Hasse deinen Nächsten

  • Informationen zum Film
  • Hasse deinen Nächsten

  • Originaltitel:
    Odia il prossimo tuo
    Genre:
    Action, Western, Drama
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Bill, der Bruder von Ken Dakota, wurde auf brutalste Art und Weise vom Gunslinger Gary Stevens gejagt und getötet. Dafür möchte Ken nun eiskalte Rache nehmen, doch es geht um noch viel mehr. Sein Bruder hatte einen Plan bei sich, der den Weg zu einer versteckten Goldmine weist. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, in welchem auch der sinistere Bankier Malone die Karten mischt…

Userkritik zu Hasse deinen Nächsten

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Bill Dakota (Remo De Angelis) und seine Frau werden in San Antonio von Gary Stevens (George Eastman) auf offener Strasse erschossen, weil er einen Lageplan einer Goldmine besitzt, welche Gary unbedingt haben will. Die ganze Stadt, inklusive Sheriff (Franco Fantasia) schaut weg und krümmt keinen Finger, um den feigen Mord zu verhindern. Nur Pat (Claudio Castellani), der Sohn der beiden, überlebt und wird vom Sargmacher und Totengräber Duke (Roberto Risso) gerettet. Bill’s Bruder Ken Dakota (Spiros Focas) will dessen Tod rächen. Nachdem er Pat in die Obhut seiner Freundin Peggy (Nicoletta Macchiavelli) gegeben hat macht er sich zusammen mit Duke auf die Suche nach dem Killer. Diese führt die beiden nach Mexiko, wo der stinkreiche und grausame Bankier Chris Malone (Horst Frank) sein Unwesen treibt. So lässt er versklavte Bauern in regelrechten Gladiatorenkämpfen mit Eisenklauen gegeneinander antreten, zur Belustigung von ihm und seiner völlig dekadenten Frau. Es sind Kämpfe auf Leben und Tod, dem Gewinner winkt die Freiheit. Malone und Stevens stecken unter einer Decke. Stevens hat den Lageplan, Malone das Geld um die Mine zu betreiben. Also machen sie einen Deal und jeder bekommt die Hälfte der Karte. Aber Malone spielt mit falschen Karten und legt seinen Kumpanen rein und ein Katz- und Maus Spiel um den Besitz der Karte beginnt. Und da ist ja auch noch Ken Dakota, der mit den beiden noch eine Rechnung offen hat….

Regisseur Ferdinando Baldi hat mit „Django und die Bande der Gehenkten“ einen meiner absoluten Lieblingswestern gedreht, übrigens ebenfalls mit George Eastman und Horst Frank in ihren klassischen Schurkenrollen. Was er uns hier präsentiert ist ein weniger gelungener Beitrag. Die Geschichte schreitet zwar in flottem Tempo voran und lässt keine Langeweile aufkommen. Auch Kameramann Enzo Serafin macht einen fantastischen Job. So gehört zum Beispiel die Prügelei zwischen Ken und dem Sheriff, neben den Gladiatorenkämpfen, zu den Highlights des Films, weil sie sehr stark fotografiert sind. Aber Baldi macht einfach nicht genug aus der Geschichte. Er zeigt uns einen halbherzigen Rächer, der einfach nicht auf Touren kommt und praktisch zur Randfigur verkommt. Zu dominant sind die beiden Schurken Gary Stevens und Chris Malone, zu wenig Screentime bekommt er, um sich überhaupt richtig entfalten zu können. Auch Peggy und Pat wirken wie störende Nebenelemente, die irgendwie in die Geschichte hineingeschustert worden sind. Wir können hier nicht mehr von einem klassischen Rachewestern sprechen, die Jagd nach der Goldmine hat eindeutig Vorrang. Das Finale übrigens ist mir bedeutend zu kitschig geraten und unterstreicht meine Aussage vom „halbherzigen Rächer“.

Der Score von Robby Poitevin ist nicht schlecht, mal abgesehen vom schmachtenden Titelsong „Two Friends“, welcher von Raoul gesungen wird. Ansonsten wird die übliche trompetenlastige, mit Flöten und Geigen aufgelockerte Kost geboten.

Was den Film bemerkenswert macht sind George Eastman und Horst Frank. Hier haben sich zwei kongeniale Partner gefunden, welche sich gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben. George Eastman als kaltblütiger Killer mit diabolischem Dauergrinsen, Horst Frank als stets weiss gekleideter, mit guten Manieren ausgestatteter Sadist übelster Sorte. Er erinnert geradezu an einen römischen Imperator, wenn er zusammen mit seiner Frau auf dem Podium sitzt und eiskalt lächelnd den Todeskampf seiner „Gladiatoren“ verfolgt. Spiros Focas als Ken hat gegen dieses Duo nicht den Hauch einer Chance. Nicht dass er ein schlechter Schauspieler wäre, aber sein Erinnerungswert ist gleich Null, nicht zuletzt wegen der Rolle an sich, welche eine prägnante Performance gar nicht zulässt.

Fazit: Durchschnittsware von einem Regisseur der es eigentlich viel besser kann. Wegen des genialen Schurkenduos und der erfrischend innnovativen Gladiatorenkämpfe reicht’s für 5/10

geschrieben am 15.08.2015 um 10:01

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