Django - Tag der Abrechnung

  • Informationen zum Film
  • Django - Tag der Abrechnung

  • Originaltitel:
    Quel maledetto giorno della resa dei conti
    Produktionsjahr:
    1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    George Benton kehrt auf die Ranch seines Bruders Jonathan zurück, um dort seine Verlobte Lory zu heiraten. Doch das Glück währt nur kurz denn die verschlagenen Fargas-Brüder entführen die holde Maid, nachdem sie fast die ganze Familie massakriert haben. Da George nicht zur Stelle war, macht er sich auf die Jagd nach den Tätern, stellt aber den falschen Männern hinterher. Gnadenlos bringt er sie zur Strecke, weswegen der einzige Überlebende sich den Fargas-Brüdern anschließen muss - und erneut wollen sie über Jonathans Farm herfallen...

Userkritik zu Django - Tag der Abrechnung

doobee
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Bewertung: 4/10 Punkte

George Benton (George Eastman) hat in San Francisco erfolgreich sein Medizinstudium absolviert und kehrt auf die Farm seines Bruders Jonathan (Ty Hardin) zurück, welche in der Nähe des Städtchens Good Town liegt. Dort will er seine Verlobte Lory (Constanza Spada) heiraten und mit ihr dann zurück nach San Francisco gehen. Während George’s Abwesenheit ist in Good Town der Goldrausch ausgebrochen, welcher allerlei übles Gesindel angezogen hat. Darunter auch die drei Fargas-Brüder Rod (Bruno Corazzari), Peter (Rick Boyd) und Carl (Dominic Barto), welche für den Goldschürfer Wal (Jean Louis) arbeiten. Ehrliche Arbeit ist aber nicht die Sache der drei Brüder und da sie kein Gold finden und unter permanenter Geldknappheit leiden überfällt Rod schon mal eine Postkutsche und masskariert alle Passagiere, um an ein paar Dollars zu kommen. In der Stadt haben sie mitbekommen wie Jonathan eine grosse Summe Geld von der Bank abgehoben hat. Dieses wollen sie sich unter den Nagel reissen und überfallen die Farm von Jonathan. Dort richten sie ein fürchterliches Gemetzel an. Sie vergewaltigen und töten Lory und dazu gleich noch den grössten Teil der Familie. Nur der jüngste Sohn Johnny überlebt, liegt aber im Koma. Und George überlebt ebenfalls, da er zur Zeit des Ueberfalls bei einem Hausbesuch bei einer schwangeren Frau in der Stadt weilte. Nun legt er den hippokratischen Eid ab und jagt die Mörder gnadenlos. Dass er dabei zuerst eine andere Gaunerbande, die mit dem Ueberfall nichts zu tun hat, ins Jenseits schickt, ist lediglich ein Kollateralschaden auf dem Weg zur finalen Rache…

Sergio Garrone hat zwei meiner absoluten Lieblingswestern inszeniert: „Django il Bastardo“ und „Una lunga fila di croci“. Dafür gebührt ihm mein ewiger Dank. Mit dem vorliegenden Film hat er sich allerdings nicht mit Ruhm bekleckert. Zu gemächlich ist die Inszenierung. Die ersten 45 Minuten werden mit allerlei Familiengeplänkel verplempert, ohne dass etwas wirklich Interessantes geschehen würde. In der zweiten Hälfte wird dann das Tempo zwar angezogen, aber irgendwie mag trotzdem keine Stimmung aufkommen. George’s Rachefeldzug wirkt zu statisch, zu emotionslos, zu spannungsarm, ein wahrer Antiklimax. Es gibt einige Brutalitäten wie Vergewaltigungen und gewalttätige Abknallereien zu bewundern, aber dies reicht einfach nicht aus, um aus einer drögen Geschichte einen fesselnden Film zu basteln. Die routinierte Kameraarbeit von Guglielmo Mancori und seinem Assistenten Aristide Massaccesi (besser bekannt als Joe D’Amato!) unterhält uns mit einigen Schrägperspektiven und den Einsatz der Handkamera, aber dies verhilft dem Film auch nicht mehr aus den Niederungen der Anspruchslosigkeit heraus.

Wenigstens die Schauspielergarde ist durchaus bemerkenswert, es gibt viele bekannte Gesichter zu sehen. Allen voran natürlich George Eastman, welcher den Part des George aber mit wenig Ueberzeugungskraft spielt und auch keine Akzente setzen kann. Ganz anders sind da die Rollen der Fargas-Brüder besetzt, z.B. mit Bruno Corazzari als Rod und Dominic Barto als Carl. Wirklich Klasse, wie sie diese Charaktere mit unseligem Leben füllen. Rod, der sich wie ein tollwütiger Hund benimmt und alles vergewaltigt und umlegt was ihm vor die Flinte läuft und Carl, sein beschränkter aber nicht minder gefährlicher, psychopathische Züge aufweisender Bruder, der seinen Brüdern blindwütig ins Verderben folgt.

Die Musik von Meisterkomponist Franceso de Masi scheint grösstenteils aus „Il Momento di Uccidere“ ausgeleiht worden zu sein. Schade, dass man offensichtlich nicht mal mehr genügend Geld für einen eigenständigen Score zur Verfügung gehabt hat.

Fazit: Fader Fliessbandwestern ohne Erinnerungswert. Sergio Garrone kann es definitiv besser! 4/10

geschrieben am 21.03.2015 um 13:10

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