Django kennt kein Erbarmen

  • Informationen zum Film
  • Django kennt kein Erbarmen

  • Originaltitel:
    Pochi dollari per Django
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    1966
    Kinostart Deutschland:
    20.01.1969
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nachdem der Kopfgeldjäger Django (Antonio De Teffè) ein paar Bankräuber zur Strecke brachte um ihr Kopfgeld zu kassieren und die von ihnen geraubten 100.000 $ zurückzubringen, macht er sich auf in eine kleine Stadt in Montana, um das letzte Mitglied der Bande zu finden. Dort angekommen gibt er sich als Sheriff aus und gerät in einen brutalen Kampf zwischen Siedlern und Farmern, in den auch der Zwillingsbruder des Gesuchten (Frank Wolff) verwickelt ist.

Userkritik zu Django kennt kein Erbarmen

doobee
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Bewertung: 4/10 Punkte

Kopfgeldjäger Django (Anthony Steffen) hat von einer Bergwerksgesellschaft den Auftrag erhalten, 100‘000 Dollar wieder zu beschaffen, welche von 6 Banditen geraubt wurden. Souverän erledigt er den Auftrag, indem er drei der Bandenmitglieder ins Jenseits befördert und das Geld der Gesellschaft zurückerstattet. Doch die anderen Bandenmitglieder sind noch auf freiem Fuss: Buck Dago (José Luis Lluch) und Sam Lister (Enio Girolami). Jim Norton (Frank Wolff), der Kopf der Bande, soll mittlerweile ins Gras gebissen haben. Aber er hat einen Zwillingsbruder in Montana namens Trevor. Django erhält den Auftrag, diesen aufzusuchen und herauszufinden, ob die 100‘000 Dollar tatsächlich Eigentum der Gesellschaft sind oder aus einem anderen Beutezug stammen. Auf dem Weg nach Mill City stösst Django auf die Leiche von Sheriff Coleman, welcher von Buck und Sam im Auftrag des skrupellosen Viehbarons Amos Brownsberg (Alfonso Rojas) umgebracht wurde. Denn Brownsberg kann keinen Sheriff in dem Kaff gebrauchen. Er befindet sich im Krieg mit den Farmern und ihm ist jedes Mittel recht, um diese aus Montana zu vertreiben. Django macht sich kurzerhand selbst zum Sheriff und gerät mitten in diesen blutigen Krieg. Trevor Norton, ebenfalls Farmer und ein friedliebender Mensch vesucht, zwischen den Fronten zu vermitteln. An seiner Seite steht seine Nichte Sally (Gloria Osuna). Doch Django kommen schon bald Zweifel, ob es sich bei Trevor wirklich um den Zwillingsbruder von Jim handelt. Denn dessen Schiesskünste sind perfekt und sein Colt sitzt stets sehr locker. Eigenschaften, die eigentlich eher auf seinen „verblichenen“ Bruder Jim zutreffen. Im Laufe der gnadenlosen Auseinandersetzung zwischen Brownsberg und seinen Männern und den Siedlern wird Django die Wahrheit herausfinden…..

Als Regisseur dieses Streifens wird Léon Klimovsky genannt. Gemäss eigenen Aussagen war es aber Assistent Enzo G. Castellari, der den Löwenanteil der Regiearbeit geleistet hat. Wobei wir es hier mit dem inoffiziellen Regie-Debut dieses talentierten Mannes zu tun haben, der uns später mit Filmen wie „Leg ihn um, Django“, „Töte alle und kehr allein zurück“ oder „Keoma“ beglücken sollte. Hier haben wir es eher mit Durchschnittsware zu tun. Ausserdem ist das Ganze auch noch ziemlich amerikanisch angehaucht. Die etwas blasse, stellenweise auch zu gemächlich und wenig spannend erzählte Geschichte von Viehzüchtern und Farmern die sich bekriegen könnte aus einem John Wayne-Film stammen. Auch optisch kommen die Figuren und Settings noch nicht genug dreckig daher, um diese unverwechselbare Spaghetti-Atmosphäre erzeugen zu können. Einzig der gelungene Score von Carlo Savina schafft es, einen Hauch von Italien in den Film reinzuzaubern. Nicht nur wegen des starken Titelsongs „There will come a Morning“, gesungen von Dan Powell, sondern auch wegen der sonstigen Italo-typischen Bläser- und Choreinsätzen. Die Geschichte krankt leider auch ein bisschen an der etwas abstrusen Charakter-Zeichnung. Da ist der ruchlose Kopfgeldjäger, der aus unerfindlichen Gründen zum Sheriff und Retter der Unterdrückten mutiert. Und da ist Trevor/Jim Norton, der sich vom Banditen zum liebenden Familienmenschen und Farmer wandelt und bereit ist, dafür alles zu opfern. Das kommt alles nicht nur ziemlich kitschig, sondern auch unglaubwürdig daher.

Anthony Steffen gefällt mir am Anfang des Filmes als Bounty-Killer mit seiner ihm eigenen, hölzernen Coolness sehr gut. Als er dann aber zum Sheriff wird und auch noch eine zarte Romanze mit Sally entwickelt wirkt er ziemlich verloren und oft nicht ganz auf der Höhe des Geschehens. Frank Wolff, der hier sein Italowestern-Debut hat, gibt einen prächtigen, zwiespältigen Norton ab. Er wurde danach zu Recht zu einem vielbeschäftigten Star in diesem Genre.

Fazit: Wenig aufregender Genrebeitrag ohne Höhen und Tiefen. Dass es Castellari viel besser kann hat er danach unzählige Male bewiesen. 4/10

geschrieben am 18.09.2015 um 13:36

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