Frankensteins Ungeheuer

  • Informationen zum Film
  • Frankensteins Ungeheuer

  • Originaltitel:
    The Evil of Frankenstein
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1964
    Kinostart Deutschland:
    08.01.1965
    Kinostart USA:
    08.05.1964
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Baron von Frankensteins unorthodoxe Arbeitsmethoden haben die Dorfbewohner gegen ihn aufgebracht. Gemeinsam mit seinem Assistenten muss er nach Karlsbad fliehen, als sein Labor zerstört wird. Im Exil entdeckt Frankenstein, dass sein Ungeheuer noch am Leben ist - gefroren im Eis. Doch Zoltan, ein mysteriöser Hypnotiseur, der das Gehirn des Ungeheuers reaktivieren soll, will das Monster für seine eigenen Zwecke missbrauchen und setzt damit eine Reihe blutiger Geschehnisse in Gang.

Userkritik zu Frankensteins Ungeheuer

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Baron Victor Frankenstein (Peter Cushing) muss wieder mal fliehen, weil er bei seinen morbiden Experimenten auch vor Leichendiebstahl nicht zurückschreckt. Er kehrt mit seinem Assistenten Hans (Sandor Eles) an seine alte Wirkungsstätte Karlstaad zurück. Hier hatte er vor über 10 Jahren seinen ersten künstlichen Menschen erschaffen, welcher schliesslich von der Polizei im Gebirge erschossen wurde. Victor wurde aus der Stadt gejagt mit dem Verbot, jemals wieder zurückzukehren. Doch jetzt ist er zurück, sein Schloss ist in einem erbärmlichen Zustand. Es wurde von der Bevölkerung geplündert und verwüstet, seine Besitztümer konfisziert. So kommt es zur Konfrontation zwischen dem Bürgermeister (David Hutcheson), dem Polizeipräsidenten (Duncan Lamont) und Victor. Denn der Baron ist ausser sich vor Wut dass sich diese seinen ganzen Besitz unter den Nagel gerissen haben. Da Victor seine Identität preisgegeben hat müssen er und Hans ins Gebirge fliehen. Sie werden von einem taubstummen Mädchen (Katy Wild) zu einer Höhle geführt, wo sie nicht nur Unterschlupf vor dem nahenden Unwetter finden sondern auch Frankensteins Kreatur (Kiwi Kingston), schön tiefgefroren im ewigen Gletschereis. Gemeinsam schaffen sie das Geschöpf zurück in Frankensteins Schloss. Victor gelingt es, dass beschädigte Gehirn zu reparieren und den Körper zu reanimieren. Aber irgendwie ist der Lebensfunke verloren gegangen. Die Kreatur reagiert auf nichts. Also beauftragt Victor den Hypnotiseur Zoltan (Peter Woodthorpe) vom örtlichen Jahrmarkt. Dieser soll das Gehirn des Geschöpfes wieder anregen. Dies gelingt, aber der skrupellose Zoltan macht die Kreatur zu seinem willenlosen Werkzeug, welches er auf Raub- und Mordzüge in den Ort schickt. Als Victor davon Wind bekommt und Zoltan stoppen will, kommt es zur Katastrophe….

Für diesen dritten Teil der Frankenstein-Saga machte Hammer Film einen Ko-Produktions-Deal mit Universal Films. Dies erklärt auch weshalb Frankensteins Monster hier dem Original-Monster aus dem 1931er-Universal Klassiker so ähnlich sieht. Denn jetzt mussten sie keine Angst mehr haben vor Copyright-Verletzungen und Plagiats-Vorwürfen. Meiner Meinung nach hätten sie sich diesen Deal getrost ersparen können, denn das Monsterdesign, vor allem in „Frankensteins Fluch“, an welchen dieser Film hier ja locker anlehnt, war wirklich gut und hätte einen derartigen Boris Karloff-Klon gar nicht nötig gehabt. Ich behaupte sogar dass die beiden Vorgänger-Kreaturen viel besser waren. Denn sie konnten wenigstens agieren und ihre Mimik spielen lassen, während dem das Monster hier lediglich die Augen bewegen kann und ansonsten nur unbeholfen und unmotiviert durch die Gegend stapft. Nun denn, Regisseur Freddie Francis gibt sich redlich Mühe etwas von der klassischen Gothic-Horror-Atmosphäre der beiden Vorgänger aufleben zu lassen. Dies gelingt ihm auch in einigen wenigen Szenen, wie z.B. im Laboratorium des Schlosses, vor allem während des dortigen Showdowns, welcher wirklich sehr gut geraten ist. Es ist aber auch zu sagen dass Freddie Francis, ehemaliger Kameramann, einfach nicht die Klasse und das Auge eines Terence Fisher hatte, welcher die beiden Vorgänger realisiert hatte. Die Musik von Don Banks erinnert auch eher an einen Universal Monster-Flick denn an einen Hammer-Film.

Peter Cushing trägt den Film praktisch im Alleingang. Sein intensives Spiel ist es, welche die Spannung einigermassen aufrecht erhält. Ihm alleine ist es zu verdanken dass der Film nicht völlig ins Belanglose abgleitet. Der einzige, welcher einigermassen mit ihm mithalten kann ist Peter Woodthorpe als Zoltan, welcher diesen versoffenen, durchtriebenen und gierigen Charakter sehr überzeugend darstellt. Der Neuseeländer Kiwi Kingston, welcher in der Maske des Monsters steckt, war übrigens Wrestler und deshalb wohl froh, dass er weder eine Sprechrolle noch eine andere schauspielerisch auch nur annähernd anspruchsvolle Szene zu bewältigen hatte.

Fazit: Ziemlich enttäuschender dritter Aufguss der Frankenstein-Saga. Für Komplettisten und Cushing-Fans ein Muss. Alle anderen können ruhig mal einen Blick riskieren. Es ist genügend von der legendären Hammer-Atmosphäre vorhanden um unterhalten zu können, wenn auch leider nicht auf gewohnt hohem Niveau. 5/10

geschrieben am 22.12.2014 um 15:49

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