Es ist schwer, ein Gott zu sein

  • Informationen zum Film
  • Es ist schwer, ein Gott zu sein

  • Originaltitel:
    Trudno byt bogom
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Deutschland:
    03.09.2015
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Eine Gruppe Historiker wurde auf einen fremden Planeten
    entsandt, der der Erde in seiner Entwicklung um 800 Jahre
    hinterher ist. In der Hoffnung, in dieser mittelalterlichen
    Zivilisation die Geburt einer Renaissance hautnah miterleben
    zu können, mischen sich die Forscher unbemerkt als adlige
    Nachkommen lokaler Gottheiten unters Volk, um die dortigen
    Ereignisse aufzuzeichnen und zur Erde zu übertragen. Ihre
    oberste Direktive dabei lautet: Bleibe unerkannt und neutral,
    greife niemals in das Geschehen ein und töte unter keinen
    Umständen einen Planetenbewohner. So weit, so gut. Doch als
    in der Stadt Arkanar graue Truppen plötzlich ein blutiges
    Pogrom gegen Gelehrte und Bücherfreunde starten, nimmt die
    Geschichte mit einem Mal einen völlig unerwarteten Verlauf.
    Don Rumata, der vor Ort das Treiben hautnah miterlebt, fällt
    es dabei zunehmend schwerer, dem brutalen Gemetzel einfach
    nur tatenlos zuzusehen. Doch was tun als ein Gott, dem die
    Hände gebunden sind?

Userkritik zu Es ist schwer, ein Gott zu sein

roother
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Bewertung: 8/10 Punkte

Der ferne Planet Arkanar unterscheidet sich kaum von unserer Erde, nur ist man dort ca 800 Jahre hinter unserer Entwicklungsgeschichte hinterher. Dies treibt eine Gruppe von Historikern dazu an, Arkanar als stille Beobachter zu besuchen, um die Geburtsstunde der Renaissance mitzuerleben. Doch umgeben von Krieg zwischen „Grauen“ und „Schwarzen“ nimmt die Geschichte der fernen Welt eine andere Wendung: Statt Kunst in Bild, Form und Schrift zu erschaffen, werden Schriftgelehrten erhängt und Universitäten niedergebrannt. Unter diesen Umständen fällt es den Besuchern immer schwerer nicht in den Verlauf der Geschichte einzugreifen...


Ob dieser Inhalt tatsächlich dem Gezeigten entspricht kann ich gar nicht zu 100% sagen, denn German macht es einem nicht leicht dem Inhalt in Gänze zu folgen. Vielmehr werden Handlungsfetzen lediglich angedeutet, nebenbei erwähnt oder finden am Rand des Bildes statt. Die Kamera fokussiert sich meist auf angeblich nebensächliche Details. Kaum bekommt man den Gesamtzusammenhang präsentiert, sondern ist mittels Nah- und Detailaufnahme mitten im Geschehen. Immer erscheint etwas unscharf vor der Kamera und nimmt einem die Sicht auf das Wesentliche. Man sehnt sich nach Totalen und Großaufnahmen. Und durch diese Inszenierung zieht uns German ganz tief in das Geschehen mit rein.

Ja, „Es ist schwer ein Gott zu sein“ ist anstrengend, sehr anstrengend. Nach den 3 Stunden hat man das Gefühl, man hätte beim Verlassen des Kinosaales eine Urkunde oder sowas als Anerkennung verdient. Dennoch zieht einem die Melange aus Dreck, Rotze, Pisse und Kot in seinen Bann. Man folgt dem Hauptprotagonisten Schritt für Schritt durch die dreckige, stinkende Welt von Arkanar, ohne wirklich zu erkennen, welchen Sinn dies hat. Das ist anstrengend, verstörend, aber auch extrem faszinierend.

Bei mir hat der Inhalt (sofern ich ihn überhaupt korrekt mitbekommen habe) mehrere Fragen aufgeworfen. Warum nimmt in Arkanar die Geschichte einen anderen Verlauf? Reicht es manchmal schon aus, wenn ein Mensch durch sein Handeln andere Menschen so beeinflusst, dass dadurch sogar die Geschicke der Menschheit verändert werden? Bedarf es nur einen Leonardo Da Vinci? Hat die bloße Anwesenheit der Besucher schon ausgereicht, den Verlauf der Geschichte zu verfälschen? Immerhin haben sie sich als Götter ausgegeben und damit einiges verändert. Was ist die Verantwortung des Einzelnen? Übertragen auf die heutige Zeit, stellen sich solche Fragen unweigerlich auf sozialer und politischer Ebene.

Was zum Schluss übrig bleibt, ist ein Mammutwerk welches wohl eher erlebt und erfahren als verstanden werden kann/soll/muss/darf. Hmm, ich weiß auch nicht…..

geschrieben am 18.09.2015 um 09:50

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