Satan der Rache

  • Informationen zum Film
  • Satan der Rache

  • Originaltitel:
    E Dio disse a Caino
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Bundesrepublik Deutschland
    Produktionsjahr:
    1970
    Kinostart Deutschland:
    05.02.1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nach zehn Jahren harter Strafarbeit in einem Steinbruch wird der Engländer Gary Hamilton aufgrund von Amnesie aus der Haft entlassen. Jetzt hat er nur einen Gedanken: Rache an Acombar. Durch die Intrige seines früheren Freundes hatte Hamilton Besitz und Frau verloren und unschuldig hinter Gittern gesessen. Jetzt will er sich zurückholen, was ihm gehörte. Schweigend, unbarmherzig und in den nächtlichen Nebel gehüllt, beginnt er seinen Rachefeldzug...

Userkritik zu Satan der Rache

doobee
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Bewertung: 8/10 Punkte

Zehn Jahre hat Gary Hamilton (Klaus Kinski) unschuldig in einem Arbeitslager verbracht. Dann wird er begnadigt und er kennt nur ein Ziel: Rache an seinem ehemaligen Freund Acombar (Peter Carsten)! Dieser hatte damals einen Goldtransport überfallen und die Schuld Gary in die Schuhe geschoben. In der Zwischenzeit ist Acombar zum reichen Tyrannen geworden, welcher sich nicht nur Gary’s ehemalige Freundin Maria (Marcella Michelangeli) geschnappt hat sondern die ganze Stadt Clayton mit Hilfe seiner Bande von Pistoleros unter seiner Kontrolle hat. Während dem sich ein Tornado über der Stadt zusammenbraut nähert sich der Tod in Form von Gary Hamilton……

Regisseur Antonio Margheriti dürfte vielen Fans von Horror-, Kriegs- und Actionfilmen ein Begriff sein. Er hat aber auch den einen oder anderen Western gedreht, u.a. den berüchtigten „Fünf blutige Stricke“. Seine Liebe zum Horrorgenre merkt man dem vorliegenden Film an. Die Atmosphäre ist äusserst düster, der pfeifende Wind des Tornados, das schaurige Dröhnen der Kirchenglocken, die Katakomben unterhalb der Stadt, das geheimnisvolle Phantom der Nacht in der Person von Gary, die durchaus makabren Todesarten, dies alles könnten Elemente aus einem Horrorfilm sein. Die exzellente Kameraarbeit von Trassati und Pallottini verstärken diesen Eindruck noch weiter. Die Geschichte spielt praktisch in einer einzigen Nacht, ich habe noch selten eine gradlinigere Storlyline gesehen. Da wird keine Sekunde für irgend welche Nebenplots verschwendet, da wird nur eines zelebriert: Rache in ihrer reinsten und kompromisslosesten Form.

Klaus Kinski liefert eine hervorragende Leistung ab. Er identifiziert sich völlig mit der Rolle des gebrochenen, verbitterten Mannes der nur noch für seine Rache lebt. Es ist äusserst beeindruckend, zu welcher Präsenz und Genialität dieser durchgeknallte Typ fähig war. Es ist auch schön, ihn mal als Sympathieträger in einem Western zu sehen, wo er doch sonst hauptsächlich auf die Rolle des psychopathischen Schurken abonniert war. Auch Peter Carsten agiert sehr souverän. Er verleiht der Person des Acombar eine ungeheure Realistik. Dieser geldgierige, skrupellose Machtmensch, der aber auch eine andere Seite hat: seine bedingungslose Liebe zu seinem Sohn, welchem er mit Hilfe seines dreckigen Geldes in die höchsten politischen Aemter verhelfen will. Marcella Michelangeli als durchtriebene Maria ist schön wie noch nie und beweist auch eine gehörige Portion Schauspieltalent.

Die Musik von Carlo Savini beinhaltet den eindringlichen, gospelgeprägten Titelsong „Rocks, Blood and Sand“, welcher von Don Powell gesungen wird. Ansonsten wird mit den genreüblichen Instrumenten wie Trompeten, Gitarre und Harmonika ein schöner, passender Klangteppich gelegt.

Fazit: schnörkelloser und virtuell in Szene gesetzter Rachewestern mit zwei herausragenden Hauptdarstellern. Ein Highlight! 8/10

geschrieben am 20.03.2015 um 07:17

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