Django - Ich will ihn tot

  • Informationen zum Film
  • Django - Ich will ihn tot

  • Originaltitel:
    Lo voglio morto
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Deutschland:
    03.07.1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Clayton alias "Django" hat im Sezessionskrieg sein Hab und Gut verloren. Der Großgrundbesitzer Malek hingegen hat durch schmutzige Waffengeschäfte ein Vermögen verdient und denkt nicht im Traum daran, seine größte Verdienstquelle versiegen zu lassen. Mit unerbittlicher Härte versucht er, den Hass zwischen Süd- und Nordstaaten wieder zu entfachen. Als sich seine Schergen jedoch an Djangos Schwester Mercedes vergehen, rächt Django dieses Verbrechen und bereitet Malek und seiner Bande ein blutiges Ende. Django...sein Hass ist tödlich!

Userkritik zu Django - Ich will ihn tot

doobee
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Bewertung: 8/10 Punkte

Django (Craig Hill), welcher im Original Clayton heisst, kommt zusammen mit seiner Schwester Mercedes (Christina Businari) nach Juarez. Während sie im Saloon ein Zimmer bezieht reitet er weiter zu Mac, um diesem für 4‘000 Dollar dessen Farm abzukaufen. Nur leider sind es Südstaaten-Dollars, der Bürgerkrieg neigt sich dem Ende zu, die Konföderierten sind am Verlieren und liebäugeln mit der Kapitulation, also ist auch das Geld nichts mehr wert. So muss Django unverrichteter Dinge wieder abziehen. In der Zwischenzeit wird Mercedes von den beiden Banditen Jack Blood (José Manuel Martin) und Harry Gunn (Andrea Scotti) in deren Zimmer brutal vergewaltigt und ermordet. Django schwört Rache und macht sich auf die Suche nach den Mördern. Die Spur führt schon bald auf die Ranch von Mallek (Andrea Bosic). Dieser ist ein skrupelloser Waffenhändler der mit allen Mitteln verhindern will, dass der Krieg zu Ende geht und er auf seinen Waffen hocken bleibt, in welche er sein ganzes Vermögen investiert hat. Dafür heuert er Jack und seine Bande an. Sie sollen zwei Generale töten, einen Nordstaatler und einen Südstaatler, welche sich zu geheimen Friedensverhandlungen treffen wollen. Doch Django ist ihnen auf den Fersen. Gnadenlos räumt er mit seinen Feinden auf und verhindert damit gleichzeitig, dass das Attentat gelingt und der Krieg fortgesetzt wird.

Dies ist sicher der beste Western von Paolo Bianchini, einer der relativ unbedeutenden Regisseure, die es im Spaghettiwestern-Genre zu Hauf gegeben hat. Er hat die simpel gestrickte Story sehr effektiv inszeniert. Da gibt es keine Längen, da wird geschossen, geprügelt und gefoltert dass die Fetzen fliegen. Diese Auseinandersetzungen sind sehr hart in Szene gesetzt. Da wird nichts weichgespült, da wird gelitten und gestorben, wobei die immense Brutalität nicht selbstzweckhaft wirkt. Wir befinden uns am Ende des Bürgerkrieges, wo ein Menschenleben nichts mehr zählt, wo jeder zu einem Opportunisten wird und mit allen Mitteln versucht, irgendwie zu überleben. Auch Django macht da keine Ausnahme. Zwar ist sein Hauptmotiv Rache, aber als er die Chance erhält, seine wertlosen Südstaaten-Dollars durch Nordstaaten-Währung zu ersetzen, zögert er keine Sekunde. Diese Geschichte von Gier und Rache wird uns von Bianchini mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik präsentiert.

Craig Hill macht als düsterer Rächer einen guten Job. Es fehlt ihm etwas an Charisma, was ihn nicht so unwiderstehlich wie z.B einen Franco Nero macht, aber mir persönlich gefällt er ganz gut. Auch Andrea Bosic verleiht der Figur des geldgierigen, über Leichen gehenden Mallek die nötige Glaubwürdigkeit. Nicht vergessen dürfen wir natürlich José Manuel Martin als Jack, welcher einmal mehr in seiner Paraderolle als schmieriger Gauner und Mörder glänzen kann.

Nico Fidenco’s Musik ist phantastisch. Das melancholische Titelthema unterstreicht perfekt die düstere Grundstimmung des Films. Auch der restliche Score ist sehr stimmig und beinhaltet neben Männerchorälen auch treibende Gitarren, Trompeten, Harp und Whistle.

Fazit: Knallharter, schnörkelloser, solide inszenierter Rachewestern, der jedem Genrefan wärmstens empfohlen werden kann. 8/10

geschrieben am 28.02.2015 um 16:23

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