Frankenstein schuf ein Weib

  • Informationen zum Film
  • Frankenstein schuf ein Weib

  • Originaltitel:
    Frankenstein Created Woman
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1967
    Kinostart Deutschland:
    28.09.1967
    Kinostart USA:
    15.03.1967

Userkritik zu Frankenstein schuf ein Weib

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Baron Frankenstein (Peter Cushing) hat mit einem Selbstexperiment bewiesen, dass die Seele unsterblich ist und bis zu einer Stunde nach dem Tod im Körper des Verstorbenen verbleibt. Dies ist die Formel der Unsterblichkeit; der Körper stirbt erst, wenn die Seele ihn verlässt. Also kann man den Tod überwinden, indem man die Seele im Körper behalten oder sie in einen anderen Körper verpflanzen kann. Bei seinen Versuchen, einen Apparat zur Schaffung eines entsprechenden Kraftfeldes zu konstruieren, wird Frankenstein unterstützt von Dr. Hertz (Thorley Walters) und dem jungen Hans (Robert Morris). Hans ist verliebt in Christina Kleve (Susan Denberg), ein bedauernswertes Geschöpf, deren eine Gesichtshälfte seit Geburt entstellt und deren Körper verkrüppelt ist. Sie ist die Tochter des lokalen Schankwirtes, welcher von den drei Dandies Anton (Peter Blythe), Karl (Barry Warren) und Johann (Derek Fowlds) zu Tode geprügelt wird, nachdem er sie beim Einbruch in seine Kneipe überrascht hat. Der Mord wird Hans angelastet, welcher zum Tode verurteilt und geköpft wird. Christina, welche Zeuge der Hinrichtung wird, begeht aus lauter Gram Selbstmord. Dies ist die Chance für Frankenstein: Er konserviert die Seele von Hans und pflanzt diese dem Körper von Christina ein, welche er gleichzeitig auch noch einer Operation unterzieht, sodass sie zum wunderschönen Mädchen ohne irgend welche Gebrechen wird. Leider aber ist die Seele von Hans sehr rachsüchtig und befiehlt Christina, die drei Snobs umzubringen. Geschickt nützt sie die Vorzüge ihres neuen, perfekten Körpers um den Befehl in die Tat umzusetzen……

Dieser vierte Teil der Hammer Frankenstein Saga unterscheidet sich angenehm von den anderen. Hier geht es Frankenstein nicht darum, einen Körper zu schaffen und ihn mit Leben zu erfüllen. Hier arbeitet er auf der metaphysischen Ebene und untersucht die Seele. Ich kann nicht genau sagen wann die Handlung angesiedelt ist. Es könnte sich um eine lose Fortsetzung von „Frankensteins Ungeheuer“ handeln, denn jener Film endet im brennenden Laboratorium des Barons, und hier hat er verbrannte und deshalb unbrauchbare Hände. Ansonsten ist das Ganze leider ziemlich ereignislos. Es passiert während des ganzen Filmes nicht viel, alles ist relativ voraussehbar und auch das Ende ist doch sehr unspektakulär. Von der Hammer-typischen Gothic-Atomsphäre ist auch nicht mehr viel vorhanden. Alleine die Aufnahmen der hoch aufragenden Guillotine vermögen so etwas wie eine schaurig-schöne Gruselstimmung zu vermitteln. Regie führte übrigens wieder Veteran Terence Fisher und die stimmige Filmmusik verdanken wir wiederum dem Ausnahme-Komponisten James Bernard.

Einmal mehr wirft Peter Cushing sein ganzes, immenses Können ins Rennen und erfüllt den Charakter des Barons mit fieberhafter Energie und fanatischer Umtriebigkeit. Thorely Walters spielt einen guten Part als vertrottelter Dr. Hertz, welcher dem Baron ein treuer wenn auch auf jeder Ebene hoffnungslos unterlegener Assistent ist. Das bildhübsche Playmate Susan Denberg als Christina war ebenfalls eine gute Wahl. Ihre Verwandlung vom scheuen, verkrüppelten Mädchen zum männermordenden Vamp ist sehr beeindruckend.

Fazit: Ungewöhnliche und deshalb faszinierende Variation des Frankenstein-Themas mit einigen Längen. Hat nicht das Zeug zum Klassiker, ist aber durchaus sehenswert. 5/10

geschrieben am 26.12.2014 um 16:25

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