Die Rückkehr der reitenden Leichen

  • Informationen zum Film
  • Die Rückkehr der reitenden Leichen

  • Originaltitel:
    El ataque de los muertos sin ojos
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    Spanien
    Produktionsjahr:
    1973
    Kinostart Deutschland:
    14.09.1973
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Die ganze Dorfbewohnerschaft von Berzano rüstet sich zum großen Fest: 500 Jahre ist es her, dass die Tyrannenherrschaft der satanischen Templer beendet wurde. Höhepunkt soll neben der Verbrennung von Templer-Puppen ein prächtiges Feuerwerk sein, für das die Dörfler eigens den Pyrotechniker Jack Marlowe kommen lassen. Dieser begegnet hier seiner verflossenen Liebe Vivian, die allerdings längst dem Bürgermeister versprochen ist. Die romantischen Verflechtungen treten ein wenig in den Hintergrund, als die untoten Templer die Party sprengen und ein Blutbad auf dem Dorfplatz anrichten. Jack, Vivian, der Bürgermeister und einige andere Versprengte verbarrikadieren sich in der Kirche ...

Userkritik zu Die Rückkehr der reitenden Leichen

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Berzano im 15. Jahrhundert; die Dorfbevölkerung hat genug von dem Treiben der Tempelritter, welche in der nahegelegenen Abtei residieren und mittels grausamer Menschenopfer versuchen, die Unsterblichkeit zu erlangen. Der Mob stürmt die Abtei und die Templer landen auf dem Scheiterhaufen, nachdem ihnen die Augen ausgebrannt wurden, damit sie nie mehr den Weg zurück nach Berzano finden sollen. 500 Jahre später feiert das Dorf den Jahrestag der Vernichtung der Templer. Aus diesem Anlass hat Vivian (Esperanza Roy), die Verlobte von Bürgermeister Duncan (Fernando Sancho), den Feuerwerks-Experten Jack Marlowe (Tony Kendall) engagiert. Nicht ganz uneigennützig, denn die beiden verbindet eine alte Liebschaft. Der Dorftrottel Murdo (José Canaleja) warnt die Leute, dass in dieser Nacht die Templer zurückkehren und ihre Rache vollziehen werden. Natürlich glaubt ihm niemand, bis es zu spät ist. Die Templer überfallen das Dorf und richten ein fürchterliches Blutbad an. Die wenigen Ueberlebenden, darunter Bürgermeister Duncan, sein Assistent Daccosta (Frank Brana), Vivian und Jack, können in die Kirche flüchten. Eingeschlossen, belagert von den blinden Toten, beginnen sie einen verzweifelten Ueberlebenskampf…..

Zwei Jahre nach „Die Nacht der reitenden Leichen“ liess Regisseur Amando de Ossorio seine blutgierigen Monster erneut auf die Zuschauer los. Es handelt sich nicht um eine eigentliche Fortsetzung. Der deutsche Titel ist denn auch irreführend, der spanische Titel, der locker übersetzt „Der Angriff der augenlosen Toten“ lautet, ist da viel treffender. Denn wo im ersten Teil Berzano noch ein verfallenes Geisterdorf war ist es hier ein belebtes Städtchen, wo im Finale des ersten Teils die Leichen über die Passagiere eines Zuges herfallen und sie massakrieren und somit ein offenes Ende schaffen, auferstehen sie hier nach 500 Jahren zum ersten Mal. Man kann diesen Film also ohne Probleme schauen wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat. Es wäre vielleicht sogar besser, denn „Die Rückkehr der reitenden Leichen“ hat einiges von der morbiden Atmosphäre und dem erfrischenden Flair der Innovation verloren. Die Leichen sind auch hier wieder sehr gut gemacht und wirken beängstigend echt. Auch sieht man dieses Mal sogar den Totenschädel eines Pferdes. Und es werden wiederum Zeitlupenaufnahmen und schauerliche Ton-Effekte eingesetzt. Dies alles wird untermalt vom bedrohlichen Score von Garcia Abril, welcher auch für die Musik im ersten Teil verantwortlich war, hier aber mehrheitlich die Mönchsgesänge und andere Elemente aus diesem wieder verwertet. Wenn man also als Neuling an dieses Werk rangeht dann sieht man einen gut gemachten, atmosphärischen Gruselschocker. Wenn man ihn als Nachfolgeprodukt des legendären ersten Teils betrachtet, muss man Abstriche machen. Das Thema ist nicht mehr neu, der Zuschauer weiss, was auf ihn zukommt. Auch dramaturgisch ist das Ganze nicht mehr so unwiderstehlich und es machen sich einige Längen breit. Der Goregehalt ist relativ hoch, zumindest in der ungeschnittenen Fassung. Da gibt es blutige Schwerthiebe und sogar einen eingeweidefressenden Tempelritter zu bestaunen.

Die Schauspielerriege liest sich wie ein who is who des Italowestern-Genres. Tondy Kendall, Fernando Sancho und Frank Brana, sie alle spielten in unzähligen dieser Filme mit. Hier wirken sie allesamt irgendwie fehl am Platz und können zu keiner Zeit überzeugen. Ein bekanntes Gesicht aus dem ersten Teil gibt es auch zu sehen: Lone Fleming, welche im ersten Teil als Betty brillierte, hier aber eher blass bleibt.

Fazit: Mässig gelungene Fortsetzung eines Klassikers, aber immer noch um einiges besser als viele andere Produktionen jener Zeit. Deshalb gibt’s von mir 6/10

geschrieben am 27.06.2015 um 17:40

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