Scream 4

  • Informationen zum Film
  • Scream 4

  • Originaltitel:
    Scream 4
    Genre:
    Thriller, Mystery, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    05.05.2011
    Kinostart Deutschland:
    05.05.2011
    Kinostart USA:
    15.04.2011
  • Inhalt
  • Inhalt:
    "Was ist Ihr Lieblingshorrorfilm?" Mit einem Anruf und einer Stimme, die man nie mehr vergisst, begann die grausame Mordserie in Woodsboro. Seitdem hat Sidney ihre Heimatstadt nicht mehr besucht. Doch auf der Lesereise zu ihrem aktuellen Buch stimmt die inzwischen erfolgreiche Autorin zu, in der Kleinstadt Halt zu machen. Ex-Sheriff Dewey und die Journalistin Gale - mit ihr die einzigen Überlebenden von damals - bereiten ihr ein herzliches Wiedersehen. Auch Sidneys Tante, ihre fast erwachsene Cousine Jill sowie deren beste Freunde Kirby und Charlie freuen sich über Sidneys Ankunft. Mit ihrem Besuch jähren sich allerdings auch die Woodsboro-Morde und rufen einen alten, totgeglaubten Bekannten auf den Plan: Ghostface ist zurück und mit ihm seine sadistische Jagd auf Sidney und ihre Freunde! Mittlerweile haben sich jedoch die Regeln für Horrorfilme geändert: Das Unerwartete ist längst Klischee und auch Jungfrauen werden nicht mehr verschont. Es wird Zeit, dass jemand Neues stirbt...

Userkritik zu Scream 4

Hitchcock_89
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Bewertung: 8/10 Punkte

Die letzte Woche habe ich ja damit verbracht die ersten 3 Teile der "Scream"-Saga nachzuholen bzw. aufzufrischen. Und auch wenn es nach und nach bergab ging ist die komplette Trilogie absolut sehenswert und etwas ganz Besonderes in diesem so vereinheitlichten Genre. Mit dem Original (9,5/10), das ich durchaus als Meisterwerk ansehe, kann sein Nachfolger leider nicht ganz mithalten, dennoch ist "Scream 2" (8-8,5/10) ohne Zweifel eines der besseren Horrorfilm-Sequels. Teil 3 (7/10) konnte mich dann nicht mehr ganz so überzeugen, setzt die Reihe aber dennoch mehr als nur akzeptabel fort. Einige Jahre später führt Wes Craven die Reihe mit SCREAM 4 höchst persönlich fort und löst damit Begeisterung aus. Er hat bereits mehr als das Doppelte seines Budgets eingespielt und kann für einen Horrorfilm (R-Rating) durchaus als Erfolg bezeichnet werden. Aber nicht nur das, der Film erntet auch noch Lob ohne Ende. Ob Kritiker oder Genre-Fans - es handle sich um die eindrucksvolle Wiederbelebung der Saga, sogar mit dem Original wird der Film auf ein Level gestellt. Dass ich den Film sowieso im Kino sehen muss war von Anfang an klar, doch unter diesen Umständen musste ich mich natürlich beherrschen um mit meinen Erwartungen am Boden zu bleiben. Ob mir das gelungen ist? Ich bin mir nicht ganz so sicher...

Beginnen wir mit der Anfangsszene die gleichermaßen als Highlight und Genickbruch des Films gesehen werden könnte. Ein Markenzeichen der Reihe ist es ja nicht nur, dass darin unzählige Filme thematisiert werden und in Form von Seitenhiebe gehuldigt oder auf die Schippe genommen werden, sondern auch, dass es einen "Film im Film" gibt. Dies hat man bei SCREAM 4 auf die Spitze bis ans Äußerste ausgereizt, den Beginn würde ich daher einfach mal - ohne zu viel verraten zu wollen - als Screamception bezeichnen. Die ersten Minuten leben aber nicht nur von ihrer kreativen Umsetzung, der Star-behafteten Nebenbesetzung und den Anspielungen auf diverse Genrefilme, sie sind auch noch zum Brüllen komisch. Mit Köpfchen, Charme und Witz bietet der Film eine der besten Einführungen die ich jemals gesehen habe. Wenn allerdings ein Film derart gut startet merkt man natürlich umso stärker, wenn der Rest nicht ganz so stark ist. Und genau das war hier leider der Fall, denn sobald die Einleitung vorüber ist nimmt der Film nicht drastisch, aber trotzdem spürbar ab.

Der Film bietet einige Stärken die auch schon die Vorgänger auszeichneten, das muss man ihm lassen. So ist es beispielsweise wirklich Goldes wert wenn man es schafft die Crew in ihrer ursprünglichen Konstellation so lange aufrecht zu erhalten, Hut ab. Es macht wirklich Spaß die gleichen Darsteller immer in ein und der selben Rolle zu sehen und heutzutage ist das ja gerade im Horror-Genre nicht üblich. Auch beweist Craven, dass er es nach wie vor drauf hat einen guten Slasher zu drehen. Was ich allerdings vermisst habe war das gewisse Etwas. Die Darsteller spielen eigentlich allesamt gut, aber beispielsweise mit Hayden Panettiere und Emma Roberts konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Die Filmfreaks sind klasse besetzt und kommen wirklich als solche rüber, aber die hübschen, jungen Mädels konnten mich da weniger überzeugen.

Der Film hat somit einige Charakterzüge seiner Vorgänge übernommen, wovon besonders die Anspielungen auf den New Age-Horror und die technische Entwicklung im letzten Jahrzehnt richtig Spaß machen. Hier hat Craven wirklich nichts verlernt und bringt Ideen ein wie sie auch schon 1996 funktioniert haben. Abgesehen vom Charme der mir hier einfach fehlte ist wohl die größte Schwäche des Films seine Auflösung, denn im Gegensatz zu der vorangegangenen Trilogie hatte ich hier erstmals eine Vermutug (mehr war's natürlich nicht), die sich am Ende auch bestätigen sollte. Diese hat sich schon in der ersten Hälfte des Films aufgebaut und sich dann auch wieder ein wenig verflüchtet, doch eine Überraschung war's für mich dann nur in beschränktem Maße. Auch ist für mich das Motiv zwar halbwegs verständlich und auch logisch, doch den richtigen Aha-Effekt lässt der Schluss dennoch vermissen.

Ja, nach dem etwas schwächeren dritten Teil geht es mit SCREAM 4 wieder bergauf, das kann ich nur bestätigen. Der Film fügt sich sehr gut in die Reihe ein und lebt von den Stärken des Originals, die auch heute noch ziehen. Der Film hat Witz, Spannung, tolle Ideen und punktet vor allem auch mit der gleich bleibenden Besetzung, doch der Charme ging irgendwie verloren und das Ende, das für mich immer einen wesentlichen Knackpunkt in den "Scream"-Filmen darstellte, war mir einfach zu mau. Dennoch ist der Film über Durchschnitt wirklich sehenswert, alleine schon aufgrund der ersten 10 Minuten. Ihn auf eine Stufe mit dem Original zu setzen ist für mich aber mehr als überzogen.

8/10 "Stab"-Sequels

geschrieben am 20.08.2011 um 03:39

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ø Wertung: 8/10 | Wertungen: 42 | Kritiken: 6