Asylum - Irrgarten des Schreckens

  • Informationen zum Film
  • Asylum - Irrgarten des Schreckens

  • Originaltitel:
    Asylum
    Genre:
    Mystery, Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1972
    Kinostart Deutschland:
    12.09.1980
    Kinostart USA:
    17.11.1972
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Eine abgelegene Anstalt für Geisteskranke. Hier bewirbt sich der junge Dr. Martin für eine freie Stelle. Die Aufnahmeprüfung gestaltet sich jedoch als abenteuerlich – sie besteht darin, sich von vier verschiedenen Wahnsinnigen jeweils eine Geschichte erzählen zu lassen und so den ehemaligen Anstaltsleiter zu erkennen. Wenn er das schafft, dann bekommt er die Stelle. Zu spät muss er erkennen, dass er gefangen ist… im Irrgarten des Schreckens.

Userkritik zu Asylum - Irrgarten des Schreckens

doobee
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Bewertung: 8/10 Punkte

Inhalt:

Der junge Dr. Martin (Robert Powell) kommt nach Dunsmoor, eine Anstalt für unheilbar Geisteskranke, um eine Stelle als Psychiater anzutreten. Erwartet wird er nicht von Anstaltsleiter Dr. Starr, sondern von dessen Partner und Stellvertreter Dr. Rutherford (Patrick MacGee). Dies hat gute Gründe, denn Dr. Starr ist vor einigen Tagen ausgeflippt, hat Dr. Rutherford angegriffen und ist nun mittlerweile selbst zum Patienten in seiner eigenen Anstalt geworden. Dr. Rutherford unterzieht Dr. Martin einer makabren Aufnahmeprüfung: er soll sich die Geschichten von vier Insassen anhören, und wenn er Dr. Starr erkennt, bekommt er den Job….

Die erste Geschichte handelt von Bonnie (Barbara Perkins) und Walter. Die beiden haben eine Affäre miteinander, was Walters Frau Ruth sehr missfällt. Sie macht ihm klar, dass sie niemals in eine Scheidung einwilligen würde. Walter, ein mittelloser Opportunist, der ohne Ruths Geld ein Niemand wäre, bringt diese um, zerstückelt sie und verfrachtet die Ueberreste in die eigens dafür gekaufte Tiefkühltruhe. Dem Glück von Bonnie und Walter scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch sie haben die Rechnung ohne den rachsüchtigen Geist von Ruth gemacht………

In der zweiten Geschichte lernen wir Bruno (Barry Morse) kennen. Er ist Schneider und sein Geschäft läuft schlecht. Er kann die Miete nicht bezahlen, alles scheint hoffnungslos für ihn und seine Frau Anna. Da erscheint eines Abends der geheimnisvolle Mr. Smith (Peter Cushing) und erteilt ihm den Auftrag, für 200 Pfund einen Anzug aus einem mysteriösen Material zu schneidern. Der Anzug sei für seinen Sohn bestimmt. Bruno darf nur in der Zeit von Mitternacht bis fünf Uhr morgens daran arbeiten. Als er den Anzug schliesslich bei Mr. Smith abliefert muss er feststellen, dass dieser ein verarmter Wahnsinniger ist, der alles Geld geopfert hat, um seinen toten Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Das einzige was er noch besitzt ist ein uraltes, magisches Buch, welches die Wiedererweckungsformeln enthält. Da Mr. Smith nicht bezahlen kann und den Anzug trotzdem unbedingt haben will kommt es zum Handgemenge, bei welchem Mr. Smith erschossen wird. Bruno macht sich aus dem Staub und nimmt sowohl den Anzug als auch das Buch mit. Zuhause angekommen befiehlt er seiner Frau, beides zu verbrennen. Diese hält sich nicht daran, sondern kleidet ihre Schaufensterpuppe Otto in den Anzug. Mit verheerenden Folgen….

Die dritte Geschichte handelt von Barbara (Charlotte Rampling). Sie kommt nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause in die schöne Villa zurück, die sie mit ihrem Bruder George bewohnt, welche aber nach dem Tod des Vaters an Barbara alleine vererbt wurde. George hat Krankenschwester Higgins engagiert, um auf die psychisch labile, pillensüchtige Barbara aufzupassen. Lucy (Britt Ekland), eine alte Freundin, besucht sie, nachdem sie George und Schwester Higgins mit einer List aus dem Haus gelockt hat. Lucy redet Barbara ein, dass George hinter ihrem Erbe her sei und sie für unzurechnungsfähig erklären lassen wolle. Sie beschliessen, gemeinsam zu fliehen. Doch bevor sie ihren Plan in die Tat umsetzen können, kommen George und Schwester Higgins zurück und eine fürchterliche Tragödie nimmt ihren Lauf……….

Die vierte Geschichte handelt von Dr. Byron (Herbert Lom). Er ist ein verrückt gewordener Arzt und Wissenschaftler, der Spielzeugpuppen bastelt, denen er eine Seele einhauchen und sie somit zum Leben erwecken will. Diese abstrusen Theorien bestärken Dr. Martin in seinem Glauben, dass es sich nur bei Dr. Byron um Dr. Starr handeln kann. Doch liegt er richtig? Schon bald wird er die schreckliche und tödliche Wahrheit erfahren….

Meine Meinung:

Regisseur Roy Ward Baker hat einige Horrorfilme für Hammer und Amicus realisiert. Zu den bekannteren zählen wohl „Quatermass and the Pit“, „Scars of Dracula“ und „The Vampire Lovers“. „Asylum“ hat er für Amicus gedreht, welche eine ganze Reihe von Episodenfilmen auf den Markt geschmissen haben. Drehbuchschreiber war kein geringerer als Robert Bloch, der Schöpfer des Klassikers „Psycho“.

Baker hat eine kleine, feine britische Horrorperle geschaffen, sicher einer der besten Episodenfilme von Amicus. Die Geschichten sind zwar nicht überaus spannend, aber die Atmosphäre ist stets unheilschwanger, die Settings, vor allem im Sanatorium, hervorragend. Es kommt eine richtig schöne, naiv-schaurige Gruselstimmung auf. Sehr passend untermalt wird das Ganze vom fantastischen Score von Douglas Gamley, der u.a. auch die Musik zu „Tales of The Crypt“ geschrieben hatte.

Die Darsteller agieren gutgelaunt und vielleicht mit Ausnahme von Britt Ekland auf sehr hohem Niveau. Besonders hervorheben muss man einmal mehr Peter Cushing, der in der Rolle des Mr. Smith brilliert. Auch Herbert Lom ist eine Wucht. Obwohl seine Screentime sehr begrenzt ist gelingt es ihm, dem Charakter des Byron grausiges Leben einzuhauchen.

Fazit: äusserst stimmiger Episoden-Grusel mit vielen Stars und guten Geschichten. Ein echtes Highlight! 8/10

geschrieben am 14.11.2014 um 18:01

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ø Wertung: 7,3/10 | Wertungen: 4 | Kritiken: 1