Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

  • Informationen zum Film
  • Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

  • Originaltitel:
    The Gorgon
    Genre:
    Fantasy, Mystery, Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1964
    Kinostart Deutschland:
    21.08.1964
    Kinostart USA:
    17.02.1965
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Eine Mordserie versetzt das Dorf Vandorf in Angst und Schrecken. Jedes der Opfer ist zu Stein erstarrt. Nachdem ein junges Mädchen namens Sacha auf die gleiche schreckliche Weise sterben muss, fällt der Verdacht auf ihren Freund. Als ihn ein Suchtrupp an einem Baum erhängt findet, steht für die Dorfbewohner fest, dass er das böse Genie hinter den Verbrechen war. Sein Vater, Professor Heitz, bittet Professor Namaroff (Peter Cushing) um Hilfe, da dieser etwas über eine zeitgenössische Gorgone weiß. Namaroff will von dem Fall jedoch nichts wissen, bis Heitz, der den Gerüchten über üble Machenschaften auf Schloss Baltimore auf den Grund gehen will, die Gorgone trifft und selbst versteinert. Doch erst nachdem Heitz’ zweiter Sohn und dessen Freundin eine Nacht des Schreckens erlebt haben, kommt die wahre Identität der Gorgone endlich an den Tag.

Userkritik zu Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Vandorf im Jahre 1910; eine unheimliche Mordserie erschüttert das Dorf. Sieben unaufgeklärte Morde sind innert fünf Jahren geschehen. Die Dorfbewohner inklusive Wachtmeister und Gerichtspräsident verleugnen die furchtbare Wahrheit dass auf Schloss Borski ein Monster haust welches die Leute zu Stein erstarren lässt. Neuestes Opfer ist Sascha Cass (Toni Gilpin), die Freundin von Bruno Heitz (Jeremy Longhurst), welcher kurze Zeit später an einem Baum aufgehängt gefunden wird. Kurzerhand wird der Fall als Mord mit anschliessendem Selbstmord abgetan und zu den Akten gelegt. Dies ist nicht zuletzt möglich, weil Dr. Namaroff (Peter Cushing), Chefarzt im örtlichen Hospital, gegen besseren Wissens massive Gewalteinwirkung als Todesursache von Sascha angibt. Prof. Julius Heitz (Michael Goodliffe), ein anerkannter Mythologe aus Berlin und Vater von Bruno, ist bei der Gerichtsverhandlung ebenfalls dabei und will nicht akzeptieren, dass sein Sohn als Mörder bezichtigt wird. Um die Sache aufzuklären lässt er seinen zweiten Sohn Paul (Richard Pasco) aus Leipzig kommen, wo dieser mit Prof. Karl Meister (Christopher Lee) zusammenarbeitet. Bevor Paul jedoch in Vandorf eintrifft fällt sein Vater dem mysteriösen Wesen zum Opfer. Kurz bevor er zu Stein erstarrt kann er aber noch einen Brief verfassen, worin er Medusa für diese Taten verantwortlich macht. Diese ist eine der 3 Gorgonen aus der griechischen Mythologie und scheint nach über 2‘000 Jahren wieder zum Leben erwacht zu sein und Vandorf zu ihrem neuen Habitat auserkoren zu haben. Jeder, der ihr in die Augen blickt wird zu Stein verwandelt. Auch Paul widerfährt beinahe dieses Schicksal, er überlebt nur, weil er Medusa nicht direkt, sondern nur ihr Spiegelbild angeschaut hat. Er wird von Carla Hoffmann (Barbara Shelley), der Assistentin von Dr. Namaroff, gesund gepflegt und die beiden verlieben sich prompt ineinander, sehr zum Missfallen von Dr. Namaroff. Inzwischen ist auch Prof. Meister nach Vandorf gekommen, um Paul bei der Lösung des Rätsels zu unterstützen. Medusa war die einzige Sterbliche der gorgonischen Schwestern, sie ist also seit 2‘000 Jahren tot. Aber ihr Geist lebt und ist in einen der Dorfbewohner gefahren. Davon ist Prof. Meister überzeugt. Doch wer ist es? Auf Schloss Borski lüftet sich das schreckliche Geheimnis…..

Die Sage der Medusa wurde schon in unzähligen Filmen erzählt. So war es nicht überraschend dass sich auch Hammer Films dieser Geschichte annahm. Das Script von John Gilling ist leider etwas gar simpel gestrickt und weist auch einige Logikschwächen auf. So erfährt man z.B. nicht weshalb Bruno nicht auch zu Stein erstarrt ist sondern an einem Baum hängt und wer ihn dorthin befördert hat. Gilling legt auch mehr Wert auf Melodramatik denn auf Action oder Schockszenen, wovon es aber dennoch die eine oder andere gibt. Regie-Meister Terence Fisher holt aber das Bestmögliche aus der Geschichte heraus. Zusammen mit Kameramann Michael Reed ist es ihm gelungen, eine farbenprächtige, opulent ausgestattete, meisterhaft fotografierte Gruselmär zu erschaffen. Die Kostüme und das Set Design mit dem verfallenen Schloss sind unglaublich atmosphärisch und gehören zum Besten was ich je in einem Hammer Film gesehen habe. Getragen wird das Ganze vom fantastischen Score von Maestro James Bernard, welcher geschickt zwischen bedrohlichen und traurigen Motiven wechselt und auch auf mystische Sirenengesänge nicht verzichtet. Die Medusa bekommt man nicht oft zu sehen und wenn, meist Nachts oder nur als Spiegelbild. Wenn sie dann aber im Showdown auf Schloss Borski ihre grässliche Visage endlich in voller Pracht präsentiert ist dies eher enttäuschend.

Weshalb übrigens die deutschen Titelschmiede Schloss Borski kurzerhand in Bartimore umtauften ist mir schleierhaft, denn der Film spielt ja ganz offensichtlich nicht in England.

Peter Cushing und Christopher Lee machen wie üblich einen hervorragenden Job. Lee greift allerdings erst nach knapp fünfzig Minuten ins Geschehen ein, entwickelt dann aber eine ungeheure Präsenz. Cushing brilliert in seiner Rolle als zwielichtiger Wissenschaftler, der ein dunkles Geheimnis birgt. Eine Variation seiner Paraderolle als Dr. Frankenstein. Gemeinsam sind die beiden im ganzen Film aber nur während einer kurzen Sequenz zu sehen und es dauert lange, bis es endlich soweit ist. Mit Barbara Shelley als Carla bekommen wir eine altgediente Hammer-Schönheit zu sehen. Sie hatte zuvor schon in den Filmen „The Camp on Blood Island“ und „The Shadow of the Cat“ für Hammer vor der Kamera gestanden und wird den Fans für ihre tolle Performance in „Dracula: Prince of Darkness“ in ewiger Erinnerung bleiben. Auch hier spielt sie ihren Part mit viel graziler Anmut. Richard Pasco als Paul ist ein etwas blasser Held, der später dann in „Rasputin: The Mad Monk“ als Dr. Zargo nochmals für Hammer ran durfte und dort eine wesentlich überzeugendere Leistung ablieferte.

Fazit: Solide, emotionsgeladene, wunderschön ausgestattete Gruselmär. Nicht nur Fans dürfen ruhig mal einen Blick riskieren. 6/10

geschrieben am 30.05.2015 um 10:04

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