Das Blutgericht der reitenden Leichen

  • Informationen zum Film
  • Das Blutgericht der reitenden Leichen

  • Originaltitel:
    La noche de las gaviotas
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    Spanien
    Produktionsjahr:
    1975
    Kinostart Deutschland:
    09.10.1975
    Kinostart USA:
    26.03.1980
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Ein junges Ehepaar zieht in ein kleines Küstendorf in Spanien. Der Mann will dort eine Stelle als selbstständiger Arzt annehmen. Schon beim Eintreffen wird das Ehepaar recht feindselig behandelt und der bisherige Arzt ist froh, schnellstens verschwinden zu können. Das Ehepaar ist nicht sonderlich angetan von diesem unheimlichen Ort, doch es bleibt. Als nach und nach Frauen verschwinden und die unfreundlichen Einwohner auch noch Jagd auf die Ehefrau des Arztes machen, kommt heraus, daß sie jedes Jahr sieben Frauen den Templern opfern, die heute noch aus ihren Gräbern aufsteigen und ihren Tribut zollen...

Userkritik zu Das Blutgericht der reitenden Leichen

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Dr. Henry Stein (Victor Petit) kommt mit seiner Frau Joan (Maria Kosty) in ein kleines spanisches Fischerdorf, um dort den Job des bisherigen Dorfarztes zu übernehmen. Die beiden scheinen alles andere als willkommen, der alte Arzt will nichts anderes als sofort das Weite suchen, nachdem er sie über die Gefahren dieser Gegend gewarnt hat. Auch das Verhalten der Dorfbewohner ist misstrauisch und abweisend. Sie wollen keine Fremden, denn jedes Jahr während sieben Nächten müssen sie den toten Templern, welche in einer verfallenen Burg oberhalb des Dorfes hausen, Jungfrauen opfern. Dies, um sie zu besänftigen und zu verhindern, dass sie das ganze Dorf massakrieren. Zuerst schenkt das Ehepaar den nächtlichen Prozessionen, welche zum Strand ziehen, keine Beachtung. Erst als der Dorftrottel Teddy (José Antonio Calvo) eines Nachts bei ihnen auftaucht, weil er Schutz vor den Brutalitäten der Dorfbewohner sucht und ihnen die Geschichte der Templer erzählt, werden sie hellhörig. Erst recht, als Lucy (Sandra Mozarowski), ihre Haushälterin, zur nächsten Opfergabe für die blutgierigen Skelettritter auserkoren wird. Sie befreien Lucy aus den Klauen der Templer und ein gnadenloser Ueberlebenskampf entbrennt……..

Regisseur Amando de Ossorio hatte die Zuschauer mit dem Vorgänger „Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“ auf eine harte Geduldsprobe gestellt und teilweise bis zum Einschlafen gelangweilt. Ein Wunder, dass es nach diesem Flop überhaupt noch einen vierten Teil gab. Doch hier hat Ossorio quasi zurück zu den Wurzeln gefunden und präsentiert uns eine flotte, wenn auch nicht wirklich neue Schauergeschichte. Die toten Templer werden wie immer äusserst beeindruckend in Szene gesetzt, es fliesst ein wenig Blut und die Settings des verfallenen Küstendorfes sind sehr gut gewählt. Die Kameraarbeit ist routiniert, die Aufnahmen der in Zeitlupe am Strand entlang galoppierenden Templer sind ein Pluspunkt. Und auch die Szenen, wenn sich die Krebse über die Ueberreste der geopferten Mädchen hermachen sind sehr stimmig und lassen erahnen, zu welchen Höhenflügen das Team mit einem etwas höheren Budget fähig gewesen wäre. Die gewohnt düstere Musik von Anton Garcia Abril, welche dieses Mal sogar ein paar neue Töne beinhaltet, verhilft dem Film ebenfalls zu seiner unheilschwangeren Atmosphäre. Auch das Geschrei der Möwen, welche zur ungewohnten mitternächtlichen Stunde am Himmel kreisen, wird sehr wirksam eingesetzt. Nicht umsonst heisst der Film im Original frei übersetzt „Die Nacht der Möwen“. Mit der Logik hapert es manchmal ein wenig. Der Film spielt nicht im Mittelalter sondern im 20. Jahrhundert. Weshalb also gibt es in diesem Kaff immer noch genug junge Mädchen die geopfert werden können, obwohl alle von den Templern und dem drohenden Schicksal wissen? Ich jedenfalls wäre da schon lange abgehauen.

Von der Schauspielerfront gibt’s wenig Spektakuläres zu vermelden. Alle Protagonisten sind leidlich gute Akteure, welche höchstens in Spanien einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben. Entsprechend blass und belanglos wirkt denn auch ihr Spiel. Mit Ausnahme vielleicht von José Antonio Calvo, der zum Overacting neigt und hiermit die Figur des Teddy zumindest etwas länger in Erinnerung bleiben lässt.

Fazit: Kein Meilenstein, aber ein versöhnlicher Abschluss der Leichen-Saga. 6/10

geschrieben am 12.08.2015 um 23:00

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