Django - Melodie in Blei

  • Informationen zum Film
  • Django - Melodie in Blei

  • Originaltitel:
    Uno di più all'inferno
    Genre:
    Western
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Deutschland:
    11.04.1969

Userkritik zu Django - Melodie in Blei

doobee
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Bewertung: 3/10 Punkte

Inhalt:

Die Ward-Brüder Ernest (Gerard Herter), George (Paul Muller) und Herman (Aldo Cecconi) terrorisieren das Wüstenkaff Bowie. Sie haben es auf das Land von Farmern abgesehen. Der einzige, der noch Widerstand leistet ist Pastor Steve McGregor (Pietro Tordi). Ihm zur Seite steht sein Freund und Ziehsohn Django (George Hilton), der im Original übrigens Johnny King heisst. Die Wards wollen Django unbedingt loswerden und hängen ihm einen Mord an. Er wandert in den Knast, wo er die Zelle mit dem Banditen Meredith (Paolo Gozlino) teilen muss. Aber nicht für lange, denn Meredith wird von seiner Bande befreit und nimmt Django kurzerhand mit. Dieser stimmt nach anfänglichem Zögern zu, bei einem Ueberfall auf die Bank von Florence mitzumachen. Er macht zur Bedingung, dass es dabei keine Leichen geben darf, denn er tötet nicht gerne sondern nur im äussersten Notfall. Da sind die Ward-Brüder um einiges skrupelloser, denn während Django’s Abwesenheit töten sie Pastor McGregor. Django schwört blutige Rache. Die Wards heuern einen bezahlten Killer an, um ihn aus dem Weg zu räumen. Dieser Killer aber ist ausgerechnet Meredith! Wird er der alten Freundschaft wegen den Job ablehnen oder ist seine Gier nach Geld grösser?

Meine Meinung:

Regisseur Giovanni Fago wusste ganz offensichtlich nicht so recht, in welcher Ecke er seinen Film platzieren wollte. In der ersten Hälfte gibt es allerlei alberne Slapstick-Szenen, wo Django z.B. in Frauenkleidern eine Saloon-Schlägerei bestreitet. Die penetrant auf witzig getrimmte deutsche Synchro trägt das ihrige dazu bei, dass dem ernsthaften Spaghettiwestern-Affecionado bang und banger wird weil er befürchten muss, in eine dieser unerträglichen Western-Komödien geraten zu sein. Das Blatt wendet sich mit dem Mord an Pastor McGregor. Von da an wird die Stimmung um einiges düsterer und die Geschichte wandelt sich zum harten Rachedrama. Django geht seinen Weg unbeirrt um mit den Ward-Brüdern abzurechnen, so wie er es an McGregor’s Grab geschworen hatte: „Erst verzeihe ich ihnen, dann lege ich sie um!“ Schade, dass der erste Teil zu komödiantisch und in die Länge gezogen geraten ist. So ist der Bankraub, so gut und ideenreich er auch inszeniert ist, nichts als ein Lückenfüller, der mit dem eigentlichen Plot nichts zu tun hat. Kamera und Requisite machen keinen schlechten Job, aber dies mag leider nicht über die chaotische Inszenierung hinweg zu täuschen.

George Hilton spielt gut aufgelegt und wechselt zwischen schnoddrigem Witzbold und knallhartem Racheengel, wobei er als letzterer nicht sehr glaubwürdig wirkt. Eine bessere Falle macht da schon Gerard Herter. Er verkörpert den sadistischen, kaltblütigen Ernest Ward mit grosser Finesse und Authentizität. Oder Paolo Gozlino, welcher die Rolle des ruppigen, rauflustigen Meredith mit Bravour meistert.

Der Score von Nico Fidenco ist sehr schön und enthält den stimmigen Titelsong „Forgive and not Forget“, gesungen von Gianni Davoli.

Fazit: Ich hasse Western-Komödien. Dieser Film schrammt haarscharf am Super-Gau vorbei, dank des zweiten Teils. Mehr als 3/10 mag ich ihm aber trotzdem nicht geben.

geschrieben am 30.08.2014 um 12:47

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