Frankensteins Höllenmonster

  • Informationen zum Film
  • Frankensteins Höllenmonster

  • Originaltitel:
    Frankenstein and the Monster from Hell
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1974
    Kinostart USA:
    12.06.1974
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nachdem der Medizinstudent Simon Helder wegen unorthodoxer Experimente an Leichen in ein Sanatorium eingewiesen wird, muss er feststellen, dass dieses nicht mehr unter der Leitung des Direktors steht, sondern dass Baron von Frankenstein, der seinen Tod nur vorgetäuscht und sich als anonymer Insasse hat einliefern lassen, die Kontrolle übernommen hat. Fasziniert von den Möglichkeiten, die sich einem Mediziner an solch einem Ort ausserhalb der Zugriffsmöglichkeiten der Ordnungshüter bieten, willigt er ein dem Baron zu assistieren, dessen Hände bei einem Unfall verbrannt wurden. Schon bald muss er aber feststellen, dass Frankenstein nicht unbedingt das Wohl der Insassen im Sinn hat. Immer wieder sterben eigentlich kerngesunde Patienten unter höchst merkwürdigen Umständen. Entgegen seinen ersten Vermutungen hat der Baron die ihm Anvertrauten aber nicht für medizinische Experimente benutzt, sondern benötigt absolut frische Leichenteile, um endlich den perfekten künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das so entstandene Monster lässt sich nicht unter Kontrolle halten und bricht aus. Und es hat nur ein Ziel: Blutige Rache an allen Menschen zu nehmen...

Userkritik zu Frankensteins Höllenmonster

doobee
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Bewertung: 8/10 Punkte

Ein Leichendieb (Patrick Troughton) wird auf frischer Tat ertappt und dadurch fliegt der junge Dr. Simon Helder (Shane Briant) auf. Dieser lässt sich die Leichen liefern, weil er sich, wie sein grosses Vorbild Frankenstein, in der Schaffung künstlichen Lebens versuchen will. Er wird wegen Hexerei angeklagt und zu 5 Jahren Haft in der staatlichen Irrenanstalt für kriminelle Geisteskranke verurteilt. Dort trifft er auf Baron Frankenstein (Peter Cushing), welcher offiziell seit Jahren tot und auf dem Anstaltsfriedhof begraben ist. Doch er lebt und arbeitet unter dem Namen Dr. Karl Victor als Anstaltsarzt! Dies mit dem Wissen und der Duldung des schmierigen und dubiosen Anstaltsdirektors Adolf Klauss (John Stratton), welcher von Frankenstein erpresst wird. Simon wird Assistent von Frankenstein und übernimmt dessen Patienten, damit dieser mehr Zeit für seine ganz privaten Studien hat…..Victor hat ein paar ganz besondere Patienten: da ist der Unmensch Herr Schneider, der bei einem Fluchtversuch angeblich ums Leben gekommen ist. Oder der geniale Mathematiker und Musiker Prof. Durendel (Charles Lloyd-Pack), welcher wegen eines Angriffs auf Klauss als gemeingefährlich gilt. Da ist auch noch Tarmut (Bernard Lee), ein Künstler, der die schönsten Schnitzereien herstellen kann aber leider an Gehirnschwund leidet. Simon entdeckt das geheime Labor von Frankenstein und trifft auf eine schauerliche Kreatur (David Prowse). Diese ist besagter Herr Schneider, welcher von Frankenstein nach seinem Absturz aus dem Gefängnisfenster am Leben gehalten worden war. Doch er ist ein blindwütiges Monster und braucht neue Hände, neue Augen und vor allem ein neues Hirn. Diese Teile beschafft sich Frankenstein von den Anstaltsinsassen, die Hände von Tarmut, das Hirn von Prof. Durendel. Simon assistiert Victor bei den Operationen, da dessen Hände verbrannt und nicht mehr zu gebrauchen sind. Die Operation scheint ein Erfolg zu sein. Doch dann beginnt der Körper, die Kontrolle über das Hirn zu übernehmen. Das Monster lässt sich nicht mehr unter Kontrolle halten und startet einen blutigen Amoklauf…

Dieser sechste Teil der Frankenstein-Reihe wurde wiederum vom grossen Terence Fisher inszeniert. Dies war übrigens Fishers letzter Film, bevor er 1980 mit 76 Jahren an Herzversagen starb. Er hat uns ein grosses Vermächtnis hinterlassen, und der vorliegende Film gehört zu den besten seiner Werke. Anthony Hinds hat ein sehr gutes Drehbuch verfasst. Er bringt es fertig, auch im sechsten Teil keine Langeweile aufkommen zu lassen und der Story genügend neue Elemente beizufügen. Der Film beginnt relativ gemächlich, man nimmt sich die nötige Zeit, die Charaktere einzuführen. Doch spätestens mit dem Erscheinen des Monsters kommt die Geschichte in Fahrt und die Atmosphäre wird sehr düster und gewalttätig. Ich kann nicht genau sagen, wann der Film spielt. Er ist keine direkte Fortsetzung einer der früheren Filme. Aber die Tatsache, dass Frankenstein verbrannte Hände hat könnte darauf hinweisen, dass er irgendwann nach „Frankensteins Ungeheuer“ oder „Frankenstein schuf ein Weib“ angesiedelt ist. Im Gegensatz zur Dracula-Reihe, welche mit „Dracula jagt Mini-Mädchen“ und „Dracula braucht frisches Blut“ in die Neuzeit startete, bleiben wir hier gottseidank im viktorianischen Zeitalter, welches in einer wunderschönen, gothischen Horroratmosphäre resultiert. Unsterstützt wird diese durch die wie immer hervorragenden Kulissen, hier hauptsächlich in der Irrenanstalt, und die ausgezeichnete Musik von James Bernard. Nachdem sich Frankenstein in „Frankenstein muss sterben“ von seiner sadistischen und bösartigen Seite zeigte, wirkt er hier wieder relativ moderat, obwohl er auch hier buchstäblich über Leichen geht, um seinen Wahn vom künstlichen Menschen in die Tat umzusetzen. Dem Zeitgeist geschuldet wurde der Goregehalt nochmals deutlich erhöht. Die Augen- und Hirntransplatationen kommen denn auch entsprechend graphisch und ziemlich realistisch daher. Nackte Haut sucht man hingegen vergeblich, wiederum im Gegensatz zu den späteren Dracula-Filmen.

Peter Cushing spielt den Baron Frankenstein hier zum letzten Mal. Und es ist einmal mehr eine geniale Vorstellung, die er uns bietet. Sichtlich gealtert und müde, hat er nichts von seinem umwerfenden Charisma verloren und brilliert in seiner Paraderolle. Shane Briant als Simon agiert ebenfalls sehr überzeugend als fanatischer Frankenstein-Jünger, welcher aber im Gegensatz zu seinem Mentor zum Schluss noch so etwas wie ein Gewissen entwickelt. David Prowse als Monster kann wegen des sehr starken Make ups nicht viel Mimik zeigen, aber er überzeugt durch eine gelungene Körpersprache.

Fazit: Grossartiger Abschluss einer denkwürdigen Filmreihe, mit gutem Script und sehr stimmiger, düsterer Atmosphäre. 8/10

geschrieben am 26.01.2015 um 21:47

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