Django spricht das Nachtgebet

  • Informationen zum Film
  • Django spricht das Nachtgebet

  • Originaltitel:
    Il suo nome gridava vendetta
    Genre:
    Western
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Deutschland:
    19.06.1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Django wird aus dem Hinterhalt angeschossen. Er verliert sein Gedächtnis. Aber er überlebt. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit erfährt er, daß der Bandit Hackett auf ihn geschossen hatte. Django ist entschlossen Hackett zu finden. Sein Colt hilft ihm dabei. Der Revolverheld schleicht sich in die Banditenbande ein, und es kommt zu einem unerbittlichen Kampf. Grausam und brutal nimmt Django Rache...

Userkritik zu Django spricht das Nachtgebet

doobee
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Bewertung: 6/10 Punkte

Davy Flannagan (Anthony Steffen) hatte im Bürgerkrieg einen Kopfschuss abbekommen und sein Gedächtnis verloren. Als er in seine Heimatstadt Dixon zurückkehrt sind ihm die Bewohner sehr feindlich gesinnt. Er muss sogar einige Kerle im Saloon in Notwehr umlegen. Von Richter Sam Kellogg (William Berger) - angeblich ein alter Kumpel von ihm - erfährt er, dass er früher Kopfgeldjäger gewesen sei. Danach sei er Soldat geworden und sei desertiert. Zudem habe er als Kommandant eines Gefangenenlagers Kriegsverbrechen begangen. Deshalb werde er jetzt steckbrieflich gesucht. Seine Frau Lisa (Ida Galli) sei inzwischen mit einem gewissen Clay Hackett (Claudio Undari) verheiratet, er sei aber zusammen mit ihr abgereist. Sam bietet Davy an, sich in seinem Haus zu verstecken. Auf dem Weg dorthin wird dieser aber vom Sheriff und seinen Männern geschnappt. Er soll nach Fort Wilson überführt und dort hingerichtet werden. Auf dem Transport belauscht er das Gespräch der Fahrer der Gefangenenkutsche und erfährt, dass Clay und Lisa nach Goldfield gegangen sind, um sich dort wieder Clay’s alter Bande von Crazy Joe (Fortunato Arena) anzuschliessen. Davy gelingt die Flucht. Er geht zurück zu Sam und dieser erzählt ihm, dass in Wahrheit Hackett damals der Kommandant des Gefangenenlagers gewesen sei. Dass dieser auf ihn geschossen und seine Uniform und Dokumente vertauscht habe, um einer Bestrafung zu entgehen. Davy macht sich sofort auf nach Goldfield um Rache zu nehmen und seine Frau zurück zu bekommen. Sam begleitet ihn, alles andere als freiwillig. Spielt dieser mit offenen Karten oder hat er irgend etwas zu verheimlichen? In Goldfield wird sich das Schicksal erfüllen…..

Dies ist sicher nicht der beste Western von Regisseur Mario Caiano, da hat mir sein „Le pistole non discutono“ bedeutend besser gefallen. Doch er ist routiniert inszeniert und durchaus unterhaltsam. Zudem ist die Idee mit dem Gedächtnisverlust eine willkommene Abwechslung in der sonst ziemlich konventionellen Rachestory. Der Erzählstil ist schnörkellos und steuert geradlinig auf den Showdown in Goldfield zu. Dieser dauert ziemlich lange, wenn er auch ruhig noch etwas ereignisreicher hätte sein dürfen. Goldfield scheint übrigens eine Geisterstadt zu sein, obwohl dies nicht explizit gesagt wird. Doch weder im Saloon noch auf den Strassen noch während des Showdowns sieht man irgend welche Bewohner. Da hat wohl die Kohle für ein paar Komparsen nicht mehr gereicht. Kameramann Enzo Barboni macht einen guten Job und schafft mit raffinierten Perspektiven und Grossaufnahmen eine stimmige Atmosphäre. Barboni sollte sich einige Jahre später als Regisseur der Trinità-Filme mit Bud Spencer und Terence Hill einen Namen machen. Allerdings drehte er diese unter seinem Pseudonym E.B. Clucher.

Der Film lebt ganz klar von seinen beiden Hauptdarstellern, Anthony Steffen und William Berger. Unverständlich und auch sehr schade, dass diese beiden Spaghettiwestern-Ikonen nur noch in einem weiteren Film, dem genialen „Una lunga fila di croci“ gemeinsam vor der Kamera standen. Anthony Steffen darf auch hier wieder das machen, was er am besten und kaum so gut wie ein anderer kann. Mit stoischer Gelassenheit und ohne erkennbare Emotionen prügelt, schiesst und leidet er sich durch die Geschichte. Ganz im Gegensatz zu Willam Berger, welcher viel vitaler und expressiver daherkommt und die Rolle des Sam Kellogg zu einem Highlight macht.

Die Musik von Robby Poitevin ist typischer Italowestern-Sound. Getragen von Posaunen, Trompeten und Gitarren entsteht eine üppige, sehr passende Bild-Untermalung.

Noch ein Kuriosum der deutschen Fassung: der dämliche deutsche Titel soll ja suggerieren dass wir es hier mit einem Django-Film zu tun haben. In der deutschen Synchro wird Steffen aber nicht mit Django, sondern mit seinem richtigen Namen Davy Flannagan angesprochen!

Fazit: Handwerklich solider Genrebeitrag mit einem guten Score und zwei grossartigen Hauptdarstellern. 6/10

geschrieben am 01.02.2015 um 17:14

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