Wie schmeckt das Blut von Dracula?

  • Informationen zum Film
  • Wie schmeckt das Blut von Dracula?

  • Originaltitel:
    Taste the Blood of Dracula
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1970
    Kinostart Deutschland:
    31.07.1970
    Kinostart USA:
    07.06.1970
  • Inhalt
  • Inhalt:
    In einer schauerlichen Zeremonie will Lord Courtley mit Hilfe dreier Männer den Grafen Dracula auferstehen lassen. Als Courtley im Schein schwarzer Kerzen den teuflischen Ritus beginnt, greift die Besessenheit des Lords auf die anderen über. Das Verhängnis nimmt seinen teuflischen Lauf und Courtley wird bestialisch ermordet. Der wiedererweckte Dracula jedoch schwört den drei Männern und ihren Familien grausame Rache.

Userkritik zu Wie schmeckt das Blut von Dracula?

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Die Herren William Hargood (Geoffrey Keen), Samuel Paxton (Peter Sallis) und Jonathon Secker (John Carson) führen ein Doppelleben. Während sie nach aussen hin auf ehrenwerte Bürger machen suchen sie regelmässig Zerstreuung im Puff. Dort lernen sie auch den jungen Lord Courtley (Ralph Bates) kennen. Dieser hat sich der schwarzen Magie verschrieben und wurde deswegen von seinem Vater enterbt. Die drei Herren sind gelangweilt mit ihrem Leben und ihren Familien und suchen den ultimativen Kick. Da kommt ihnen der finstere Lord Courtley gerade recht, denn er verspricht ihnen eine Erfahrung, die ihr Leben verändern wird: die Erweckung Draculas! Die nötigen Requisiten, Draculas Umhang, seine Schnalle, sein Siegelring und sein pulverisiertes Blut, besorgen sie sich vom Händler Weller (Roy Kinnear), welcher diese während einer Reise nach Carlsbad am Schauplatz von Draculas Tod aus „Draculas Rückkehr“ gefunden und mit nach London genommen hatte. Während der Wiedererweckungszeremonie in einer verfallenen, entweihten Kirche geraten die drei Herren in Panik und töten Lord Courtley, nachdem dieser von Draculas Blut getrunken und sich dabei drastisch verändert hat. Die drei fliehen und schwören, nie mehr über die Sache zu sprechen. Doch Dracula ist auferstanden, und er will Rache nehmen an den Mördern seines treuen Dieners. Dazu macht er zuerst Alice (Linda Hayden), die Tochter von Hargood, zu seiner willenlosen Sklavin und mit deren Hilfe auch Lucy (Isla Blair), Paxtons Tochter. Paul Paxton (Anthony Corlan), der Freund von Alice, stellt sich dem Kampf gegen den Fürsten der Finsternis.

Dieser vierte Teil der Dracula-Saga mit Christopher Lee in der Hauptrolle knüpft praktisch nahtlos ans Geschehen aus „Draculas Rückkehr“ an, womit wir es mittlerweile mit einer veritablen Serie zu tun haben. Regie führte diesmal Peter Sasdy, welcher ein Jahr später für Hammer auch noch „Comtesse des Grauens“ und „Hände voller Blut“ realisierte. Wir haben es hier mit einem eher mittelmässigen Beitrag zu tun. Sasdy zeichnet zwar ein gelungenes Sittenbild des viktorianischen England, wo die Kluft zwischen arm und reich gigantische Dimensionen hatte, wo die Upper-Class tun und lassen konnte was sie wollte, weil man sich mit Geld alles erkaufen konnte. Dies wird deutlich an den drei Protagonisten mit ihrer Doppelmoral, die ihren von ihren Kindern eine gottesfürchtige Lebensweise verlangen, selber aber nur alte, geile Säcke sind die ihre Frauen erniedrigen und betrügen. Besonders drastisch wird dies am Charakter des William Hargood gezeigt. Die Kostüme und Kulissen sind wie immer erste Sahne, etwa im Londoner East End oder in der verfallenen Kirche. Die Musik von Hammer-Hauskomponist James Bernard passt wie die Faust aufs Auge und sorgt für die richtige Atmosphäre. Auch gibt es einige nackte Haut und relativ viel Blut zu sehen. Hammer war, auch was die Effekte anging, definitiv in den 70ern angekommen. Aber all dies reicht nicht aus, diesen Film auf ein höheres Level zu hieven. Zu behäbig ist der Erzählstil, zu unausgegoren das Script, zu lange müssen wir auf den ersten Auftritt Draculas warten. Auch sein unvermeidliches Ende wirkt gar arg konstruiert und abrupt.

Christopher Lee bekommt leider zu wenig Screentime. Diese Filme leben von ihm und seiner Präsenz. Wenn man ihn also quasi zur Randfigur verbannt dann geht die Essenz dieser Filme verloren. Dies soll keine Kritik an den anderen Schauspielern sein, welche durchaus einen soliden Job machen, aber jederzeit austauschbar sind.

Fazit: Wie bei anderen Serien macht sich auch hier so langsam aber sicher Ideenlosigkeit und Routine breit. Wegen der tollen Gothic-Atmosphäre und der gelungenen Gesellschaftskritik noch knapper Durchschnitt. 5/10

geschrieben am 14.12.2014 um 10:34

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