Wer die Nachtigall stört

  • Informationen zum Film
  • Wer die Nachtigall stört

  • Originaltitel:
    To Kill a Mockingbird
    Genre:
    Krimi, Mystery, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1962
    Kinostart Österreich:
    10.10.1963
    Kinostart USA:
    24.05.1963
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt während der Depression. Eine weiße Frau beschuldigt einen Schwarzen der Vergewaltigung. Obwohl er offensichtlich unschuldig ist, steht das Gerichtsurteil von vornherein fest, so dass die lokalen Anwälte seine Verteidigung ablehnen - bis auf Atticus Finch (Gregory Peck), der distinguierteste Bürger der Stadt. Seine engagierte Verteidigung kostet ihn eine Reihe von Freundschaften, bringt ihm aber zugleich den Respekt und die Bewunderung seiner beiden mutterlosen Kinder ein.

Userkritik zu Wer die Nachtigall stört

Hitchcock_89
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Bewertung: 9/10 Punkte

Rassismus ist ein Thema, das seit Jahrzehnten allgegenwärtig in jeder Gesellschaft ist. Daher werden auch immer wieder Filme gedreht, die sich ihm annehmen. WER DIE NACHTIGALL STÖRT ist einer dieser Filme. Der Film, aus dem Jahre 1962, konnte Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistern, weshalb er auch für 8 Oscars nominiert wurde, von denen er 3 gewinnen konnte. Erzählt wird die Geschichte von Atticus Finch, ein Anwalt in den 1930er Jahren, der einen Schwarzen vor Gericht zu vertreten hat, der der Vergewaltigung beschuldigt wird. Für die ganze Kleinstadt ist es selbstverständlich, sich hinter die Eltern des Mädchens zu stellen, doch Atticus Finch verteidigt den mutmaßlichen Täter und lässt sich von seinem Streben nach Gerechtigkeit, egal ob schwarz oder weiß, nicht abhalten. Und auch wenn sich die ganze Stadt gegen ihn auflehnt, die Bewunderung seiner Kinder ist ihm sicher...

Die Geschichte selbst wird als bereits abgeschlossen im Nachhinein von der Tochter des Anwalts erzählt, die mittlerweile erwachsen ist, das allerdings ist hintergründig und nicht weiter von Bedeutung. Der Film lässt sich, so finde ich, in zwei Hälften unterteilen. Die erste Stunde dient der Veranschaulichung der herrschenden Verhältnisse, dem Aufbau der Geschichte, dem Kennenlernen der Charaktere. Dabei lernt man, neben der Gesellschaft vor allem Finch und seine Kinder kennen, was zugleich Witz und auch Suspense mit sich bringt. In der Haltung des Vaters, aber auch in der Sicht der Kinder kann man sich sehr gut hineinversetzen, wodurch man ihr aller Verhalten immer nachvollziehen kann. Der zweite Teil hingegen behandelt großteils die Gerichtsverhandlung und den Kampf um Gerechtigkeit. Dabei wird vor allem gezielt auf die Selbstjustiz eingegangen, wie auch auf Respekt, Ehrlichkeit und die Gleichwertigkeit von Rassen. Schauspielerisch ist der Film große Klasse, sowohl Gregory Peck, der für seine Darbietung auch den Oscar erhielt, als auch seine Gegenspieler spielen ihren Part sehr gut und verleihen dem Film die so wichtige Authentizität. Das Ende des Films ist einerseits schockierend und ereignisreich, andererseits wunderschön. Vor allem der späte Bezug auf den Filmtitel ist wirklich gelungen und atemberaubend und verleiht dem vorerst traurig scheinenden Ende seine gute Seite.

Anzumerken ist, dass der Film in schwarz/weiß gedreht wurde. 1962 gab es natürlich schon technische Möglichkeiten um auch Farbfilme zu produzieren, doch berücksichtigt man die Thematik des Films, so hat man gut daran getan den Film in den Farben zu drehen, zwischen denen auch im Film der Konflikt herrscht.

Ein preisgekrönter Klassiker in schwarz/weiß über Gerechtigkeit, Vorurteile und Ehrlichkeit. Ein toller Film, der auch heute noch aktuelle Themen auf eindrucksvolle Weise behandelt.

9/10 ungestörte Singvögel

geschrieben am 17.08.2011 um 10:44

Kommentare (0)

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