen. Dieser hatte seinen grössten Erfolg im Jahre 1941 als Lawrence Stuart Talbot im Horror-Klassiker „Der Wolfsmensch“ gefeiert. Hier war er bereits von seiner Alkoholsucht gezeichnet.

Fazit: Grosses 60er-Jahre Schauerkino und absolutes Pflichtprogramm für Liebhaber des klassischen Gruselfilms. 8/10

geschrieben am 04.10.2015 um 17:03

BILDER ZUM FILM

Bild

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 7,4/10 | Wertungen: 5 | Kritiken: 2