Frankensteins Rache

  • Informationen zum Film
  • Frankensteins Rache

  • Originaltitel:
    The Revenge of Frankenstein
    Genre:
    Sci-Fi, Horror, Drama
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1958
    Kinostart Deutschland:
    05.09.1958
    Kinostart USA:
    01.06.1958
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Baron Frankenstein ist unter dem falschen Namen Dr. Victor Stein in einem kleinen Städtchen untergetaucht. Tagsüber praktiziert er als Arzt. Aber Nacht für Nacht arbeitet er mit seinem Assistenten Dr. Kleve hinter verschlossenen Türen an einem grauenhaften Experiment: Aus Leichenteilen und brauchbaren Gliedmaßen, die er gezielt amputiert, will er einen neuen Menschen erschaffen. Weil er aber ein verkümmertes Gehirn einsetzt, wird seine Kreatur zu einem primitiven Killer. Als Baron Frankstein von seinem Monster dann selbst angefallen und schwer verletzt wird, kann ihm nur noch Dr. Kleve helfen, indem sein Assistent die selbe Operation vornimmt und sein Gehirn in einen neuen Körper pflanzt. Als Dr. Franck beginnt er sein "zweites" Leben.

Userkritik zu Frankensteins Rache

doobee
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 8/10 Punkte

1860 wird Baron Victor Frankenstein (Peter Cushing) zum Tode verurteilt wegen der Morde, welche das von ihm geschaffene Monster begangen hatte. Doch mit Hilfe von Karl (Oscar Quitak) entgeht er dem Schaffott. Drei Jahre später praktiziert er als Dr. Stein in Carlsbrück. Er führt eine erfolgreiche Privatpraxis und auch ein Armenhospital. Die dortigen Patienten aber missbraucht er als lebendiges Ersatzteillager, denn er hat seinen Wahn, einen perfekten Menschen zu erschaffen, nicht aufgegeben und arbeitet weiterhin fieberhaft daran. Der junge Arzt Hans Cleve (Francis Matthews) erkennt ihn ihm den Baron Frankenstein und bittet ihn, sein Schüler und Assistent zu werden. Frankenstein hat bereits einen perfekten Körper zusammengebastelt, es fehlt noch das Hirn. Dieses kommt von Karl, welcher hochintelligent aber verkrüppelt ist und sich einen neuen Körper wünscht. Die Operation gelingt, der neue Karl (Michael Gwynn) erwacht zum Leben. Doch als Karl von Dr. Kleve erfährt, dass er und sein alter Körper in Zukunft als Anschauungsobjekt für Aerzte und Studenten dienen soll, macht er sich aus dem Staub. Als er seinen alten Körper im Laboratorium verbrannt, wird er vom Pförtner überrascht. Beim folgenden Kampf wird sein Gehirn verletzt und er verwandelt sich in ein mörderisches, unberechenbares Monster. Die Luft wird knapp für Frankenstein, denn Karl ruft seinen Namen, als er bei einer Abendgesellschaft eindringt und kurz darauf tot zusammenbricht. Jeder kennt jetzt die wahre Identität des Barons. Auch die Patienten des Armenspitals, und diese prügeln ihn halbtot. Dr. Kleve hat nur eine Möglichkeit, das Genie seines Mentors zu erhalten. Er muss sein Hirn in einen neuen Körper einfplanzen….

Der Film beginnt da, wo „Frankensteins Fluch“ aufgehört hat. Frankenstein wird zur Guillotine geführt. Es handelt sich also um eine lupenreine, sehr gelungene Fortsetzung. Regie führte wiederum der grosse Terence Fisher. Die Geschichte entwickelt sich ohne Umschweife und hat ein gutes Tempo, die Kulissen sind wunderbar gestaltet. Da dieser Film unmittelbar nach „Dracula“ gedreht wurde, wurden auch einige Requisiten daraus verwendet. Bei der Treppe und der Türe zu Steins Labor handelt es sich im die Eingang zur Gruft auf Schloss Dracula. Die Charaktere sind wiederum hervorragend herausgearbeitet. Die Motive von Frankenstein, der sich selber für unsterblich hält, bleiben dieses Mal jedoch etwas diffus. Es kann ihm nicht mehr darum gehen, die Menschheit von seinem Genie zu überzeugen, denn jeder weiss inzwischen von seinen damaligen Taten. Vermutlich will er es der bornierten Aerzteschaft einfach zeigen und dieses Mal den wirklich perfekten Menschen erschaffen. Während sein Assistent im Vorgänger nach und nach Skrupel entwickelte und sich schliesslich sogar von seinem Mentor abwandte, ist Dr. Kleve nicht minder ruchlos und fanatisch als Frankenstein selbst. Der alte und der neue Karl sind überaus tragische Figuren. Vor allem die Szenen, als sich der neue Karl nach seiner Gehirnverletzung in ein sabberndes Monster verwandelt, gehen an die Nerven. Die Musikuntermalung stammt dieses Mal nicht von Hof-Komponist James Bernard, sondern von Leonard Salzedo. Er liefert einen ordentlichen Score, der aber keinen grossen Wiedererkennungswert hat.

Der charismatische Peter Cushing glänzt einmal mehr in seiner Parade-Rolle als Victor Frankenstein. Hier ist er mehr der emotionslose Arbeiter als der manische Künstler des ersten Teils, aber er agiert wie immer mit traumwandlerischer Sicherheit und entwickelt eine ungeheure Präsenz. Auch Oscar Quitak und Michael Gwynn als der alte und der neue Karl machen einen hervorragenden Job. Ihnen gelingt es, diesen Charakter als eine Einheit aussehen zu lassen.

Fazit: Grosses Hammer-Kino mit sehr guten Darstellern und solider Regie-Arbeit. Macht beinahe so viel Spass wie sein Vorgänger! 8/10

geschrieben am 14.12.2014 um 13:09

BILDER ZUM FILM

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

frankensteins-rache-poster

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 8/10 | Wertungen: 1 | Kritiken: 1